30. März 2026

Der Wechsel und Wandel der Wechseljahre


Der Wechsel und Wandel der Wechseljahre ist ein Thema, das oft unterschätzt wird, von den betroffenen Frauen so gut es geht verdrängt und von der Schulmedizin total vernachlässigt wird, bzw. medikamentös  mit Hormonersatz unterdrückt.

Dazu gibt es mittlerweile auch endlich Lesestoff von Frauen für Frauen. Das Buch einer Frauenärztin hat es sogar auf die Bestsellerlisten geschafft (Dr. Sheila de Liz, Woman on Fire). 

Selbst Gynäkologen haben meist wenig Ahnung (und noch weniger Zeit, den Patientinnen etwas zu erklären) Das liegt daran, dass die Wechseljahre in der Facharzt-Ausbildung nur ein Randthema sind. In der Medizin-Forschung sind sie fast gar nicht thematisiert.

Per Zufall bin ich über eine gut gemachte, sehr informative "Graphic Novel" gestolpert, die gerade frisch erschienen ist. Viele Fragen werden einfach und verständlich erklärt:

 

Titel
Rinah Lang, PeriMeno,
Carlsen-Verlag

Denn das meiste, das im Körper einer Frau nach  der fruchtbaren Phase passiert, ist bis heute unbekannt oder erscheint unlogisch. Die Ursache der bekannten Hitzewallungen z.B. sind physiologisch bis heute ungeklärt, sogar eigentlich sehr widersprüchlich zu den bekannten Abläufen. Dabei sind die Hitzewellen, auch aus eigener Erfahrungsogar sehr Kraft zehrend und anstrengend. Sie sind alles andere als witzig, sondern nur mit Humor zu ertragen.

 

Ebenfalls unerklärlich ist, warum viele Frauen unter vielen, komplexen Symptomen leiden, andere nur minimal betroffen sind. Was wir jedoch wissen, ist, dass sich das  gesamte Hormonsystem tiefgreifend verändert. Das beeinflusst den Organismus von Organfunktionen über den Bewegungsapparat bis zu den Emotionen. 

  

 

Immer wieder fragen mich Frauen in der Therapie, was da eigentlich in dieser Lebensphase im Körper passiert, wie all das das zusammenhängt und was sie selbst tun können. Darauf gibt es leider keine einfache, schnelle, allgemeingültige Antwort. 

 

Je nach Phase, Lebensumständen, Symptomen und Bedürfnissen müssen wir auch die Unterstützung anpassen. Es braucht das richtige Mittel zur richtigen Zeit für die passende Patientin. Nur mit Hormon-Tabletten-Verschreiben ist es definitiv nicht getan. 

Es gibt auch kein alternatives, pflanzliches Mittel, das immer nebenwirkungsfrei passt. Der Schuss kann auch nach hinten losgehen, wenn blind jeder Patientin das gleiche Präparat empfohlen wird. 

Wir wissen auch, dass in Gesellschaften, deren Lebensweise (noch) sehr naturverbunden ist, die Frauen keine Beschwerden mit diesem Übergang haben. Das liegt keineswegs an anderer "Genetik", sondern an einem anderen Weltbild von sich als Frau. 

In diesem Buch gab es glatt auch ein Wiedersehen mit einer lieb gewonnenen Kolleginnen und Lehrerin:

Kaouthar lehrt und ermutigt Frauen allen Alters, zu wagen FRAU zu sein. Statt uns gerade im Beruf an männlichen Attributen zu orientieren, sollten wir besser verstehen, dass wir Qualitäten haben, die unsere maskulin geprägte Geschäftswelt dringen braucht. 

Emanzipation heisst nämlich nicht, maskuliner und tougher aufzutreten, als die Männer. Finden wir durch Tanzen, durch QiGong, o.ä. in spielerischem Miteinander unseren eigenen Ausdruck. So folgen wir dem Weg unserer Bestimmung als weibliches Wesen, weder besser noch schlechter, sondern auf andere Weise.

Das heisst auch, lernen Rücksicht zu nehmen, zu erst auf sich. Das bedingt auch auf andere zu achten. Die meiste Unterstützung können sich die Frauen sogar selbst geben, indem sie ihren Lebenstil überprüfen und anpassen. Wer durch Familie und Job schon mächtig unter Druck steht, muss nicht auch noch (Leistungs-)Sport ausüben oder den Körper durch Fehlernährung zusätzlich belasten.

