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19. August 2026

Qi Gong im Herbst


Der Spätsommer ist längst da. 
Der Herbsteinfluss wird deutlich spürbar. 

Wir werden der Jahreszeit entsprechend mit Übungen den Fokus auf die Unterstützung von Immunsystem und Atemfunktion richten.

Es geht wieder los ab:

Di., 08. Sept. 19:30-20:30 Uhr
(in der Physio-Praxis Mechelinck)

Mi., 09. Sept. 19:30-20:30 Uhr
(Raderbroich)

Do., 10 Sept. 10-11 Uhr
(Raderbroich)

Jeweils 10 Termine
mit Pause über die Schul-Herbstferien 
in KW 43 und 44.

(Für Neueinsteiger eignet sich der Kurs, der über die Physio-Praxis Mechelinck läuft. Bei zeitiger Anmeldung dort, ist manchmal noch ein Platz frei, bzw. gibt es eine Warteliste.)


23. Juni 2026

Feuerjahr mit feuriger Sommerhitze

 

Jahr für Jahr kommt  der Sommer,  mehr oder weniger deutlich spürbar ab Mitte Mai. Doch kein Sommer gleicht dem vorigen, jeder hat seine eigenen Nuancen. 

In diesem Feuer-Jahr neigt alles, auch das Klima, zu hitzigem, dynamischem Exzeß:


(Photo von Arkadius Neumann, Pixelio)

Sommer 

Die drei Sommermonate Mai, Juni und Juli werden durch die Energie des Feuers belebt. Sie stehen in Zusammenhang mit Wachstum, Blüte und Reifen. Das Herz-Qi ist erfüllt von Feuerenergie, die uns aktiv sein lässt, uns nach draussen treibt, Kontakt und Kommunikation erleichtert. 

Feuer ist das Symbol für Yang schlechthin, für den Sommer. Noch mehr gilt das im Jahr 2026, wenn sich in das yangigen Feuerjahr mit dem feurige Pferd als Symbol der Dynamik verbunden hat. 

Solche Feuerjahre bringen heftige Impulse, Umbrüche, schaffen Raum für Neues. Und wir sehen überall Hitzigkeit, Heftigkeit, plötzliche Hyperaktion. Besonders in diesem Sommer sollten wir uns die folgenden Verhaltenstips zu Herzen nehmen: 

Zugluft erzeugt "Wind in den Leitbahnen"

Der Kopf ist der Treffpunkt aller Yang-Leitbahnen. Deshalb sollte er vor allem vor Windeinfluss gut geschützt werden. Im Schlafzimmer sollten wir Zugluft über dem Bett, v.a. am Kopfende vermeiden, um gesund zu bleiben. Meiden wir vor allem den eiskalten Wind, den Klimaanlagen in den Raum oder sogar  auf den Körper pusten, gerade im Auto oder am Arbeitsplatz.

Während der Sommermonate ist es förderlich, täglich 100-200 Male die Kopfhaut zu bürsten. Hierbei sollten wir eine gute Bürste verwenden, um die Kopfhaut nicht zu verletzen. Ausserdem sollten wir das an einem windstillen Platz machen. 

Diese einfache Technik vertreibt Wind aus den Leitbahnen und klärt die Augen. "Wind in den Leitbahnen" erzeugt z.B. Symptome,  die wir modern z.B. als Heuschnupfen und Allergien bezeichnen.  Doch  

Wind-Invasion 

provoziert auch ausgesprochen unangenehme Symptome. Darunter versteht die Chinesische Medizin z.B. Symptome, die plötzlich erscheinen, wandern, kommen und gehen wie der  Wind. Typisch sind die "plötzlich und  heftig" auftretenden  Virus-Erkrankungen.
 
Wenn sich jemand nach einem kalt-kühlenden Abendessen mit verschwitztem Körper an einem ungeschützten Ort zur Nachtruhe begibt, entstehen leicht Syndrome durch Wind-Blockade mit Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen, Sprachstörungen, und Lähmungen (westlich-modern sprechen wir von  Schlaganfallgeschehen, Neuralgien, etc).

Sommerhitze, aber Kälte-Durchfall

Im Kontrollzyklus der Beziehung zwischen den Wandlungsphasen kontrolliert Feuer das Metall. Metallenergie regiert die Lungen, und der zugeordnete Geschmack für das Netzwerk der Lungen ist das Scharfe. Im Sommer sollten wir bittere Speisen reduzieren, aber den scharfen Geschmack zur Nährung der Lungen bevorzugen.

Doch Vorsicht, die Dosis ist wichtig. Zu scharf sollten die Speisen nämlich nicht sein. Die meisten scharfen Gewürze sind zugleich stark erhitzend, wie z.B. Chili/Cayenne. Das schlägt ins Gegenteil um und führt durch die zu offenen Poren letztlich zur Auskühlung.

Wenn die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, neigt das Verdauungssystem leicht zu Erkältung. Die äussert sich oft in Form von Durchfällen. Typisch passiert das auf Reisen, meist durch eisgekühlte Getränke, Klimaanlagen etc.

Während dieser Zeit ist es sogar besonders ungünstig, einen solchen Kälte-Durchfall zu bekommen, weil der Körper damit wertvolles Yin-Qi verliert. Denn das Yin-Qi ist gerade zur Kühlung des Organismus wichtig.

Noch besser ist natürlich, damit zusammenhängende Symptome ganz zu vermeiden, in dem wir gerade während der Sommerhitze bewusst:

Wärmende Speisen essen
und kalte Getränke meiden!

Während der Sommersonnenwende beginnt die winterliche Yin-Energie ihre erneute Rückkehr, wenn auch zunächst im Verborgen zur mitternächtlichen Stunde. 

Zur Unterstützung sollte man deswegen in der Sommerzeit ein tonisierendes Dekokt für die Nieren zu sich nehmen. Das Herz ist zu dieser Zeit am überlaufen. Die Nieren jedoch haben ihre schwächste Phase. 

Tip:
Die als Yogi-Tee im Handel bekannten Mischungen Classic, Lakritz und Lemon Mint bieten sich als sommerlich-tonisierende Tees an, mit fruchtig-scharfen, aromatisch, würzigem Geschmack aus Zimt, Kardamom, und weiteren Gewürzen.


Trotz aller Hitze im Sommer ist es also völlig unangemessen, sich den Bauch mit (Eis-)gekühlten, kalten und gesüßten Getränken, wie Bier, und kalt-kühlenden Speisen, Nudeln und Backwaren vollzuschlagen. Auch sehr Yin-reiche Nahrungsmittel, wie Auberginen und Rohkost, essen wir nur in kleinen Mengen.

All das führt zu Kälte im Verdauungstrakt. Die Folge sind die typischen sommerlichen Magen-Darm-Infektionen.  

