30. August 2019

Qi Gong Beginn: 09. September!


Alle QiGong-Gruppen beginnen wieder 
in der Woche vom 09. September!

Wir haben wieder 10 Termine
bis Ende November mit
Pause in der Feiertags-Woche vom 03. Oktober!

(Ihr findet auch alle Termine 
online im "Kurs-Kalender", 
den Ihr links nebenan im Menue oben aufrufen könnt)

Geniesst die restlichen Spätsommertage bis dahin!


26. August 2019

7 Stufen der Gefahr und der Erkrankung (Teil I)


Jede Erkrankung beginnt im Kleinen. Meist mit Schwäche und Unwohlsein, die in den meisten Fällen auch genauso schnell wieder verschwinden, wie sie auftauchen. Doch nicht immer, manchmal bleiben sie und entwickeln sich weiter. Nehmen wir das nicht wahr, nehmen wir das nicht ernst genug, kann sie sich im Laufe der Zeit schrittweise weiter entwickeln. 

Nicht erst Schmerz und Versagen eines Organes oder ein völliges Entgleisen von Hormonen, Werten und Funktionalität werden als Krankheit gewertet. Krank-Sein im Sinne von Fehlen der Gesundheit beginnt nämlich schon viel früher.

Das Positive daran ist, dass wir die Früh-Warnzeichen an uns selbst leicht erkennen können. Dafür brauchen wir kein Arzt zu sein, kein Spezialist. Dafür brauchen wir auch keine teure, auswendige Diagnostik:

Stufe 1 - Warnzeichen, der Körper meldet sich:

  • Schlappheit, zunehmende Müdigkeit;
  • gesteigertes Schlafbedürfnis
;
  •  schnelleres Schwitzen, 
Gefühl der Überforderung, 
  • zunehmend Schwäche und schnellere Erschöpfung;
  • Anspannungen, Verspannungen;
  • leichte Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit;


Heilung durch Alltags-Hygiene,
d.h. Gewohnheiten ändern
Zauberwort: Regel- und Mässigkeit! 



  • Ruheinseln mit bewusstem Nicht-Tun im Alltag schaffen,
  • dabei Verzicht auf Stimulation (TV, Smartphone, etc),
  • z.B. Mittagspause nutzen
  • Nicht-Tun aber Achtsamkeit üben
    (Meditation, Yoga, QiGong) 
  • genug Schlafen mit guter Qualität:
    zw. 7-10 Std., regelmässig beizeiten ins Bett
    (statt auf dem Sofa einschlafen!)
  • Musik, TV, Telefon, Elektrogeräte
    aus dem Schlafzimmer raus! 
  • gesunde Ernährung, 2-3 wertvolle Mahlzeiten am Tag! 
  • Nach Reisen  weitere 2-5 Tage
    Erholungsurlaub zu Hause einplanen!
  • ausreichend pures Wasser trinken 
  • Verzicht auf gesundheitsschädigende Gewohnheiten
    (Genussmittel!) 
  • Verzicht auf schädigenden Sport
    (z.B. Joggen, alles den Körper überfordernde) 
  • dafür Gesundheitssport,
    z.B. Qi Gong, Yoga, schlichtes Gassi-Gehen! 
  • Runter vom Sofa, aber auf dem Teppich bleiben:
    Dehnen in wechselnden Positionen,
    wechselnde Sitz- und Liegepositionen üben,
    Aufstehen und wieder Runterkommen üben
    (gerade im zunehmenden Alter!)

Stufe 2 - Ansammlung von Altlasten, Toxinen
:

  • immer öfters auftretende, unregelmäßige
    Muskel-, Gelenk-, Kopf-, Rückenschmerzen
;
  • verzögerte Menstruation, (schwächere) Blutungen,
    dabei mehr Krämpfe und Schmerzen;
  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen;
  • viele blaue Flecken;
  • abnehmende Lebensenergie,
  • Sorgen stellen sich ein,
  • Mangel an Lebensfreude.