Neugierig geworden?
Es lohnt sich. An manchen Stellen erkenne ich fast meine eigenen  Worte wieder, als wäre die Autorin bei mir Patientin. Hier sogar druckreif illustriert zum Nachlesen! 

Hier im Kulturkaufhaus bestellen oder im Buchhandel.

 

 

 

 

 

QiGong nach Ostern


Ab dem 14. April üben wir wieder gemeinsam:

4x in Folge 
bis zum 07. Mai.

Dann ist Pfingst-Pause.

Ab dem 09. Juni geht es weiter,
über 6 Termine bis zum 16. Juli.

 

18. Februar 2026

Schilddrüsen-Medikamentation

 

Die Bestimmung des TSH-Wertes ist Teil der routinemässigen Blutuntersuchung in den Hausarzt-Praxen. 

Doch bei vielen Patienten wird vorschnell die Diagnose einer  Schilddrüsen-Unterfunktion gestellt und mit dem Schilddrüsen-Hormon behandelt. 

Dabei bräuchten ca. 25% der Patienten, die ein Schilddrüsen-Hormon verschrieben bekommen, dieses gar nicht.  

Ältere Patienten 

Gerade ältere Patientinnen bekommen oft seit Jahrzehnten immer die gleiche Dosis verschrieben. Überprüft und angepasst wird selten bis gar nicht. 

Dabei  schadet die Hormongabe sogar all zu oft. Wird der TSH zu sehr gesenkt, erhöht sich z.B. das Risiko für Vorhofflimmern.

Schilddrüsenknoten  

Vor Jahrzehnten war es auch üblich, jeden zufällig gefundenen Schilddrüsenknoten immer mit Hormongaben zu behandeln. Doch längst nicht jeder Patient hat von der Medikamentation profitiert. Heute beobachtet man diese zunächst und wartet ab. 

TSH-Wert 

Ein erhöhter TSH-Wert KANN ein Hinweis auf Unterfunktion sein, der allein allein kaum Aussagekraft hat. 

Der TSH-Spiegel schwankt je nach Bedarf im Körper. Je nach Tageszeit, Jahreszeit, bei Schlafmangel, Streß, körperlicher Anstrengung, Infektionen oder auch bei Übergewicht verändern sich die Werte. 

Entscheidend für die Diagnose von Schilddrüsen-Störungen sind daher nicht Routine-Laborwerte, sondern immer die Symptomatik des Patienten! 

Überfunktion per Rezept 

Wenn weder Symptome einer Unterfunktion, noch wirklich eine vorliegt, wird per Medikament eine Überfunktion per Rezept erzeugt.  

Die führt im besten Falle zu "harmlosen" Symptomen wie innerer Unruhe und Nervosität. Doch Schlaflosigkeit, erhöhter Blutdruck bis hin zu Vorhofflimmern sind ernste Symptome. 

Leider wird in der Praxis dann meist nicht die unsinnige Thyroxin-Tablette in Frage gestellt. Sondern es werden Medikamente mit weiteren Nebenwirkungen verordnet, um die Nebenwirkung des überflüssigen Medikamentes zu kontrollieren!

Unterfunktion

Bestehen Symptome, die einen berechtigten Verdacht auf Unterfunktion begründen, müssen daher immer mehrere Labor-Werte bestimmt werden, um den Verdacht zu bestätigen. Ausserdem sollten die Werte über längere Zeit beobachtet werden.

Dazu gehören die freien Schilddrüsenhormone t3 und t4,  die Leberwerte und eine Ultraschalluntersuchung des Organs. 

Auch der Nachweis von Antikörpern gegen das eigene Schilddrüsengewebe (TPO-Ak, TG-Ak und TRAK) sollten  dann mitbestimmt werden. Denn immer häufiger steckt eine Autoimmun-Erkrankung der Schilddrüse hinter den Symptomen:

Hashimoto-Thyreoditis

Diese Auto-Immun-Erkrankung kann sowohl zu Über- als auch zu Unterfunktion der Schilddrüse führen. Denn je nach stressbedingter Belastung wechseln die Phasen hin- und her. 