Das Herz beruhigen

Fast noch wichtiger ist es zur Sommerzeit, seine Atmung zu regulieren und das Herz zu beruhigen. Die Vorstellung von Eiskristallen in Herz oder Magen würden eher die Hitze dort richtig aufflackern lassen, statt sie zu vermindern.

Es ist keineswegs so, dass heisse Dinge immer die Hitze fördern und Kälte kühlt.  So regt die eiskalte Dusche bei Hitze die Blutzirkulation an. Nach der ersten Abkühlung wird einemeher noch wärmer. Eine lauwarme Dusche dagegen kühlt sanft und beruhigt.
 
Natürlich bekommt nicht jeder gleich Symptome. Eine Person ist anfälliger, dem Anderen scheint alles nichts auszumachen. Eine Erklärung dafür... (hier weiterlesen.) 
 

Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life" 

 

30. März 2026

QiGong nach Ostern


Ab dem 14. April üben wir wieder gemeinsam:

4x in Folge 
bis zum 07. Mai.

Dann ist Pfingst-Pause.

Ab dem 09. Juni geht es weiter,
über 6 Termine bis zum 16. Juli.

 

18. Februar 2026

Kann ja nicht schaden...


Es gibt es kaum einen Menschen hierzulande, der keine Ergänzungsmittel nimmt, oft empfohlen vom Arzt, Apotheker, von lieben MenschenUnd meist nicht nur eines, sondern meist mehre Präparate, und oft hochdosierte Kombinationen aus vielen Wirkstoffen.

Mittlerweile bekommt fast jeder, spätestens nach einer Blutabnahme zum Ende des Winters hochdosierte Vitamin-D-Vorstufe  vom Arzt verschrieben.  (mehr Details dazu hier)

Marketing bedeutet, Bedarf für Dinge zu schaffen, die kein Mensch braucht. Die Herstellungskosten sind minimal, das meiste kosten die chicen Verpackungen und die Vermarktung. Für all diese Mittel wird aggressiv geworben. 

Der Ertrag ist riesig, die Produkthaftung vernachlässigbar, denn es sind ja keine Arzneimittel. Deswegen brauchen die keinen Beipackzettel, wie Arzneimittel.  

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen  mit anderen Mitteln werden nicht erwähnt. Von den Symptomen, die übermässige Zufuhr verursachen, wird nie gesprochen. 

Da muss sich der Kunde schon selbst informieren. Macht aber keiner. 

Tante Frida hat gesagt, XY hätte der Nachbarin sooo toll gehelfen. Also schnell gekauft und gleich genommen. Unsere Oma z.B., die hat von ihrer Lieblingsfima aus der Fernsehzeitschrift fast das ganze Sortiment im Schrank, seit Jahrzehnten. 

Medikament, Arznei, Ergänzung

Diese Begriffe verwirren Verbraucher. Medikamente unterliegen hohen Kontrollen. Sie dürfen nur in Apotheken verkauft werden. Manche dürfen dort nur mit Rezept eines Arztes  abgegeben werden.

Doch oft haben selbst hochdosierte Präparate keine Zulassung als Apotheken-pflichtige Arzneimittel, sondern gelten als freiverkäufliche Mittel, bzw. Nahrungsergänzungsmittel (NEM). So werden sie in Drogerie- und Supermärkten verkauft und füllen dort ganze Regale. 

Dazu kommen Mittel, die über das Internet, aus dem Ausland gekauft werden. Die entsprechen nicht den hiesigen Vorgaben an Deklaration der Inhaltsstoffe. Längst ist nicht das drin, was versprochen wurde. (Doch das ist ein ganz anderes Thema...)

Kann ja nicht schaden...

lautet die Devise. 

Es wird ja ausserdem im TV und in jeder Zeitschrift beworben und das Blaue vom Himmel versprochen, Schmerzfreiheit, Anit-Aging, Immun-fit - und mit all den Mangelerscheinungen gedroht, wenn diese Präparate nicht genommen werden.  

Als Beispiel dient hier ein Mittel, das "so schön die Nerven stärkt, sogar Nervenerkrankungen vorbeugen und Nervenschäden verringern soll, den Energiestoffwechsel unterstützt, Müdigkeit & Ermüdung verbessert".  Alles Aussagen aus der aus der Werbung, brav nachgeplappert von unserer Oma.

Nach jahrelanger Einnahme landen genau diese Patienten dann beim Hausarzt oder Neurologen, weil sie immer unsicherer auf den Beinen werden, weil die Missempfindungen, das Kribbeln und die Taubheit in den Füßen und Beinen zugenommen haben. 

Die Diagnose lautet korrekt chronische Polyneuropathie. Deren Ursache sind meist Diabetes, übermässiger Alkoholkonsum, Viamin-B12-Mangel. Doch liegt keines davon vor. Was ist bloss die Ursache? Alles nur altersbedingt?

Kaum ein Arzt wird auf Vitamin-B6 als Verursacher kommen. Es wird nicht routinemässig überprüft. Es fehlt auch die Zeit, sich mit jedem Patienten durch den Wust an eingenommenen, freiverkäuflichen Produkten der letzten Jahre bis Jahrzehnte durchzukämpfen.

Und unsere Oma, mit jetzt 94 Jahren als Paradebeispiel, weiss wirklich nicht mehr, was sie alles wie lange eingeworfen hat. Sie bekommt ja kaum die lange Liste der vom Arzt verordneten Mittel zusammen.

Nach Absetzen bessern sich meist die Symptome der Überdosierung, aber nicht nicht immer vollständig. 

Gerade bei diesem Beispiel bleiben oft Nervenschädigungen zurück - und das von einem Mittel, das "sooo gut für die schwachen Nerven" sein sollte!

A-C-E, die vielbeworbenen Vitamine

verbessern die Gewinne der Hersteller enorm. Gerade in Produkten, deren Zielgruppe Kinder sind, ist diese Kombination ein Garant für hohe Verkaufsquoten. 

Sie verbessern das schlechte Gewissen der Käufer enorm, schliesslich futtert man ja was Gesundes mit diesem ungesunden Bonbon, dem süßen Getränk. Immerhin darf mittlerweile für diese Produkte nicht mehr damit geworben werden.

Vitamin C, korrekt Ascorbinsäure (als Laborerzeugnis) wird jedoch weiterhin beworben als "lebensnotwendiges Nahrungsergänzungsmittel zur täglichen Unterstützung des Immunsystems". Jeder weiss ja schliesslich,  dass Vitamin C-Mangel ungesund, gar gefährlich ist, oder?

Massive Überdosierung 

Fakt ist jedoch, dass wir in der BRD im Jahre 2026 definitiv keinen Viatmin-Mangel haben, z.B. an Ascorbinsäure (Vitamin C) wie die alten Seefahrer einst. 

Noch weniger mangelt es an meist gentechnisch hergestellter Ascorbinsäure, die als Konservierungsmittel in der Nahrungsmittelindustrie ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen ist, selbst bei  Bio-Produkten. 