Stufe 3 - Reizzustand
:

  • Ausscheidungssysteme werden überreizt:
    zunehmend Harndrang, 

    starker Drang zur Stuhlentleerung,
  • Unwohlsein bis Übelkeit, Gewichtszunahme,
  • belegte Zunge, Mundgeruch, 

  • starke Ausdünstung der Haut,
    Juckreiz (Haut als Not-Ausscheidungsorgan)
  • ungesunde Gesichtsfarbe, dunkle Ringe unter den Augen,
  • Symptome von Nasen/Nebenhöhlen;
  • viele, kleine Beschwerden hier und dort;
  • Nervosität, Unbehaglichkeit, schlechte Laune, gereizt,
  • Ängstlichkeit, Sorgen;
  • Einschlafstörungen,
    unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen
.

 Bis hierhin ist noch komplette Regeneration möglich!
Wer sich bis hier um seinen Organismus aus Körper, Geist und Seele kümmert, kann noch relativ schnell mit einfachen Mitteln für Regeneration sorgen.

Heilung braucht schon mehr Disziplin:



  • Hilfreich ist Unterstützung von Aussen als "Spiegel" 
  • Raus aus dem Alltag und Urlaub zur Erholung nutzen:
    Statt durch die Welt jetten mit Flut an neuen Eindrücken,
    die weiterhin erschöpfen, zu Hause bleiben
    und in Ruhe sich selbst begegnen und erholen.
  • Ausleitungstherapien und schonendes Fasten
    im Sinne von Verzichten auf Schädliches/Überflüssiges,
    bei gleichzeitiger Versorgung mit dem, was im Alltag fehlt.
  • phasenweise Schon-/Heilkost

Wer das in einer "Auszeit" gelernt hat,
kann dann weiter üben,
diese Heilmittel auch in den Alltag umzusetzen:



  • hochwertige Ernährung, mit 2-3 warmen Mahlzeiten tgl.
  • konsequenter Verzicht auf schädigende Genussmittel
  • stattdessen sich gelegentlich echten Genuss
    gönnen, der nährt!
  • die Sinne mit Schönem umgeben und verwöhnen:
    Augen-Blicke, auf den Monitor?
    Ohr-Geräusche aus Strassenlärm/Smartphone-Piepen?
    Elektrostatisch geladene Kunstfasern auf der Haut?
    Künstliche Aromen in der Nase, im Mund?
  • Wohlfühl-Zeit (statt Wellness-Konsum)
  • 3x täglich Bewegung
    = Gassi-Gehen mit dem inneren Schweinehund!
  • im Wechsel mit ausreichenden Regenerationspausen
    (Meditation, Mittagsruhe, Schlaf)
  • Überprüfen der Lebensumstände und -umgebung
    Entspricht mir das? Tut mir das gut?
  • Was kann ICH ändern - und es JETZT tun!)

Ab Stufe 4 setzen dann die degenerativen Körpererscheinungen ein. Der Heilungsverlauf wird immer zäher. Es braucht zunehmend mehr Ruhe und Disziplin.

Je chronischer die Symptome und je massiver die Degeneration werden, desto mehr Substanz des Körpers wird unwiderruflich geschädigt. Es kommt zu bleibenden Schäden, die meist wiederum als Folge andere Körperfunktionen und Gewebe schwächen und schädigen. Hier beginnt ein Teufelskreis an Symptomen.

(Mehr demnächst in Teil 2)



19. August 2019

Nebenwirkungen


In einem älteren Kommentar (link: Hatz auf Schöllkraut ) wurde sehr treffend beschrieben, mit welchen Tricks Naturheilmitteln die Zulassung entzogen wird. Hierbei geht es nicht um eine saubere Klärung der Wirkung, Nebenwirkung und Dosierung, um Schädigungen durch Arzneimittel beim Patienten zu minimieren. 

Denn auch Natur ist NICHT immer harmlos, 
ebensowenig ist Pharma NICHT immer schlimm.

Fakt ist, ich zitiere (zum Quellartikel) :

Aufgrund der Lebertoxizität von Schöllkraut wurden bereits 2008 allen Phytopharmaka mit einer Tagesdosis von mehr als 2,5 mg Gesamtalkaloiden die Zulassung entzogen. Alle Präparate mit einer niedrigeren Tages-Gesamtdosis mussten in die Patienteninformation Warnhinweise zur Lebertoxizität aufnehmen. Im September 2018 hat das BfArM ein Risikobewertungsverfahren gegen schöllkrauthaltige Produkte eingeleitet. Produkte mit 2,5 mg Schöllkrautextrakt pro Tagesdosis erhalten keine Zulassung mehr.

