12. Februar 2018

Die Seele weitet sich unendlich...


Wenn wir uns beim Üben im Qi Gong den Satz sagen:
Die Seele weitet sich unendlich, wie das All

- dann ist damit genau diese Empfindung des Hier & Jetzt gemeint, 
die J. v. Eichendorff in der letzten Strophe beschrieben hat:

MONDNACHT

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


5. Februar 2018

Übergang in den Frühling


Mit dem dicken Vollmond der letzten Woche verabschiedet sich der Winter. Und just zur Übergangszeit wird es prompt winterlich. Jetzt erst kommt der bisher vermisse Frost, nochmal ein paar Schneeschauer. Der Februar ist bekanntlich unser kältester Monat. All die Jecken wissen das. Und noch besser wissen das diejenigen, die im Süddeutschen mit der Fasnet den Winter vertreiben, mit schaurigen Fratzen, Gelärme, Peitschenknall und Feuerritualen. Der Winter darf sich dabei noch ein letztes Mal (hoffentlich) von seiner kalten Seite zeigen. Dabei werden die Wintergeister dann zum Tor hinaus gejagt und  müssen Platz machen für den Frühlingsbeginn. 


Schauen wir uns um: der Frühling steht schon parat. Die Schneeglöckchen und Winterlinge sind am abblühen, die Narzissen zeigen bereits ihre Blüten, während noch die allerletzten Ringelblumen vom Vorjahr bis zum vergangenenen Wochenende duchgehalten haben.


Sie fühlen sich die letzten Tage nicht ganz wohl? 


Sie fühlen sich unruhig, angeschlagen, vergrippt? Der Magen grummelt und ist auch irgendwie nicht voll da? Das ist typisch für Zeiten von Wechsel und Wandel:

Jetzt gilt es, ein neues Gleichgewicht zu finden. Hier liegt die Betonung auf neu. Die alte Balance (falls wir sie überhaupt hatten...) ist passe. Jetzt ist eine ganz neuer Moment, dennes so noch nie gegeben hat. Also müssen wir die angemessene neue Balance finden. Und zwar immer wieder! Gleichgewicht ist kein fixer Zustand. Mit jedem Atemzug müssen wir ihn immer wieder neu suchen, finden, loslassen, wie beim Fahrradfahren oder Balancieren auf einem Balken. Ups, es wackelt, fast runtergefallen, ah, jetzt der nächste Schritt, wackelig, ohhh....

Wir leben ständig in Zeiten von Wechsel und Wandel

Kleine Übergänge, die wir mehr oder weniger nicht bewusst mitbekommen, wie Tag- und Nacht oder der tägliche Biorhythmus. Solange alles flutscht und reibungslos läuft, bemerken wir es nicht. (Aber wehe, wir haben Schlafprobleme, bekommen zuwenig Schlaf.) Dann die grösseren Übergänge, z.B. die Mondwechsel, die auch den wenigsten Menschen noch auffallen, ausser denen, die vielleicht schräger träumen oder als Frau Schwierigkeiten mit dem Monatszyklus haben. Und dann der Jahreslauf, der durch die 12 Mondumläufe gebildet wird. Vergessen wir nicht den Lebenszyklus von Geburt über Kindheit, Pubertät, Blütezeit, Midlife(crisis?), Pensionierung, Alter, Sterben. Selbst gemachte Übergänge, wenn wir nach Stressphasen endlich in den Urlaub fahren, am liebsten weit weg, mit Luft-Veränderung, Zeitzonen-, Klimazonenwechsel (Manche Menschen merken, wie sehr das den Körper stresst, wenn z.B. die Reiseübelkeit zuschlägt, Montezumas Rache den Darm quält, oder man krank aus dem Urlaub zurückkehrt). Dazu kommen viele andere Zyklen, z.B. im Hormonsystem, Atemrhythmus, Herzschlag, sowie grössere Rhythmen, wie Wetter, Veränderungen im Erdfeld, Einflüsse aus dem Kosmos, die uns bewegen. 

Ja, wir Menschen sind und bleiben Teil der Natur. Die Natur bewegt uns, - nicht wir kontrollieren die Natur! Jede Übergangszeit von einer in die nächste Phase erinnert und daran.

Was können wir tun, damit wir möglichst gut durch die Übergangsphase kommen? 