In den letzten Jahrzehnten bekommen wir allein durch Nahrungsmittel so viel Ascorbinsäure zugeführt, dass wir in Gefahr der Überdosierung sind. 

Schauen Sie mal auf die Inhaltsstofflisten beim nächsten Einkauf. Sie werden staunen. Es gibt fast kein Nahrungsmittel mehr, in dem keine Ascorbinsäure (E300) zugegeben ist, als Antioxidanz, als Mehlbehandlungsmittel und Stabilisator. 

Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer weist daraufhin, dass 1 Scheibe Kinderwurst beim  Metzger mehr Ascorbinsäure enthält, als manche Brausetablette aus der Apotheke. 

Überdosierung macht krank

und schadet. 

Das ist in der Medizinforschung nix Neues, denn es wurden schon vor Jahrzehnten Studien (z.B. mit A-C-E) abgebrochen, weil die Patienten unter den Vitamingaben schwer erkrankten. 

Aktuell hier ein link zu einem lesenswerten Artikel des Deutschen Krebsforschungszentrums mit dem Titel: Vitamine und Spurenelemente: (K)ein Plus für die Gesundheit?

Darin werden viele Mythen weiter entzaubert. Statt "natürlich lang leben" mit Vitaminpillen (ein Werbeversprechen) kann sich im Gegenteil die Lebenerwartung drastisch verringen, kann Krebswachstum gefördert werden, entstehen  erst recht Symptome durch Wechsel- und Nebenwirkungen und Überdosierung. 

Doch diese Informationen verbreiten sich kaum. Sie werden nicht mit viel Etat, bunten Bildern und seitenweisen Annoncen in Illustrierten und Apothekenheftchen verbreitet. 

Die Wissenschaftler publizieren in Fachzeitschriften. Sie sind keine Dauergäste in Arztpraxen mit Koffern an Mustern und Broschüren. Sie sind keine Pharmavertreter, die in chicen Urlaubsorten Fortbildungen veranstalten.  

"Vitamin C ist lebensnotwendig und der Bedarf ist höher als bei anderen Vitaminen. Darum muss es regelmäßig von außen zugeführt werden"  als Werbeaussage auf einem Eimer Ascorbinsäure gilt leider nicht als Irreführung der Verbraucher. Denn sie bezieht sich sachlich auf Vitamin C (in natürlicher Form und Zufuhr), wie es im Sauerkraut, im  Apfel, im Grünkohl  reichlich vorhanden ist. 

Nicht jedes Verkaufsargument ist korrekt. Ebenso könnte Alt-Kanzler Helmut Schmidt zur Werbung für Zigarretten eingesetzt werden, weil er als Kettenraucher schliesslich über seiner hochdosierten Einnahme von Ascorbinsäure. 

Das eine ist nicht zwingend die logische Folge des anderen. Schön, dass der Chemiker so alt wurde, trotz seiner hochdosierten Ascorbinsäure-Einnahme. Seinen Nobelpreis hat er übrigens auch  nicht für Forschung im Bereich der Physiologie des Vitamin-Stoffwechsels bekommen.

Der echte Bedarf an Vitalstoffen

lässt sich keineswegs in Empfehlungen zur täglichen Tagesdosis  angeben, auf die sich leider Gesundheitswesen und Ernährungswissenschaft noch immer beziehen. 

Der tatsächliche Bedarf ist individuell und abhängig von vielen Faktoren, dass wir  keine Allgemeinempfehlungen und Laborwerte festlegen können. 

Den echten Bedarf können wir immer über einen gesunden Lebensstil decken, indem wir auf industriell bearbeitete Produkte möglichst verzichten. 

Ernähren wir uns überwiegend von frischem Gemüse der Region und Saison, deren Anbau weitgehend auf Schadstoffe durch Spritzmittel und Überdüngung verzichtet.

Mit abwechslungsreicher Ernährung kann kein Mangel durch zuwenig Zufuhr entstehen. Die Vitalstoffe aus frischem Grünzeug, aus Nüssen, Saaten, Hülsenfrüchten kann unser Organismus auch tatsächlich aufnehmen und verstoffwechseln. Eine Überdosierung ist so nicht möglich. 




 

  

 

 

10. August 2025

Spätsommer ist Herbstbeginn

 

Der Beginn des Herbstes hat sich ja schon während der Übergangszeit vom Sommer in den Spätsommer deutlich bemerkbar gemacht. Seit dem 07. August sind wir tatsächlich im ersten Herbstmonat, dem Spätsommer, angekommen.

Der Sommer zeigte sich schon mit heftigen Temperatursprüngen, heissen Tagen, viel Wind, Wind, Wind und immer wieder unsommerlicher Kühle. 

Die starke Herbstenergie 

ist in diesem Jahr sehr präsent. Wie eine Axt einen Baum, so trifft die starke Metall-Energie auf starke Holz-Energie. Wir spüren das als Spannung und Veränderung, die in der Luft liegt. Diese vorhersehbar unvorhersehbaren, extremen Umschwünge werden uns weiterhin in den Herbst begleiten. 

Das macht vielen Menschen auch auf der Körperebene zu schaffen. Verstärkt ist im Herbst mit Verdauungs-, Herzbeschwerden und Hautproblemen zu rechnen.

Wir erleben gerade Zeiten großer Veränderungen, im Kleinen, wie im Großen. Mancher Wandel trifft uns plötzlich, heftig und unerwartet, sogar schmerzlich. Viele Menschen verfallen dann in Angst und Panik. 

Doch weder angstvolles Erstarren, noch Aktionismus, Verdrängung, heftige Schuldzuweisungen helfen, um angemessen mit Veränderungen umzugehen. Angst ist der schlechteste Berater, dem wir folgen können!

All diese Veränderungen fordern uns, wachsam und bei uns selbst zu bleiben. Wir können andere nicht ändern. Uns selbst jedoch können wir jederzeit verändern. 

Kehren wir also immer wieder bewusst in die eigene Mitte zurück. Wann immer wir mit unserem Finger auf einen anderen zeigen, erinnern wir uns sofort: 

Drei Finger weisen immer auf uns selbst!

Pflegen wir unsere Mitte. Kümmern wir uns um uns selbst. Diese Aufgabe können nur wir selbst übernehmen. Das können wir keinem anderen überlassen. 

In vielen Situationen ist es das Beste, oft das Einzige, was wir machen können. Wir nehmen die Angst ernst, aber wir steigern uns nicht rein in eine Angstspirale. Wir atmen tief durch. Wir klären, wovor uns die Angst berechtigterweise warnt.

Dann leiten wir aus der inneren Ruhe und der gesammelten Kraft aus unserer Mitte heraus schrittweise die Not-wendigen Bewegungen und Veränderungen ein.