Laut BfArM sollen 
48 Einzelfallberichte über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen 
in der Organsystemklasse „Leber- und Galleerkrankungen“ vorgelegen haben. 
Diese Hinweise waren alle wirkstoff- und nicht produktbezogen. 
Heißt konkret: 
Die Hinweise bezogen sich ausschließlich auf die Einnahme von Schöllkraut 
und nicht auf die Einnahme von Iberogast®, das mehrere Pflanzenextrakte enthält.

Die Dosis macht das Gift! 

Dieser Lehrsatz gilt für alle harmlosen Substanzen wie auch für hochgiftige Mittel. Selbst das beste Trinkwasser kann im Übermass genossen zu Organ- und Hirnschäden führen. Beim Bärlauchsammeln versehentlich 1-2 Blätter der Herbstzeitlosen miterwischt, endet recht sicher tödlich. Obwohl Colchicum ein wichtiges Heilmittel ist, allerdings in wesentlich feinerer Dosierung und anderer Zubereitung.


Zur Info wieder einige Fakten (zum Quellartikel) :

Mit einer Menge von 0,3 Milligramm Gesamtalkaloide pro Tagesdosis
enthält Iberogast® vergleichsweise wenig Schöllkraut-Extrakt.

Etwa fünf Verdachtsmeldungen über Schöllkraut pro Jahr, 
1–2 Todesfälle ohne bestätigten kausalen Zusammenhang zu Iberogast® 
in den letzten knapp 60 Jahren
Natürlich muss jedes Risikosignal ernst genommen werden 
und jeder Todesfall ist extrem tragisch und einer zuviel.

Da fragt sich sich doch jeder mit gesundem Menschenverstand, 
um was es bei all den Diskussionen tatsächlich geht...

Wie im Krimi: wer ist der wirkliche Übeltäter?


Wenn ich dann im Alltag, im Freundeskreis und in der Praxis erlebe, wie schnell die meisten Menschen Schmerzmittel (wie Paracetamol, ASS, und sogar deutlich stärkere Mittel) "mal eben" einnehmen, oder wie oft Breitensportler schon vor dem Sport mal eben ne Schmerztablette einwerfen 
- dann stellt sich an dieser Stelle die ganz grosse Frage, 
welches Mittel hat den Schaden gegebenfalls verursacht?

Übrigens, Paracetamol ist (nicht nur in USA und GB) die häufigste Ursache für akutes Leberversagen. Und nur die Hälfte davon hat sich damit beabsichtigt vergiftet (z.B. in suizidaler Absicht) mit einer zu lange andauernden oder zu hohen Dosis. Dann gibt es Menschen, die bereits bei einer deutlich geringeren Dosis Leberschäden von Paracetamol bekommen, weil bei ihnen die Ausscheidung verringert ist. 

- Und wer regelmässig halt mal ne Para einwirft, denkt selten nach, wenn er dann bei Übelkeit halt noch ein Schöllkraut-haltiges Mittel dazu nimmt. 

Die Marktzulassung von Para wird übrigens nicht in Frage gestellt...

Das übliche Milliardengeschäft trotz Nebenwirkungen

Zitat (zum Quellartikel)

Pro Jahr versterben alleine in Großbritannien 
3.000 (!) Menschen an Blutungskomplikationen durch Acetylsalicylsäure, 
so ein Ergebnis der Oxford Vascular Study.  
Natürlich werden weitaus mehr Leben durch verhinderte cerebrale und kardiale Ereignisse gerettet. Richtig eingesetzt ist ASS in der Reinfarktprophylaxe und nicht in der Primärprävention ein wichtiges Arzneimittel. Keiner würde hier auf die Idee kommen, eine Marktrücknahme zu verlangen.