Und nicht jeder Patient mit M. Hashimoto befindet sich z.B. in der Unterfunktion, wenn er chronisch übermüdet ist. Manchmal steckt schlicht Schlafmangel dahinter, wie bei einem meiner Patienten.

Eine Hormonbehandlung verschlechtert dann die Symptome und facht das Autoimmungeschehen zusätzlich an!

Behandlung von SD-Störungen

Zur Behandlung sowohl einer Über- als auch der Unterfunktion braucht es also immer viel mehr als nur Routine-Labor.  Dazu braucht es auch eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit des Behandlers mit dem Patienten.

Der Patient muss lernen, im Alltag seine tatsächlichen Symptome gründlich zu beobachten.  Der Arzt muss  sich die Zeit nehmen, diese mit dem Patienten zu besprechen.  

Auch die Anpassung an die tatsächlich notwendige Hormon-Dosis muss in kleinen Schritten unter Kontrolle und über längere Zeit erfolgen.

Ausserdem muss sie je nach Lebensphase neu angepasst werden. Ob Wechseljahre und Schwangerschaft bei Frauen oder Pensionierung bei Männern, all dies verändert den Hormonhaushalt im Organismus!

NICHT einfach absetzen!

Vorsicht, auch Schilddrüsen-Hormone (wie viele andere verschreibungspflichtige Medikamente) dürfen keinesfalls einfach abgesetzt werden. 

Der Organismus fällt dann in eine plötzliche Unterfunktion, die  durchaus nicht  nur unangenehm werden, sondern durchaus zu ernsten Symptomen führen kann.

 


 

 


Kann ja nicht schaden...


Es gibt es kaum einen Menschen hierzulande, der keine Ergänzungsmittel nimmt, oft empfohlen vom Arzt, Apotheker, von lieben MenschenUnd meist nicht nur eines, sondern meist mehre Präparate, und oft hochdosierte Kombinationen aus vielen Wirkstoffen.

Mittlerweile bekommt fast jeder, spätestens nach einer Blutabnahme zum Ende des Winters hochdosierte Vitamin-D-Vorstufe  vom Arzt verschrieben.  (mehr Details dazu hier)

Marketing bedeutet, Bedarf für Dinge zu schaffen, die kein Mensch braucht. Die Herstellungskosten sind minimal, das meiste kosten die chicen Verpackungen und die Vermarktung. Für all diese Mittel wird aggressiv geworben. 

Der Ertrag ist riesig, die Produkthaftung vernachlässigbar, denn es sind ja keine Arzneimittel. Deswegen brauchen die keinen Beipackzettel, wie Arzneimittel.  

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen  mit anderen Mitteln werden nicht erwähnt. Von den Symptomen, die übermässige Zufuhr verursachen, wird nie gesprochen. 

Da muss sich der Kunde schon selbst informieren. Macht aber keiner. 

Tante Frida hat gesagt, XY hätte der Nachbarin sooo toll gehelfen. Also schnell gekauft und gleich genommen. Unsere Oma z.B., die hat von ihrer Lieblingsfima aus der Fernsehzeitschrift fast das ganze Sortiment im Schrank, seit Jahrzehnten. 

Medikament, Arznei, Ergänzung

Diese Begriffe verwirren Verbraucher. Medikamente unterliegen hohen Kontrollen. Sie dürfen nur in Apotheken verkauft werden. Manche dürfen dort nur mit Rezept eines Arztes  abgegeben werden.

Doch oft haben selbst hochdosierte Präparate keine Zulassung als Apotheken-pflichtige Arzneimittel, sondern gelten als freiverkäufliche Mittel, bzw. Nahrungsergänzungsmittel (NEM). So werden sie in Drogerie- und Supermärkten verkauft und füllen dort ganze Regale. 

Dazu kommen Mittel, die über das Internet, aus dem Ausland gekauft werden. Die entsprechen nicht den hiesigen Vorgaben an Deklaration der Inhaltsstoffe. Längst ist nicht das drin, was versprochen wurde. (Doch das ist ein ganz anderes Thema...)

Kann ja nicht schaden...

lautet die Devise. 

Es wird ja ausserdem im TV und in jeder Zeitschrift beworben und das Blaue vom Himmel versprochen, Schmerzfreiheit, Anit-Aging, Immun-fit - und mit all den Mangelerscheinungen gedroht, wenn diese Präparate nicht genommen werden.  