 

26. Juni 2025

Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam

 

Auf dem Bundesparteitag der SPD am 29. Juni 2025 soll ein Antrag (S. 184) beschlossen werden, der homöopathischen Arzneimitteln den Arzneimittelstatus entziehen will und sie mit Warnhinweisen versehen will.

Das ist ein Angriff auf 
Therapiefreiheit, 
Wahlfreiheit 
und Respekt 
im Gesundheitswesen.

Wir sagen:

Stoppt den Antrag G28! 
Für Vielfalt in der Medizin.

Lesestoff dazu gibt es in diesem pdf.

Und wir laden dich ein: 

Mach' mit – werde laut! 
Link

 

2. Juni 2025

Sommerzeit

 

Jahr für Jahr kommt  der Sommer,  mehr oder weniger deutlich spürbar ab Mitte Mai. Doch kein Sommer gleicht dem vorigen, jeder hat seine eigenen Nuancen. 


(Photo von Arkadius Neumann, Pixelio)

Die "grüne Yin-Schlange" 

als chin. Symbol repräsentiert die Energie in 2025. Der Erdenzweig "Schlange" selbst ist zusätzlich geprägt von Yin-Energie. Mythologisch spiegelt die Schlange Weisheit und  Intelligenz wider als Wappentier der göttlichen Strategin Athene. 

Im Tierreich zeigt uns das Tier diese Eigenschaften. Bei Kälte verfällt sie in Starre. Sie sucht Wärme und liebt das Sonnenbad in aller Ruhe. Doch wenn nötig, reagiert sie blitzschnell und bewegt sich geschmeidig. Wir können von ihr die  Geduld lernen, zu warten, bis die Zeit reif ist zum Handeln. 

Die Farbe grün symbolisiert die an sich yangige Holz-Energie. Mit einem Wort ist damit die Phase im Lebensrad beschrieben, in der neues Leben mit aller Macht erwacht, wie wir das bei jeder Geburt, in jedem Frühjahr, bei jedem Neuanfang beobachten können. Es ist vielleicht noch nicht viel Energie  da, aber die bringt alles in Bewegung, wie  kleine Kinder. 

Der Wind gehört als Ausdruck zur Holz-Phase. Er wirbelt alles auf, schafft Unruhe, rüttelt und zerrt an allen Strukturen. Holz-Energie und Wind nährt Feuer, facht jeden kleinen Funken an Hitzigkeit zusätzlich an. 

Wir können in 2025 also viel rauhen Wind erwarten, bis hin  zu Stürmen und Tornados. Dazu kommt Hitze. Das trocknet die Erde aus, bringt Dürren und wirbelt eine Menge Staub auf (auch im übertragenen Sinne). 

Sowohl der Erdenzweig als auch die Grundqualität von 2025 ist dagegen  Yin, also in ihrer Qualität regenerativ, ruhig, eher passiv, besonnen, behäbig, langsam. Dieses Jahr fordert, diese Qualitäten zu beachten. Denn die "grüne Schlange" facht Ungeduld, jugendlich-unreife Hitzköpfigkeit  und Unersättlichkeit an. 

Wir brauchen eine kühlen Kopf und weise Reife, um in dieser Energie gut zu leben und zu handeln. Und, gerade bei aller Hitze, sollten wir uns gut vor tückischem Wind hüten, der uns in die schweissnassen Poren fährt!

Tips für den Sommer 

Die drei Sommermonate Mai, Juni und Juli werden durch die Energie des Feuers belebt. Sie stehen in Zusammenhang mit Wachstum, Blüte und Reifen. Das Herz-Qi ist erfüllt von Feuerenergie, die uns aktiv sein lässt, uns nach draussen treibt, Kontakt und Kommunikation erleichtert. Feuer ist das Symbol für Yang schlechthin.

Zugluft erzeugt "Wind in den Leitbahnen"

Der Kopf ist der Treffpunkt aller Yang-Leitbahnen. Deshalb sollte er vor allem vor Windeinfluss gut geschützt werden. Im Schlafzimmer sollten wir Zugluft über dem Bett, v.a. am Kopfende vermeiden, um gesund zu bleiben. Meiden wir vor allem den eiskalten Wind, den Klimaanlagen in den Raum oder sogar  auf den Körper pusten, gerade im Auto oder am Arbeitsplatz.

Während der Sommermonate ist es förderlich, täglich 100-200 Male die Kopfhaut zu bürsten. Hierbei sollten wir eine gute Bürste verwenden, um die Kopfhaut nicht zu verletzen. Ausserdem sollten wir das an einem windstillen Platz machen. 

Diese einfache Technik vertreibt Wind aus den Leitbahnen und klärt die Augen. "Wind in den Leitbahnen" erzeugt z.B. Symptome,  die wir modern z.B. als Heuschnupfen und Allergien bezeichnen.  Doch  

Wind-Invasion 

provoziert auch ausgesprochen unangenehme Symptome. Darunter versteht die Chinesische Medizin z.B. Symptome, die plötzlich erscheinen, wandern, kommen und gehen wie der  Wind. Typisch sind die "plötzlich und  heftig" auftretenden  Virus-Erkrankungen.
 
Wenn sich jemand nach einem kalt-kühlenden Abendessen mit verschwitztem Körper an einem ungeschützten Ort zur Nachtruhe begibt, entstehen leicht Syndrome durch Wind-Blockade mit Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen, Sprachstörungen, und Lähmungen (westlich-modern sprechen wir von  Schlaganfallgeschehen, Neuralgien, etc).

Sommerhitze, aber Kälte-Durchfall

Im Kontrollzyklus der Beziehung zwischen den Wandlungsphasen kontrolliert Feuer das Metall. Metallenergie regiert die Lungen, und der zugeordnete Geschmack für das Netzwerk der Lungen ist das Scharfe. Im Sommer sollten wir bittere Speisen reduzieren, aber den scharfen Geschmack zur Nährung der Lungen bevorzugen.

Doch Vorsicht, die Dosis ist wichtig. Zu scharf sollten die Speisen nämlich nicht sein. Die meisten scharfen Gewürze sind zugleich stark erhitzend, wie z.B. Chili/Cayenne. Das schlägt ins Gegenteil um und führt durch die zu offenen Poren letztlich zur Auskühlung.

Wenn die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, neigt das Verdauungssystem leicht zu Erkältung. Die äussert sich oft in Form von Durchfällen. Typisch passiert das auf Reisen, meist durch eisgekühlte Getränke, Klimaanlagen etc.

Während dieser Zeit ist es sogar besonders ungünstig, einen solchen Kälte-Durchfall zu bekommen, weil der Körper damit wertvolles Yin-Qi verliert. Denn das Yin-Qi ist gerade zur Kühlung des Organismus wichtig.

Noch besser ist natürlich, damit zusammenhängende Symptome ganz zu vermeiden, in dem wir gerade während der Sommerhitze bewusst:

Wärmende Speisen essen
und kalte Getränke meiden!