Innehalten. Pausen machen. Wie auf dem wackligen Balken. Erst dann den nächsten Schritt wagen, wenn wir sicheren Stand haben. Einen kleinen Schritt nach dem anderen. Geduld bewahren, statt uns Hals über Kopf in Unausgegorenes zu stürzen. Abwarten, bis der richtige Moment gekommen ist. Bis dahin: bewusst Nicht-Tun.

26. November 2017

2018 Qi Gong Termine


Liebe Kursteilnehmer,

diese Woche finden alle Kurse zum letzten Mal statt!
Dann wünsche ich Euch eine besinnliche Adventszeit,
schöne, gemütliche Weihnachten
und einen guten Rutsch in 2018!

Nach der Winterrruhe 
kommen wir wieder gemeinsam 
in sanfte Bewegung und locken den Früüüühling:
Alle Kurse beginnen wieder in der 2. Januar-Woche,
und finden wieder 10x statt. 



27. Oktober 2017

Wir haben Urlaubspost bekommen:






Habe heute mit Euch geübt,
und gestern Abend auch
- nur an anderer Stelle...
Sonnengrüße aus Kreta 

von W.
 

Tanztherapie in den Frühling


KAOUTHAR kommt auch 2018 wieder nach Willich! 

Lasst uns gemeinsam in die Kraft kommen.So ist die einzige Möglichkeit Kaouthar in Deutschland 2018 erleben zu können der 3.und 4. Februar, in Willich bei Düsseldorf,wo wir uns zum Beginn des nahen Frühlings erden,uns in uralten weiblichen Symbolen bewegen,unsere Sinnlichkeit und Erotik ertanzen und zur Freude von MutterErde unsere Frauenkraft aktivieren.



Wann, wie, wo:

Samstag, den 03.02.2018 11.00-18.00 Uhr,
Sonntag, den 04.02.2018 10.00-17.00 Uhr

Seminarraum der Lichthof in Willich Münchheide
 

Das Seminar wird live auf deutsch übersetzt.
DER Kurs ist für Frauen in jedem Alter geeignet. 
Der Platz ist bei Anzahlung von 100,00 € reserviert.
Freundinnen-Bonus 5%
Frühbucherangebot :10% Erlass bei Komplettzahlung bis zum 30.11.2017.

Das GÖTTINNEN TANZ TRAINING  

ist hervorragend geeignet für alle Frauen, die…

  • Authentische ursprüngliche Weiblichkeit leben wollen
  • Ambitioniert ihre Karriere verfolgen
  • In der therapeutischen Energiearbeit tätig sind
  • Ihr ‚JA’ und ihr ‚Nein’ selbst in die Hand nehmen möchten
  • Eine klare Linie in ihre Beziehung bringen möchten
  • Einen Kinderwunsch hegen
  • Emotionales und körperliches Gleichgewicht suchen
  • Etwas tun für uns selbst………

Der Göttinnen Bauchtanz hilft Dir, die Urkraft in Dir selbst zu finden. Dieses Potential will entdeckt und aufgebaut werden. Das Göttinnen-Tanz-Training wirkt von innen nach außen. Du lernst Deiner Intuition zu vertrauen, Dich auf die Signale deines Körpers zu verlassen und deine spirituelle und mentale Wahrnehmung mit deiner physischen Kraft zu verbinden. 

Die Dozentin: Kaouthar Darmoni (PhD)


Kaouthar wurde in Tunesien geboren und wuchs an der Mittelmeerküster auf, wo sie als Jugendliche die Musik und den Tanz für sich entdeckte. Schon früh machte sie sich Gedanken zur Emanzipation der Frau. Angetrieben von ihrer Leidenschaft für die uralte Tradition, dem Göttinnentanz, erforscht sie die vielen Aspekte dieser Kunst und kombinierte dies mit ihrer Genderforschung. Zusammen mit den Beobachtungen und praktische Erfahrungen auf ihren vielen Reisen durch den mittleren Osten und Nordafrika, entwickelte sie ihr eigenes Konzept von weiblicher Stärken & Göttinnen-Bauchtanz. In diesem einzigartigen Ansatz fließen Ergebnisse aus der Gender- und Hirnforschung genauso mit ein, wie Körpererfahrung und arabischem Tanz.
Kaouthar ist Gründerin und Leiterin eines Instituts für‚ Weibliche Stärken und Göttinnen-Bauchtanz’, regelmäßig auf internationalen Veranstaltungen eingeladen und unterstützt Frauen weltweit in ihre Kraft zu kommen. 