Als Beispiel dient hier ein Mittel, das "so schön die Nerven stärkt, sogar Nervenerkrankungen vorbeugen und Nervenschäden verringern soll, den Energiestoffwechsel unterstützt, Müdigkeit & Ermüdung verbessert".  Alles Aussagen aus der aus der Werbung, brav nachgeplappert von unserer Oma.

Nach jahrelanger Einnahme landen genau diese Patienten dann beim Hausarzt oder Neurologen, weil sie immer unsicherer auf den Beinen werden, weil die Missempfindungen, das Kribbeln und die Taubheit in den Füßen und Beinen zugenommen haben. 

Die Diagnose lautet korrekt chronische Polyneuropathie. Deren Ursache sind meist Diabetes, übermässiger Alkoholkonsum, Viamin-B12-Mangel. Doch liegt keines davon vor. Was ist bloss die Ursache? Alles nur altersbedingt?

Kaum ein Arzt wird auf Vitamin-B6 als Verursacher kommen. Es wird nicht routinemässig überprüft. Es fehlt auch die Zeit, sich mit jedem Patienten durch den Wust an eingenommenen, freiverkäuflichen Produkten der letzten Jahre bis Jahrzehnte durchzukämpfen.

Und unsere Oma, mit jetzt 94 Jahren als Paradebeispiel, weiss wirklich nicht mehr, was sie alles wie lange eingeworfen hat. Sie bekommt ja kaum die lange Liste der vom Arzt verordneten Mittel zusammen.

Nach Absetzen bessern sich meist die Symptome der Überdosierung, aber nicht nicht immer vollständig. 

Gerade bei diesem Beispiel bleiben oft Nervenschädigungen zurück - und das von einem Mittel, das "sooo gut für die schwachen Nerven" sein sollte!

A-C-E, die vielbeworbenen Vitamine

verbessern die Gewinne der Hersteller enorm. Gerade in Produkten, deren Zielgruppe Kinder sind, ist diese Kombination ein Garant für hohe Verkaufsquoten. 

Sie verbessern das schlechte Gewissen der Käufer enorm, schliesslich futtert man ja was Gesundes mit diesem ungesunden Bonbon, dem süßen Getränk. Immerhin darf mittlerweile für diese Produkte nicht mehr damit geworben werden.

Vitamin C, korrekt Ascorbinsäure (als Laborerzeugnis) wird jedoch weiterhin beworben als "lebensnotwendiges Nahrungsergänzungsmittel zur täglichen Unterstützung des Immunsystems". Jeder weiss ja schliesslich,  dass Vitamin C-Mangel ungesund, gar gefährlich ist, oder?

Massive Überdosierung 

Fakt ist jedoch, dass wir in der BRD im Jahre 2026 definitiv keinen Viatmin-Mangel haben, z.B. an Ascorbinsäure (Vitamin C) wie die alten Seefahrer einst. 

Noch weniger mangelt es an meist gentechnisch hergestellter Ascorbinsäure, die als Konservierungsmittel in der Nahrungsmittelindustrie ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen ist, selbst bei  Bio-Produkten. 

In den letzten Jahrzehnten bekommen wir allein durch Nahrungsmittel so viel Ascorbinsäure zugeführt, dass wir in Gefahr der Überdosierung sind. 

Schauen Sie mal auf die Inhaltsstofflisten beim nächsten Einkauf. Sie werden staunen. Es gibt fast kein Nahrungsmittel mehr, in dem keine Ascorbinsäure (E300) zugegeben ist, als Antioxidanz, als Mehlbehandlungsmittel und Stabilisator. 

Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer weist daraufhin, dass 1 Scheibe Kinderwurst beim  Metzger mehr Ascorbinsäure enthält, als manche Brausetablette aus der Apotheke. 

Überdosierung macht krank

und schadet. 

Das ist in der Medizinforschung nix Neues, denn es wurden schon vor Jahrzehnten Studien (z.B. mit A-C-E) abgebrochen, weil die Patienten unter den Vitamingaben schwer erkrankten. 