Während der Sommersonnenwende beginnt die winterliche Yin-Energie ihre erneute Rückkehr, wenn auch zunächst im Verborgen zur mitternächtlichen Stunde. Zur Unterstützung sollte man deswegen in der Sommerzeit ein tonisierendes Dekokt für die Nieren zu sich nehmen. Das Herz ist zu dieser Zeit am überlaufen. Die Nieren jedoch haben ihre schwächste Phase. 

Trotz aller Hitze im Sommer ist es also völlig unangemessen, sich den Bauch mit (Eis-)gekühlten, kalten und gesüßten Getränken, und kalt-kühlenden Speisen, kalten Nudeln und Backwaren vollzuschlagen! Auch sehr Yin-reiche Nahrungsmittel, wie Auberginen und Rohkost, essen wir nur in kleinen Mengen.

All das führt zu Kälte im Verdauungstrakt. Die Folge sind die typischen sommerlichen Magen-Darm-Infektionen. 

Das Herz beruhigen

Fast noch wichtiger ist es zur Sommerzeit, seine Atmung zu regulieren und das Herz zu beruhigen. Die Vorstellung von Eiskristallen in Herz oder Magen würden eher die Hitze dort richtig aufflackern lassen, statt sie zu vermindern.

Es ist keineswegs so, dass heisse Dinge immer die Hitze fördern und Kälte kühlt.  So regt die eiskalte Dusche bei Hitze die Blutzirkulation an. Nach der ersten Abkühlung wird einemeher noch wärmer. Eine lauwarme Dusche dagegen kühlt sanft und beruhigt.
 
Natürlich bekommt nicht jeder gleich Symptome. Eine Person ist anfälliger, dem Anderen scheint alles nichts auszumachen. Eine Erklärung dafür... (hier weiterlesen.) 
 

Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life" 

 

15. April 2025

Kräuterei

 

Christiane und Johannes Thees von der Kräutergärtnerei Thees bieten ihre Jungpflanzen und Topfkräuter wieder ab Hof an. Folgende Gemüse Jungpflanzen sind wieder 2025 im Angebot:

 

24. März 2025

Qi Gong Termine

 

Diese Woche enden alle Kurse!

Im April ist Pause.
Es geht nach den Osterferien im Mai weiter. 

Ab  Di.,  06. Mai starten wir wieder
mit je 10 Terminen bis zu den Sommerferien. 

Die exakten Termine findet Ihr wieder im Kalender
(im Menue links, oder direkter  link)

 

Frühling, die intensivste Jahreszeit

 

Juchhu,  Früüühling. Endlich wieder Licht und steigende Temperaturen. Sichtbar, hörbar, spürbar regt sich überall neues Leben. Die Aktivität nimmt zu, in der Umwelt rund um uns. 

Die spezielle Energiequalität des Frühlings verstehen wir sofort, wenn wir einen Baum in Frühling mit allen Sinnen beobachten:

Ausbreiten

wie die Äste und Zweige dem Licht entgegen drängen. Das Grün und die Blüten explodieren gerade rund um uns förmlich. 

Aufsteigen

wie der Saft die Nährstoffe bis ganz nach oben verteilt, in jede Knospe, in jedes Blatt. Diese Zirkulation schenkt dem Baum an Saft und Kraft, damit er trotz seines harten Holzes geschmeidigt und biegsam bleibt.

Der Bambus gilt in der chinesischen Philosophie als der Inbegriff dieser Energie. Wer gut verwurzelt und saftig ist, der beugt sich den Stürmen des Lebens auch bis zum Boden. Doch wenn der  Sturm vorbei ist, dann richtet er sich in aller  Würde und Schönheit wieder auf.    





März und April

sind für uns die energetisch intensivsten Monate in diesem Jahr. Es zirkuliert eine enorme Wucht  an veränderlicher Energie rund um uns. Zusätzlich zum intensiven Frühlings-Qi flutet auch eine Menge an Informationen zu uns, die uns heftig bewegen.

In unseren Körper-Geist- und Seelenlandschaften sorgt die "Leber-Energie" nicht nur für die Zirkulation von Qi und Blut, sondern  auch für den freien Fluß an Gefühlen. 

 Harmonische Gefühle, das bedeutet nicht, immer gute Laune zu haben. Sondern Gefühle müssen angemessen kommen und gehen  dürfen, auch Ärger und Trauer. 

Kann das Leber-Qi gut arbeiten, können  unsere Gefühle  sich weiter wandeln ohne feststecken zu bleiben. Das nennen wir psychische Gesundheit, weil wir voller Vitalität immer wieder die innere Balance wiederfinden.

Ist das Leber-Qi dagegen überfordert, werden wir gereizt, gestresst, Frust und Ärger staut sich auf. Körperlich bilden sich Verspannungen,  Kopfweh, wir können nicht mehr gut durchschlafen. Auch das Verdauungssystem kommt zunehmen unter Druck und kann nicht mehr richtig arbeiten, weil das nervensystem nicht mehr ausreichend in den Ruhemodus umschalten kann.

Dann sollten wir dringend dafür  sorgen, dass unser Leber-Qi wieder entlastet wird.

Gut für sich selbst zu sorgen

ist sehr wichtig, nicht nur jetzt, aber jetzt besonders. 

Wir stärken die Zirkulation von Qi und Blut. Sanfte Bewegung tut gut. Regelmässig Spazierengehen ist der beste Gesundheitsport. So kommen wir wieder in unseren eigenen Rhythmus, atmen  tief durch an frischer Luft und tanken dabei Licht. Das Handy lassen wir bewusst zu Hause.

Statt im Mief und Kunstlicht des Fitnesstudios, mit Radiogedudel im Hintergrund auf der Tretmühle zu schwitzen, gehen wir besser flotten Schrittes eine Runde ums Dorf.

Wir  sollten nur die Informationen empfangen, mit denen unser Herz in Resonanz geht. Das wichtigste Fasten heutzutage ist Informations-Fasten!

(Das ist Thema für einen eigenen Beitrag)



28. Januar 2025

Ruhe vor dem Neumond

 

Der Mond galt in allen alten Kulturen als unser  Lehrer. Indem die Menschen die Rhythmik der Mondin beobachteten, fanden sie heraus, was  auch unsere Körper- Geist- und Seelenlandschaft braucht, um wieder in Harmonie mit dem Lauf des  Lebens zu kommen. Wir sehen am Nachthimmel das Spiel von Licht und Dunkelheit. 

Licht 

ist auch ein Symbol. Es steht für Bewusstsein, Achtsamkeit, für das aktive Denken und den  Intellekt. 

Dunkelheit

symbolisiert die unbewussten Kräfte, das Verborgene, das, was im Dunklen ruht - oder lauert?  Denn die Dunkelheit wird ja  auch wenig wert geschätzt, sondern macht vielen Menschen auch Angst.  