Achten Sie doch mal darauf, wieviele Menschen im Bekanntenkreis, seit Jahren ASS 100, oft plus "Magenschutz"-Mittel, einnehmen. Oder diese "Magenschutzmittel" seit langem einnehmen, weil sie so Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung haben. Gerne trotzdem in Kombination mit Schmerzmittel eingenommen. Allein schon der Begriff Magen"schutz"mittel ist Irreführung per se! (Denn in Wirklichkeit müsste der Magen davor geschützt werden.)

Tausende Todesfälle gehen nach einer Studie von Xie et al. auf das Konto von Protonenpumpenhemmern. Dies gilt auch für die Dosierung, die in Apotheken ohne Rezept erworben werden können. Forderungen nach Rücknahme? Fehlanzeige.  

Im Gegenteil. Diese Protonenpumpenhemmer (oft Säureblocker, Magenschutz, PPI genannt) werden fleissig verschrieben und oft sinnlos über lange Zeit eingenommen. Die Kritik bezieht sich hier darauf, dass die Tabletten fröhlich eingeworfen werden, aber keine Veränderung der Gewohnheiten stattfindet, die das Sodbrennen, den Reflux oder die Magenschleimhautentzündung auslösten! Die einzige wirkungsvolle Therapie ist nämlich eine Ernährungs- und Verhaltensänderung. 

Der Protonenpumpenhemmer bremst kurzfristig nur die Heftigkeit über 7-10 Tage und lindert den akuten Leidensdruck. (Das kann in einer Klinik und hochakut durchaus sinnvoll sein!) Aber sicher nicht, damit der Patient weitermacht wie bisher. Und schon gar nicht über Wochen, Monate und sogar Jahre, wie bei manchen Patienten...

Sie nehmen Protonenpumpenhemmer, haben Reflux, Sodbrennen?
Dann lohnt es sich ein bissl hier weiter zu lesen: link



18. August 2019

Tips für die zweite Jahreshälfte 2019 (Teil IV)


Das Jahr des Erd-Schweins zeichnet sich durch dreifache  Erdqualität aus

Damit ergibt sich die  dreifache problematische Energie von Feuchtigkeit und Schleim, die das System verstopfen und diverse Beschwerden, Probleme und Krankheiten hervorbringen. Mit dem Jahr des Schweins endet auch ein 12-er-Jahres-Zyklusses mit den entsprechenden Organabfolgen. Bevor Neues beginnt, muss zuerst Altes ausgemistet werden. Die Ablagerungen und Altlasten der vergangenen 12 Jahre (und länger), die sich angesammelt haben, müssen unbedingt raus aus dem Organismus.

Auf allen drei Ebenen von Körper, Geist und Seele  sollten wir 2019 alles
soweit wie möglich loswerden, was uns aus der Bahn geworfen hat, was belastend unter die Haut ging und negativ hängen geblieben ist. In diesem Jahr müssen wir massiv unser Tempo drosseln. Wer schnell durch Schlamm rast, spritzt viel Dreck hoch, der uns selbst und andere trifft. Und das bleibt hartnäckig kleben, wie Lehm und Schlamm an der Hose. Und von den am Rande Stehenden, die unbeabsichtigt getroffen wurden, wird ein Grossteil dieser Energie auch wieder zu uns zurückreflektiert.

Denn alles, was wir zurückbehalten, wird uns über die kommenden 12 Jahre begleiten. Diese stagnierten Energien erzeugen dann weitere Blockaden auf allen drei Ebenen. Gerade aus der Balance geratene Gefühle (Ärger, Hass, Vorwürfe, Verurteilen und  Verachtung) werden uns dann schwer zu schaffen machen und uns auch körperlich krank werden lassen. 

Noch haben wir 6 Monate Zeit 

bis zum chinesischen Neujahr (Anfang Februar 2020), um all den Müll rauszuschmeißen.  
6 Monate - das klingt lang. Doch wir alle wissen, wie schnell die vorbei sind. Wie schnell waren die ersten 6 Monate vorbei... 