Aktuell hier ein link zu einem lesenswerten Artikel des Deutschen Krebsforschungszentrums mit dem Titel: Vitamine und Spurenelemente: (K)ein Plus für die Gesundheit?

Darin werden viele Mythen weiter entzaubert. Statt "natürlich lang leben" mit Vitaminpillen (ein Werbeversprechen) kann sich im Gegenteil die Lebenerwartung drastisch verringen, kann Krebswachstum gefördert werden, entstehen  erst recht Symptome durch Wechsel- und Nebenwirkungen und Überdosierung. 

Doch diese Informationen verbreiten sich kaum. Sie werden nicht mit viel Etat, bunten Bildern und seitenweisen Annoncen in Illustrierten und Apothekenheftchen verbreitet. 

Die Wissenschaftler publizieren in Fachzeitschriften. Sie sind keine Dauergäste in Arztpraxen mit Koffern an Mustern und Broschüren. Sie sind keine Pharmavertreter, die in chicen Urlaubsorten Fortbildungen veranstalten.  

"Vitamin C ist lebensnotwendig und der Bedarf ist höher als bei anderen Vitaminen. Darum muss es regelmäßig von außen zugeführt werden"  als Werbeaussage auf einem Eimer Ascorbinsäure gilt leider nicht als Irreführung der Verbraucher. Denn sie bezieht sich sachlich auf Vitamin C (in natürlicher Form und Zufuhr), wie es im Sauerkraut, im  Apfel, im Grünkohl  reichlich vorhanden ist. 

Nicht jedes Verkaufsargument ist korrekt. Ebenso könnte Alt-Kanzler Helmut Schmidt zur Werbung für Zigarretten eingesetzt werden, weil er als Kettenraucher schliesslich über seiner hochdosierten Einnahme von Ascorbinsäure. 

Das eine ist nicht zwingend die logische Folge des anderen. Schön, dass der Chemiker so alt wurde, trotz seiner hochdosierten Ascorbinsäure-Einnahme. Seinen Nobelpreis hat er übrigens auch  nicht für Forschung im Bereich der Physiologie des Vitamin-Stoffwechsels bekommen.

Der echte Bedarf an Vitalstoffen

lässt sich keineswegs in Empfehlungen zur täglichen Tagesdosis  angeben, auf die sich leider Gesundheitswesen und Ernährungswissenschaft noch immer beziehen. 

Der tatsächliche Bedarf ist individuell und abhängig von vielen Faktoren, dass wir  keine Allgemeinempfehlungen und Laborwerte festlegen können. 

Den echten Bedarf können wir immer über einen gesunden Lebensstil decken, indem wir auf industriell bearbeitete Produkte möglichst verzichten. 

Ernähren wir uns überwiegend von frischem Gemüse der Region und Saison, deren Anbau weitgehend auf Schadstoffe durch Spritzmittel und Überdüngung verzichtet.

Mit abwechslungsreicher Ernährung kann kein Mangel durch zuwenig Zufuhr entstehen. Die Vitalstoffe aus frischem Grünzeug, aus Nüssen, Saaten, Hülsenfrüchten kann unser Organismus auch tatsächlich aufnehmen und verstoffwechseln. Eine Überdosierung ist so nicht möglich. 




 

  

 

 

Winterlicher Vitamin D-Mangel

(aktualisierte Version, Feb. 2026)

Wohin man hört und liest (und das muss noch nicht mal eines der kostenlosen, verkaufsfördernden Industrieblättchen für ältere Patienten sein) sein, leidet mindestens jeder Zweite unter Vitamin-D-Mangel. 
 
Auch Autoimmunerkrankungen und Depressionen sollen auf Vitamin-D-Mangel zurückzuführen sein. Bei vielen Krebsarten soll es angeblich eine Rolle spielen. 

Daher am besten schnell Tabletten nehmen
- ?

Halt!
So einfach ist das nicht! 

Mit der medikamentösen Ergänzung ist es leider nicht getan, weil wir nur eine Vorstufe schlucken können: 
 
Bei diesem Vitamin handelt es sich nämlich eigentlich um ein Hormon. Per Tablette können wir nur eine Vorstufe zuführen. Das eigentliche Hormon muss der Körper selbst bilden. 
 
Für die Bildung des Hormons spielen vor allem genug Vorstufe in Kombination  mit natürlichem Sonnenlicht, Bewegung, aber auch Alter und Gesundheit von Leber und Niere eine entscheidende Rolle. 