Doch geschieht Kraftsammeln, Heilung und Regeneration immer im Verborgenen, im Dunkel der Nacht, wenn wir ruhen und schlafen. Oder zu Zeiten, in denen wir uns bewusst Ruhe gönnen und  die  Augen zur Entspannung  schliessen.

Der dunkle Mond 

lehrt uns, dass zu diesen Zeiten der Intellekt wenig Priorität hat. Wir dürfen dem  Denken und der Rationalität Pause gönnen. Über viele Jahrhunderte blieben unsere Vorfahren in den Dunkelmondnächten wohlweislich zu Hause. Auch heute sind das nicht  die best-geeigneten Nächte für Outdoor-Parties ohne das erhellende Licht des Mondes.

Dunbkelmondnächte  laden aber  dazu ein, sich gemütlich einzukuscheln und früh schlafen zu gehen. Morgens dürfen wir es uns vielleicht auch mal gönnen, etwas länger liegen zu bleiben. 

Die Müdigkeit, die wir gerade in den Knochen spüren, ist die  Körperintelligenz, die uns dazu auffordert. Gerade jetzt können wir lernen, mehr unserem Bauchgefühl zu folgen. 

Die alten Chinesen nannten  den Solarplexus "das gelbe  Gehirn im Bauch". Hochspannend, dass die moderne  Neurologie  feststellt, dass dieses Nervengeflecht sogar wichtiger ist als das Gehirn im Kopf. Bei Schädigung des Gehirns können der Körper und seine  Funktionen noch prima ablaufen. Doch ist der Solarplexus geschädigt, kann der noch so hellste Verstand das  Leben nicht aufrecht erhalten!

Die Bauchweisheit ist allerdings nicht sonderlich gesprächig.Schon gar nicht, wenn wir Ruhe benötigen. Dann signalisiert er nur sehr spärlich "Daumen hoch/runter". 

Frag Dich selbst: "Soll ich  heute noch XY erledigen?" Achte nicht auf  den Verstand und sein Gelabere. Reagiert dein Bauchgefühl mit "Ugh....", dann ist das die Aufforderung, keine Energie dafür zu verschwenden. Spürst du dagegen einen neugierig-kraftvollen inneren Schub, dann bist du damit im Einklang.

In der Dunkelmondzeit unterstützen wir uns selbst  am besten, wenn wir genug Luft  für Ruhe und Pause im Terminplaner lassen. Das Regenerieren kann unser intelligenter Körper und die  Seele  von selbst. Wir müssen sie nur machen lassen! 

Zu viel umme Ohren für Pause!

Was tun, wenn wir viel zu viel zu tun haben, um uns Pausen zu gönnnen? Gerade das bedeutet, dass wir sie umso nötiger haben! 

Die Zeit, die du dir nicht für dein Wohlergehen nimmst, die nimmt sich  die Krankheit (irgendwann). Schlauer wäre, statt unplanbar irgendwann krank und schwach zu sein, lernen Ruhepausen zu planen.  

Strategische Disziplin

Es gibt Disziplin zum  Erledigen von Aktionen. Und es gibt beinharte Disziplin, sich zumindest zu dieser Zeit genug Schlaf  und Erholung zu schaffen. 

Wer übermüdet am Schreibtisch sitzt, schafft  nix  kraftvoll mehr weg, sondern verplempert unkonzentriert Energie. Eine halbe Stunde Mittagspause gibt soviel Energie, dass wir viel mehr wegschaffen können.

Es braucht keinen totalen Rückzug. Sondern Dunkelmondzeiten sind wie die gelbe Flagge beim Autorennen: Achtung, Gefahr im Verzug.  Langsam machen. Sich nicht vorwärts scheuchen. Vielleicht wäre jetzt die Gelegenheit  günstig für den strategischen Boxenstop. 

Wenn wir dazu bereit sind, erkennen wir auch die vielen kleinen Gelegenheiten, die uns zu Ruhe und Pause  einladen. Nutzen müssen  wir sie selbst. Geniessen wir die halbe Stunde Pause. 

 

Dunkelmondzeit

 

Bis zum 29. Januar  ist Dunkelmondzeit. Es sind die 3-4 Tage, bevor die schmale Sichel des Neumondes am Nachthimmel sichtbar wird. 

Viele Menschen empfinden allein das Wort "dunkel" als bedrohlich, zu sehr erinnert es unsere Seele an ferne Kindheitstage, als wir uns alleingelassen im Kinderbettchen in der Dunkelheit vor Monstern und Alpträumen gefürchtet haben.

Doch sind nicht zufällig in allen  Märchen die größten Schätze an den dunkelsten, geheimnisvollsten, schauerlichsten  Orten versteckt? Es lohnt sich, den Augen Zeit zu geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen - anstatt zu  flüchten oder diese Zeiten zu ignorieren:

Die Dunkelmond-Tage signalisieren  uns, dass ein Zyklus dem  Ende nahe ist. Diese Tage sind sehr bereichernd und nährend. Wenn wir uns nur die Zeit nehmen würden für einen Rückzug zur Regeneration!

Zu dieser Zeit können wir optimal wieder in  Einklang mit den natürlichen Rhythmen kommen. Der Zyklus des Mondes ist ein natürlicher, unterstützender Rhythmus, der alles auf dieser Erde bewegt. Wenn schon die ungeheuren Massen der Weltmeere im Takt der Mondin in Ebbe  und Flut mitschwappen, können wir uns leicht vorstellen, wie beweglich auch kleine Wassermassen  sind, z.B. die ca. 75% Wasser in unseren Körpern.

Es lohnt sich, in diesen Nächten gen Himmel zu schauen, in das  unendliche Meer der Sterne. Ohne Mondlicht werden sie umso besser sichtbar. Auch die Sicht in unser dunkles Innerstes von Körper und Geist wird nun für den inneren Blick leichter zugänglich. 

In diesen Tagen erleichtert es die Natur uns, zu entschleunigen. Wir sind oft müder und spüren unsere Erschöpfung stärker. Nehmen wir uns die Zeit dafür, vielleicht jeden Monat bewusst an diesen Tagen, haben wir einen wichtigen Schlüssel für unsere Gesundheit entdeckt.

Jetzt  können  wir optimal Nicht-Tun und unsere Essenz wieder auffüllen lassen. Es geht um das Sein lassen. Dann werden die Tage zu heilendem Balsam. Dieses alte Wort bezeichnet das heilende Harz der Bäume, das desinfiziert, Wunden verschliesst und  die  Heilung unter seinem Schutz ermöglicht. Diese  Mondphase wird nicht zufällig auch als  "balsamischer  Mond" bezeichnet.

8 Geschenke der Dunkelmondzeit:

Die himmlische Erlaubnis zum Nicht- und Nix-Tun!

In unserer hektischen  Alltagswelt brauchen wir dringend solche Zeiten der Beruhigung und des Ausruhens.  Wir dürfen faul sein, länger schlafen, genüsslich rumtrödeln.