Bisher haben nur die wenigsten Menschen  wirklich angefangen, ihren Aktionismus zu bremsen und weniger in der Aussenwelt zu Rödeln; kaum einer ist freiwillig zur Ruhe gekommen und hat in seinem Leben, in der Seele, im Körper aufgeräumt

Im Gegenteil, es beutelt viele Menschen in vollem Lauf: 
  • die Zeit, die sich viele Patienten nicht in der Vergangenheit für die Gesundheit nahmen, die nimmt sich gerade die Krankheit. Keine Zeit für Pause, Ruhe Erholung?   Ab ins Krankenhaus! Die Kliniken (und Friedhöfe) sind voller Unersetzlicher!
  • Urlaub ist Erholung? Nicht, wenn wir den ohnehin gestressten Körper noch mehr stressen durch Wechsel der Zeitzone, Klimazone, Ernährung, Strapazen durch Flug, Reise...  Merke: wer halbkrank und überlastet in Aktiv-Urlaub fährt, kommt oft richtig krank zurück!
Deshalb nochmals hier die eindringliche Erinnerung:
Es gibt Grund genug, endlich ernsthaft zu beginnen. Schluss mit allem  "Ich hab grad keine Zeit dafür, demnächst, ich weiß ja, aber erst..., ich kann das nicht"...etc.   

Wir brauchen auch Zeit, all diese Blockaden  loszuwerden

Wir sollten die Sonne wohldosiert nutzen. Wärme hilft Feuchtigkeit zu trocknen, damit wir sie leichter loswerden können. Solange die Tage noch lang sind und die Sonne Kraft hat, sollten wir die Morgen- und Abendsonne nutzen. Raus mit uns zum QiGong-Üben oder Gassi-Gehen. Gerade die Abendsonne entspannt (!) zu genießen, hilft beim (Ein-)Schlafen. (Damit ist kein Auspowern gemeint, kein Joggen, kein Marathontraining, sondern ruhige, rhythmische Bewegung, die mehr Energie liefert, als sie kostet!)

Qigong üben (auch Yoga, Meditation), das bedeutet unsere Aufmerksamkeit auf unsere eigene Lebenskraft zu lenken. Über den Tag verteilt 1-2 Stunden Üben wären ideal für die nächsten 6 Monate, um den die Energieblockaden wirklich loszuwerden. (In Kursen kann das korrekte Üben gelernt und immer wieder korrigiert werden.)
 
QiGong üben, das heisst auch langjährige Konflikte lösen. Dafür beginnen wir bei uns selbst, z.B. in dem wir lernen, uns und unseren Schwierigkeiten selbst mitfühlend zulächeln.  Verzeihen, vergeben, sich dankbar zeigen, das beginnt bei uns selbst. Es braucht auch Mut, sich den eigenenen Ängsten zu stellen, ohne innere Vorwürfe an sich und andere zu machen. 

Ran an die eigenen Schwächen

lautet die Devise für 2019.  Wir beenden endlich die lang erprobten Vermeidungstaktiken oder ändern jetzt unsere Alltagsgewohnheiten, z.B. statt vor dem TV zu versumpfen einen Abendsonnenspaziergang zu machen. Wir stoppen schädliche Gewohnheiten, z.B. wenn nicht jetzt mit Rauchen aufhören, wann dann? Wenn nicht jetzt lernen, sich zu entspannen und einen Kurs belegen, wann dann?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich mental und meditativ mit seinen Problemen zu beschäftigen. Bewusstwerden ist ein wichtiger Prozess:
  • Wie sollen andere Menschen mit mir klar kommen, wenn ich selbst nicht mit mir im Reinen bin? 
  • Wie will ich mit anderen klarkommen, wenn ich mich selbst nicht leiden kann, wenn ich an mir selbst leide?
  • Wie will ich anderen verzeihen, wenn ich mir selbst nicht verzeihe?
Wir müssen ehrlich hinschauen, was wir wirklich tun, wie wir es machen und uns bewusst machen, was wir da gerade zum x-ten Mal wiederholen, obwohl wir es gern ändern wollten. Qigong und Achtsamkeitsübungen helfen uns dabei. Auch in die Tiefe gehende Gespräche mit Familie, Freunden und dem Partner können sehr viel auflösen, wenn die Gespräche ehrlich und ohne Tabus geführt werden. Sanft, achtsam, nicht verletzend, sondern beobachtend und erklärend, aber niemals vorwurfsvoll. Reden wir mit denen, die uns und die wir sehr gut kennen und lernen wir daraus, entschuldigen uns ggf. und bedanken uns für deren Offenheit und Aufrichtigkeit.