Ohne Sonne keine Verwandlung in die aktive Form

Dazu braucht der Organismus natürliches UVB-Licht. Auch hier liegt die Betonung auf natürlich! 
 
Solarium als Ersatz liefert nicht das dafür benötigte Vollspektrum. Die Wirkung des Sonnenlichts auf den Menschen lässt sich auch nicht nur auf die Vitamin-D-Bildung reduzieren. Ebenso ist die innere Regulation im Körper stark sonnenlichtabhängig, nicht nur von Hormonen. 
 
Übrigens, auch der Schlaf-Wach-Rhythmus, der ebenfalls für das Immunsystem, aber auch für das Lernen und die Konzentration von großer Bedeutung ist, wird durch die Aufnahme von Sonnenlicht durch das Auge angeregt. 

Am meisten gefährdet von einem Mangel sind  daher all diejenigen, die sich generell zuwenig im Freien aufhalten, z.B. gehbehinderte Patienten in Kliniken; Menschen, die nur Nachtschichten arbeiten oder auch stubenhockende  Computer-Kids/Nerds.

Die Sonnenintensität und -dauer im Winter ist aber schwach, und wir mögen jetzt auch nicht gern mit freiem Oberkörper im Garten sitzen, brrrr... 
 
- haben wir also alle einen behandlungsbedürftigen Mangel im Winter?

Definition eines Mangels

Die Laborwerte beziehen sich auf einen jahreszeitlich konstanten, künstlich definierten Idealwert. Aber selbst bei gesunden, gut versorgten Menschen schwankt der Wert im Lauf der Jahreszeiten.  
 
Normal und "gesund" ist sogar, zum Ende des Winters um Februar die niedrigste Werte zu haben. Darauf ist unser Körper auch eingerichtet, denn er speichert sich die Vorstufe in den Sonnenmonaten für den Winter. Deswegen haben wir nicht alle gleich Mangel im Winter und schon gar nicht gleich Mangelerscheinungen. 
 
Wie hätten sonst Menschen seit Jahrtausenden Regionen besiedeln können, die noch höher im Norden liegen als hier? Vor der Zeit der industriellen Pillen-Produktion müssten dann ja alle Skandinavier schwere Osteoporose gehabt haben. 
 
Es ist nämlich nicht möglich, genaue Aussagen über den tatsächlichen Bedarf zu machen. Noch weniger über einen Bedarf, der pauschal für alle, am besten als einfach zu bestimmender Laborwert!

Der echte Bedarf ist zusätzlich von vielen Faktoren abhängig, z.B. von der Qualität der Ernährung, dem Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen.  
 
Normwerte eignen sich also nur zur groben Orientierung. Schon gar nicht muss jeder, der etwas unter dem rein hypothetischen Normwert liegt, gleich Tabletten nehmen. 

Richtig ist vielmehr, dass die meisten Menschen, die über einen ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegel verfügen, zumeist auch einen wesentlich gesünderen Lebenrhythmus  und Lebensstil haben mit ausreichend Bewegung an frischer Luft und ausgewogener Ernährung.

Viel wichtiger ist also, den erniedrigten Laborwert als Anregung zu nehmen, seine Gewohnheiten zu ändern und öfters raus in die Sonne zu gehen, sowie seine Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. 

Mangel-Ernährung? 

Denn alle vom Körper benötigten Vitamine, Mineralien und Vorstufen nehmen wir am effektivsten über frisches Gemüse auf. Bei allen Diskussionen um die Qualität von bio- oder konventionellem Anbau, und ob das Gemüse noch dieselbe Menge an Vitalstoffe enthält wie früher...
 
- die meisten Menschen essen schlicht zuwenig frisches Gemüse der Saison und Region!

Frisches, regionales Gemüse ist im Winter hierzulande sicherlich nicht sehr abwechslungsreich. Aber gerade die typischen Wintergemüse wie Kohl, Grünkohl und Sauerkraut enthalten sogar Vitamin-D-Vorstufe. 
 
Ansonsten ist Vitamin-D-Vorstufe auch in Eigelb, Butter und Milchprodukten enthalten, die es bei uns das ganze Jahr gibt. Sie sollten allerdings nicht im Übermass verzehrt werden, schon gar nicht aus Angst vor Vitamin-D-Mangel. 