Aus dem Nichts entsteht neue Energie!

Kurz vor der Dämmerung ist ess immer am dunkelsten. Dunkle Zeiten klären den Raum, schaffen Freiraum. Erst dann kann sich Neues in diesen leeren Raum ergiessen.

Befreiung geschieht auf allen Ebenen des Seins

Alle angesammelten Spannungen und Blockaden, die wir im vergangenen Monat angesammelt haben, können sich auflösen. Dasselbe geschieht jede Nacht, wenn wir im Schlaf die Anstrengung des Tages  loslassen. Dabei dürfen wir  auch all die Geschichten und Glaubenssätze loslassen, die wir  uns selbst erzählen.

Regeneration braucht Ruhe

Nur  in Ruhe schaltet unser Nervensystem in den Regenerationsmodus um. Nur in Ruhe kann der Körper sich effektiv regenerieren, reparieren und heilen. (Solange wir im aktiven Kampf- oder Flucht-Modus  unter Strom stehen, werden Stresshormone ausgeschüttet. Die Verarbeitung und Regeneration sind weitgehend abgeschaltet.) Um zu regenerieren und zu heilen, brauchen wir Nichts zu tun. Dein Sysstem weiss, was zu tun ist. Es geht vielmehr um Geschehen-lassen!

Pause, Zeit zum nach Innen lauschen

Lerne in dieser Ruhephase, nach Innen zu lauschen. Was sind Deine wirklichen Bedürfnisse? Im Alltag hören wir oft nur  den permanent plappernden Verstand. Was sagt die leise, oft  kaum noch hörbare Stimme des Bauchgefühls? Sehr häufig hat sie nämlich ganz andere Bedürfnisse. Die Kunst der Selbstfürsorge müssen viele Menschen erst wieder lernen. Wie gut kümmern wir uns um uns (wie eine liebevolle Mutter) um uns  selbst?

In Ruhe die Prioritäten neu sortieren

Es geschieht durch ruhiges Beobachten. Es ist wie an einer Unfallstelle. Wer am lautesten schreit, dem geht es meist noch gut genug. So ist es auch mit den Themen. Die höchste  Priorität brauchen meist die Themen, die wir gerne und erfolgreich verdrängen. Erst bei ruhiger Innenschau kommt der Aha!-Effekt.

Mehr Selbst-Wert und -bewusstsein schafft stabile Grenzen

Mit bewusst neu gesetzten Prioritäten können wir unsere Grenzen besser verteidigen,  wenn wieder Zeit zu Aktion gekommen  ist. Es fällt dann leichter, "Nein" zu sagen, wenn  es uns etwas nicht gut tut.

Echte Präsenz

Diese monatliche Übung hilft uns, im Hier und Jetzt präsent zu sein.  Die meisten Menschen vergeuden ihre Energie mit den Sorgen des Morgen und dem "alten Mist" von GesternWenn wir ver-geben, vergeben wir nicht  anderen, sondern lassen los. Das erleichtert uns  selbst das Leben.


6. Oktober 2024

Seminar: Erwecke die Göttinnen in dir!


KAOUTHAR kommt noch einmal in diesem Jahr
nach Willich (Lichthof)
am 30.11.2024, 11-17 Uhr

Jetzt mit Frühbucherrabatt: €218
(Normalpreis €318) 

Anmeldung und mehr Informationen hier!

Durch den uralten "Tanz der Göttinnen" (Raqsat Al Ilahat, Mesopotamien, seit 4000 Jahren von Frauen getanzt) lernst du eine liebevolle und positive Verbindung mit deinem Körper herzustellen, deine Sinnlichkeit zu steigern und deine weibliche Kraft zu befreien. 

Wir sind göttliche Wesen, die menschliche Erfahrungen machen. Dieses intensiven Tanzseminar führt dich durch einen kraftvollen, schrittweisen Heilungsprozess. Du erweckst den Zugang zur Kraft der Göttinnen in dir. 

Du tanzt in einem intimen und sicheren Sisterhood Tribe mit inspirierenden und lustigen Frauen, um einen einzigartigen "Female Team Spirit" zu schaffen, der nährend und unterstützend ist.

(Kaouthar spricht Englisch, Niederländisch Französisch und etwas Deutsch. Petra wird wieder übersetzen, soweit nötig.)

Du hast noch nicht von KAOUTHAR gehört?

Dann lerne diese wunderbare und mitreissende Frau unbedingt kennen, z.B. über ihre website und durch ihre temperamentvollen TEDx-Talks: 


"Dare to be femine":




"Thank God for our Vagina":

 





26. Februar 2024

Früüüühling!

 

Die Osterglocken haben den Winter mit den Narren gemeinsam zum Tor hinaus geläutet. Was ein furioser Frühlingsbeginn, tatsächlich, es war Anfang Februar!

 Selbst die Stare sind jetzt schon da - oder waren vielleicht gar nicht weggezogen ? Das erste Drittel des Frühlings haben wir jedenfalls schon hinter uns.

Gesundheit und Entspannung fördern während der Frühlingsmonate

(Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life")

Die drei Monate des Frühlings (Februar, März, April)
sind die Zeit der Erneuerung:

das Alte und Abgestandene verschwindet,
Himmel und Erde erwachen zu neuem Leben
und alles erblüht.


(Photo ©berwis/www.PIXELIO.de)

Schlafe in der Nacht und stehe zeitig auf, schreite frei über den Hof, öffne Deine Haare und gebe Dich ganz dem wohligen Gefühl des morgendlichen Spazierens hin; auf diese Weise solltest Du im Frühling Deine Geister erwecken. 

Fördere alles Leben und töte nicht, sei großzügig und gefällig, gib aus freien Stücken und strafe nicht. Das ist die angemessene Art und Weise, das Qi des Frühlings zu ehren und in dieser Jahreszeit das Leben zu nähren. 

Es ist die Zeit, durch Gärten und Wälder zu wandern, sich gemütlich niederzulasen an Rastplätzen mit schöner Aussicht und die ruhige Sicht der Natur auf sich einwirken zu lassen. Öffne Dein Herz, lass alle stockende Energie los, und ermutige so das aufbrechende Qi von Geburt, Leben und Erneuerung zu fliessen.

In dieser Zeit wäre es wider der Dynamik der Natur, sorgenbekümmert herumzusitzen und immer stagnierter und depressiver zu werden. 

Gerade alte Menschen sollten sich nicht der Versuchung dauerhafter oraler Genüsse und Überesssen auf nüchternen Magen hingeben, sonst leidet ihre Gesundheit sehr sicher. 