Anmeldung und für Fragen

petra.gehlen@gmx.de


Kaouthar Darmoni Ausbildung

24. Oktober 2017

Sind Antidepressiva noch schlechter als ihr Ruf?


Fundstück vom 24.10.2017, 
erschienen im Newsletter, unter  doccheck-Blog nachzulesen)

Sind Antidepressiva noch schlechter als ihr Ruf?
Zugegeben, in einer Fachzeitschrift für Psychotherapie und Psychosomatik wird vermutlich nicht gerade eine Studie publiziert, die sich der biologischen Psychiatrie und Psychopharmakotherapie verschrieben hat. Aber die Studie zu den gesundheitlichen Risiken der Verordnung von Antidepressiva ist schon erschreckend. Danach steigt die Mortalität bei der Verordnung von Antidepressiva um 33 Prozent.

Im Laufe meiner Ausbildungsstationen in der Nervenheilkunde habe ich die Psychosomatik, aber auch die damalige Hochburg der Psychopharmakotherapie an der Unipsychiatrie Mainz kennengelernt. Die Verflechtungen zwischen Uni und Industrie unter Prof. Otto Benkert waren damals legendär. Dennoch hatte ich – und ich denke auch meine Kollegen – keinen Zweifel daran, dass wir mit den zu dieser Zeit relativ neu eingeführten Antidepressiva wie Venlafaxin oder Mirtazapin bei Patienten mit schweren depressiven Störungen gute Effekte erreichten.

Irgendwann kamen Zweifel auf

Und wenn es damit nicht mehr weiter ging, wurde halt ein irreversibler MAO-Hemmer eingesetzt. Psychologen gab es in der Unipsychiatrie nur, damit biologisch-psychiatrische Studien statistisch ausgewertet werden konnten – nicht etwa, um depressive Patienten zu behandeln.

Heute bin ich mir da überhaupt nicht mehr sicher. Und aus meiner Sicht ist die wissenschaftlich zwar angeblich empfehlenswerte Zusatzbehandlung mit immer mehr atypischen Neuroleptika auch nicht gerade im Sinne des Patienten. Kurbelt aber den Markt an.

Bei den allermeisten Antidepressiva dann eben auch den Appetit, sodass bei uns regelmäßig Patienten mit einer Gewichtszunahme von 25 kg innerhalb eines Vierteljahres aufschlagen. Die fühlen sich nach Einnahme von Mirtazapin und Quetiapin dann noch unglücklicher als vorher. Und organisch gesehen sind sie sogar noch kränker.

Tabletten ändern nichts an den Lebensumständen
Bis zum heutigen Tag ist mir nicht ganz klar, wie groß das Spektrum der Krankheitsbilder ist, die einfach in den Sammeltöpfen für Depression, Dysthymie, schizoaffektive Störung etc. landen. Im Zweifel wird dann alles und nichts mit Antidepressiva behandelt. Dabei gibt es relativ klare Leitlinien und Studien, die nur bei den mittelschweren und schweren Depressionen einen Benefit der Pharmakotherapie zeigen.

In meiner Klinik (einer psychosomatischen Reha) habe ich tagtäglich mit stark leidende Patienten zu tun. Sie leiden aber eher unter beruflich bedingten Problemlagen, Arbeitslosigkeit, Mehrfachbelastungen, weil sie alleinerziehende Mutter und Pflegekraft für die demenzkranke Mutter sind oder sie leiden schlicht und ergreifend darunter, dass sie sozial abgehängt wurden. Wie um alles in der Welt sollte hier ein Antidepressivum die Lage verbessern?


Autor: Dr. Martin Winkler, Blog zum Thema:
Ansichten aus der Psychosomatik, Psychiatrie und ganzheitlicher Gesundheit aus anderen Perspektiven des Alltags. Wenn Psychotherapie und Psychiatrie ein anständiges Handwerk wäre...

23. Oktober 2017

Qi Gong Ausfall


Kein Qi Gong am: 

  • Mo., 30. Okt. 
  • Mi., 01. Nov.
  • Fr., 17. Nov.