Zusammen mit den  empfohlenen drei Gemüse-basierten Mahlzeiten pro Tag, bekommt der Körper genug davon, und zwar gemeinsam mit allen anderen Vitalstoffen. 
 
So ist z.B. Calcium zur Verstoffwechslung von Vitamin-D-Hormon und für die Knochenbildung genauso wichtig. Und auch das nehmen wir besser über Gemüse als über Milch oder Vitamintabletten  auf.

Behandlung durch Vitamin-D-Zufuhr

Die Einnahme von Vitamin-D-Hormon sollte nur in Absprache mit einem erfahrenem Arzt/Heilpraktiker erfolgen. Es gibt (wenige) medizinische Ausnahmen, die eine Zufuhr an Vorstufe sinnvoll machen. 
 
Dabei sollten immer die Laborwerte, unter Umständen auch aus dem Urin, kontrolliert werden. Denn bei der Medikamentation kann es trotz labortechnisch scheinbarem Mangel an gebildetem "Vitamin"-D-Hormon zugleich leicht zu einer Überdosierung kommen. 
 
Deswegen ist die hochdosierte Zufuhr gar nicht so unproblematisch,
wie sie leider propagiert und praktiziert wird.
 
 

Meist unsinnige Vitamin-D-Tabletten 

Ohne Sonnenlicht funktioniert die Aufnahme des Wirkstoffes aus den Tabletten jedoch immer noch nicht. Zur Verordnung des Medikamentes gehört also unbedingt die Empfehlung, täglich nach draussen zu gehen, am besten zur Mittagszeit
 
Früher gab es in Sanatorien das verordnete Mittagsschläfchen an der frischen Luft, zu dem die Patienten schön warm eingekuschelt wurden. 
 
Wie wäre es, wenn Sie Ihren Liegestuhl in der Mittagspause bei Sonnenschein nutzen, zusammen mit einer dicken Decke und der Wärmflasche?

Und was ist mit Sonne und dem Hautkrebs-Risiko?

Bei maßvoller Sonnenexposition überwiegt die schützende Funktion von Vitamin-D-Hormon in der Haut die krebserregende Effekte des Sonnenlichts. 15-30 Minuten täglich reichen dafür übrigens bereits schon. (Ein Sonnenbrand sollte in jedem Fall vermieden werden!)

Zusammenhang mit dem Osteoporose-Risiko

Noch effektiver ist ein täglicher Spaziergang, am besten nach dem Mittagspäuschen. 
 
Denn das Vitamin-D-Hormon spielt auch eine Rolle im Knochenstoffwechsel. Aber selbst bei Osteoporose sind die Medikamente weit weniger wichtig, als regel- und mässige Bewegung an der frischen Luft. 

Und genau daran hapert es meist auch bei der Haupt-Risikogruppe für Osteoporose, den  Senioren: 
zuwenig Bewegung, 
zuwenig frische Luft 
und zu einseitiger Ernährung.

28. Dezember 2025

QiGong Frühjahr 2026

 

Alle QiGong-Kurse 
starten wieder in der 3. Woche, 
ab Dienstag, dem 13. Januar.

Jeder Kurs geht über 10 Termine 
bis Mitte/Ende März.

 

3. Dezember 2025

Ol.bas., Oleum basileum

 

Über die Rezeptur

Oleum basileum, so der lateinische Name, ist ein Arzneimittel mit langer Tradition. Der Mythos der fernöstliche Herkunft der Rezeptur gilt historisch als nicht gesichert. 

Der Legende nach soll der Entdecker Marco Polo ein geheimnisvolles Destillat als Geschenk vom Enkel Dschingis Khans aus Asien 1292 mit nach Venedig gebracht haben. Das wiederum ist gar nicht so unwahrscheinlich.

In der chinesischen Medizin des 16. Jhdt. sind aromatische Essenzen aus Destillation bekannt, z.B. der Pfefferminze, Sternanis, Zimt. Auch Zitrusschalenextrakte, v.a. der Bergamotte, sind bis heute in China hochgeschätzt als Allheilmittel, Magenbitter und bei Husten. 