Hilfreich ist auch Nahrung, die unseren Körper nährt statt zusätzlich belastet! Viele Ernährungsgewohnheiten befeuchten den Organismus zusätzlich zu sehr und kühlen die Verdauungskraft zu sehr runter (zu wenig wärmend-warme Speisen, zuviel kaltes Essen und Getränke, zuviel Zucker, Weissmehl, minderwertige Kalorien, zuwenig frisches schonend-gegartes Gemüse etc) 

- und statt weiter darüber zu schreiben und zu theoretisieren, gehe ich jetzt kochen (und natürlich essen)! Es gibt frische grüne Bohnen aus der Region mit viel frischem Ingwer und Chnobli, wärmend und trocknend, und vor allem lecker, mjam ;-)

(Danke  an meinen Kollegen JoAchim Stuhlmacher, der uns mit seinem newsletter immer wieder erinnert, ermahnt und motiviert!)

10. August 2019

Qi Gong - Kursbeginn im Herbst

Ab dem 09. September beginnen wieder alle Kurse!

Mit jeweils 10 Terminen enden wir Mitte November, 
rechtzeitig vor der Adventszeit.

Alle Kurse machen in der 1. Oktoberwoche (KW 40) Pause. 

Und wie immer findet Ihr alle Termine im Detail, 
wenn Ihr links im Menü unter "Kurs-Kalender" schaut!

Bis dahin geniesst noch die letzten Spätsommer-Ferien-Tage!


Der Herbstwind verabschiedet den Sommer



(Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life")

Das Thema der drei Herbstmonate ist das Vergehen und Verlangsamen des Wachstumsimpulses. Mit Einsetzen der drei Herbstmonate ist es wichtig, Körper und Geist in einem ruhigen, harmonischen Zustand zu halten und seine Energien nicht zu verschleudern. 

Sowohl Frühling als auch Herbst sind Jahreszeiten des Wandels, daher werden sich vor allem zu diesen Jahreszeiten Erkrankungen zeigen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dann beruhigende, meditative Praktiken, die das Leben nähren, besonders zu pflegen. Sowohl der Alltag, als auch die Behandlung sollten auf die der Jahreszeit entsprechende Energiequalität hin abgestimmt werden.

So ist es im Herbst unangebracht... - weiterlesen

Verstösse gegen diese Prinzipien verletzen den Funktionskreis der Lungen, führen letztlich zu Duchfällen im Winter, zu Verlust genau dann, wenn es um Lagerung und Erhaltung geht. Das Qi des Herbstes ist trocken, daher wird empfohlen, dagegen mit etwas befeuchtendem Sesam gegenzusteuern. Vermeide kalte Getränke, ebenso wie kalte und klamme Kleidung auf der Haut.

Morgens, direkt nach dem Aufwachen,
sollte folgende Übung gemacht werden:


Schliesse Deine Augen,
klappere 21 Mal mit den Zähnen, schlucke den Speichel,
reibe Deine Hände aneinander
und lege danach die Handflächen auf die Augen
und spüre einige Zeit die Wärme,

die auf die Augen übergeht.
Reibe nochmal Deine Hände und bedecke wieder die Augen.

Wer diese Übung regelmässig während der gesamten drei Herbstmonate (Mitte Aug. - Mitte Nov.) praktiziert, bekommt klare und leuchtende Augen.

In diesem Jahr dominiert das erdige Yin, das den Parasympathikus mit ruhigem Verdauen, Verarbeiten, Sortieren und Aufräumen unterstützt. Wer dagegen versucht, yangige, neue Lebensprojekte anzuschieben, der wird viel Kraft verschleudern gegen den Lauf der Natur. Es kommt wahrscheinlich zu Erschöpfung, Verschlimmerung oder sogar zu gesundheitlichem Schaden. Dies gilt gerade im Herbst dieses Jahres.  

Nehmen wir uns also die Zeit für unsere Gesundheit
- sonst nimmt sie sich die Krankheit!