Für sie wäre es auch ein Fehler, jetzt schon die gefütterte Winterkleidung abzulegen, gerade wenn das Wetter zwischen warm und kalt hin- und herspringt. Typisch für alte Menschen ist ein schwaches Qi, brüchige Knochen und ein zarter Körper, der für Wind-Kälte-Attacken sehr empfänglich ist. Da deren Körperoberfläche leicht durchdrungen wird, sollten sie stets Kleidung griffbereit haben, die sie dann beiseite legen können, wenn die Sonne herauskommt. 

Schäle Dich nacheinander aus den wärmenden Schichten, und werfe nicht alle Kleidung auf einmal ab! 

Sich diesen Grundsätzen des jahreszeitlichen Flusses zu wiedersetzen, führt zu ernsten Störungen des Leber-Netzwerkes.

Zur Wandlungsphase Holz und dem Funktionskreis Leber wird... Hier weiterlesen!

 

31. Juli 2023

Qi Gong ab September



Die Übergangsphase vom Sommer in den Herbst ist spürbar gekommen. Das ist die Erinnerung, dass es Zeit ist, die neuen QigOng-Kurse anzukündigen:

Ab September gibt es wieder
zwei Gruppen in Raderbroich:

Mittwochs, 19:30-20:30h
und
Donnerstags, 10-11h
(Anmeldung ab jetzt bei mir)

 

Es gibt auch wieder eine Gruppe
in der Physio-Praxis Mechelinck:

Dienstags, 19:30h - 20:30h
(Anmeldung über die Praxis Mechelinck)


Die Gruppen sind klein, dafür intensiv
über 10 Termine bis Ende November
für 120,-€ Beitrag. 

Durch Herbstferien und Feiertag gibt es zwei kleine Pausen. (Die genauen Daten können in nebenstehendem Kurskalender nachgesehen werden.) 

 

 

18. April 2023

Langsam machen in aufregende Zeiten

 

Thich Nhat Hanh, der Meister der achtsamen Geh-Meditation, übt mit seinen Schülern das Gehen, Schritt für Schritt. 

Alles, was im Moment zählt, 
ist das Setzen dieses einen Fußes auf die Erde:

Ich atme ein, setze diesen Fuß.
Ich atme aus, nächster Schritt. 

Wohin die Schritte führen, spielt keine Rolle. Wichtig ist zur Zeit die Achtsamkeit, diesen Schritt zu erreichen, ohne dabei ausser Atem zu kommen. 

Dies ist eine gute Praxis für die Wochen die vor uns liegen. Immer, wenn alles so quälend langsam voran zu gehen scheint; wenn die anderen Autofahrer alle wie lahme Schnecken kriechen; wenn die Warteschlange kein Ende nimmt und jeder noch eine Extrawurst will, dann haben wir die Wahl: 

Entweder wir reagieren ungeduldig und frustiert. Dann laufen wir Gefahr, einen Auffahrunfall zu provozieren; dann finden wir zielsicher die berühmte Bananenschale, bzw. geraten auf zwischenmenschliches Glatteis und landen unsaft auf dem Allerwertesten.

Oder wir nutzen diese Gelegenheit, um unsere Achtung vor dem Leben zu vertiefen. Das ist der Lohn, den solche schwierigen Zeiten uns schenken. Den bekommen wir jedoch nicht im "Vorbeirennen".

Zur Zeit nimmt sich unser Verstand eine Auszeit. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass strategisch-rationales Denken zur Zeit eher schwerfällt, die nötige Konzentration fehlt, die Gedanken nicht ganz klar sind. Der rationale Geist macht gerade Ruhepause (bis ca. Mitte Mai).

Doch ist  auch diese Phase eine Chance: denn der Verstand ist keineswegs untätig, sondern schweift ab und kann die Dinge durchaus aus einer ganz anderen, ungewohnten Perspektive erkennen. 

Das kann uns die Möglichkeit eröffnen, für alte Probleme vielleicht nun ungewöhliche, brilliante Lösungen zu finden? Doch müssen wir diesen Prozess zulassen, ihm die Zeit und Ruhe geben, die es braucht.

Oder wir drängeln vorwärts und verbreiten Hektik. Das kann dazu führen, dass wir unsanft auf dem Hintern landen, weil wir nicht aufmerksam genug waren...

Hilfreich ist:

Einatmen, Schritt.
Ausatmen, Schritt.
... und den Humor nicht verlieren!
Lächeln.

Quellen:

Thich Nhat Hanh, Geh-Meditation, Arkana-Verlag, Buch mit CD

Dies ist meine freie Übersetzung von Dana Gerhardt, "Solar Eclipse + Mercury-Retrograde = Slow Down", https://mooncircles.com

 

28. September 2022

Wärmezufuhr reguliert Fieber

 

Zunächst erscheint es paradox, Wärme zuzuführen, während die Körpertemperatur bei Fieber ansteigt. Das Warmhalten mit Bettwärme, Wärmflasche und Körnerkissen, sowie Wärmeanwendungen wie heisse und sogar ansteigende Fußbäder sind dennoch bewährte Hausmittel. 

In den Medizinsystemen des Nahen Ostens und Asiens finden wir über diese üblichen Massnahmen hinaus auch therapeutische Anwendung von gezielter Wärme. Hier wird "Gleiches  mit Gleichem" behandelt. 

Die dahinterliegende Idee ist, das Fieber nicht als lästiges Symptom zu sehen, das beseitigt werden muss. Symptome sind vielmehr die Heilmittel der Selbstheilungskraft.

Daten aus eine Forschungsarbeit der Universität Witten/Herdecke zeigen sogar, dass nach  Wärmeanwendungen teilweise die Körpertemperatur absinkt. Diese Entlastung kann dazu führen, dass man sich trotz Fieber etwas wohler fühlt und das Fieber nicht übermässig ansteigt. 

„Wir vermuten, dass Wärmeanwendungen den Körper in der energieintensiven und unangenehmen Phase des Fieberanstiegs entlasten. Schließlich muss der Patient oder die Patientin so weniger Wärme selbst produzieren, um den Infekt zu bekämpfen“, schreiben die Wissenschaftler.

Die Hinweise aus der Übersichtsarbeit werden am Lehrstuhl weiter erforscht. Das Projekt mit Studien zur klinischen Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Wärme und Fieber, läuft seit 2016. Die bisherigen Ergebnisse werden auf der Projektseite www.feverapp.de veröffentlicht, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert ist.

Wenn Sie als Eltern an der Forschung teilnehmen wollen, dann sprechen Sie ihren Kinder-/Hausarzt an, ob seine Praxis teilnimmt. Über diese bekommen Sie dann den Zugang  zum Projekt.

Quelle:
Pressemitteilung/Universität Witten/Herdecke,
Originalpublikation zur Übersichtsstudie:

Krafft, H. S., Raak, C. K., & Martin, D. D. (2022). Hydrotherapeutic Heat Application as Support in Febrile Patients: A Scoping Review. Journal of Integrative and Complementary Medicine 2022. https://doi.org/10.1089/jicm.2022.0565