Die Chinesische Medizin kennt eine Vielzahl ähnlicher Rezepturen, z.B. das bekannte Raubtier-Balsam, das leider meist auf Basis minderwertiger, synthetischer Substanzen produziert wird.

Den Namen Oleum Basileum verdankt das Rezept einem Baseler Apotheker, der die Rezeptur zwei Jahrhunderte später analysiert und ein solches Destillat namens "Ol.bas." hergestellt hat. 

Mit dem Aufkommen chemischer Arzneimittel versank es fast in Vergessenheit, bis 1932 der Schweizer Apotheker Schoenenberger das Rezept aufgenommen hat. 

Bis Ende der 1970er-Jahre wurde die Mischung Olbas®, Fa. Walther Schoenenberger, aus den traditionell uberlieferten ätherischen Ölen durch Mischen und anschließender Destillation gewonnen.

Die Rezeptur wurde erst in den vergangenen Jahren geändert und vereinfacht. Es ist schade, dass einige wertvolle Bestandteile aufgrund von rechtlichen Zulassungsverfahren weggefallen sind.  

Das passiert seit Jahren mit vielen bewährten Naturheilmitteln. Viele verschwinden sogar vom Markt. Gerade Mittel, deren Herstellungsaufwand hoch ist, aber die die Gewinnmargen niedrig, rentieren sich oft nicht mehr. 

Durchaus im Sinne der Pharmalobby sind die Zulassungsbedingungen nur noch für große Pharmakonzerne zu erbringen. 

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

In der asiatischen Medizin ist als Arzneipflanze ebenfalls die Ackerminze bekannt (M. arvensis). Sie ist deutlich höher in Ertrag und billiger in der Herstellung. Doch wirkt die Ackerminze ungleich aggressiver. 

Deren scharf-durchdringendes Destillat wird hierzulande meist als hochkonzentriertes japanisches Minzöl verkauft. 

Deren Anwendung kann sogar zu gefährlichen Nebenwirkungen führen, wie Luftnot und Kreislaufkollaps. Damit ist dieses ätherische Öl ohnehin schon erkrankte Atemwege erst recht tabu, ebenso für Schwangere, Säuglinge und Kinder!  

Olbas®-Tropfen sind ein prima Hausmittel

und zum Glück bis heute in Apotheke, Drogerie und Bioladen frei verkäuflich. Das von Schoenenberger vertriebene Olbas® wird ausschließlich mit dem wesentlich milderen Pfefferminz-Destillat (M. piperita) hergestellt.

Der Arbeitskreis um Professor J. Reichling am Institut fur Pharmazie und molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg hat sich in einigen Studien mit der Wirkung der Rezeptur im Vergleich zu den Einzeldestillaten beschäftigt. 

Es zeigte sich sehr klar, dass die Wirkung und Anwendungsgebiete der traditionelle Rezeptur das Vertrauen verdient. Es galt also nicht umsonst schon lange Zeit als wahres Wundermittel gegen allerlei Gebrechen.

Die positiven Ergebnisse bestätigen den Einsatz von ätherischen Ölen in der Therapie bei Haut- und Wundinfektionen sowie bei Erkältungskrankheiten. 

Bakterien, Pilze und Viren reagieren äußerst sensibel auf ätherische Öle. Die antimikrobielle Wirkung bestätigte sich gegen alle Testkeime. Diese verursachen viele Wundinfektionen, auch als Folge-Infekte bei Praxis- und Klinikeingriffen und sind immer öfters multiresistent gegen verschiedene Antibiotika. 

In Olbas wirken vor allem die drei ätherischen Destillate von Pfefferminze, Cajeput- und Eukalyptus:

Pfefferminze:  

Die europäische Minze ist fast schon ein Allheilmittel an sich. Ihre stark entkrampfende Wirkung wirkt sowohl bei Verdauungsbeschwerden, als auch bei Kopfschmerzen. 

Nachweislich ist sie sogar ebenso effektiv 
wie Paracetamol, 
allerdings ohne dessen Nebenwirkungen! 

Pfefferminze beruhigt und desinfiziert die Atemwege. Sie hemmt das Wachstum von Bakterien und wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. 

Cajeput:

wirkt krampflösend, durchblutungsfördernd und ist stark antiseptisch.

Eukalyptus:

hat eine antimikrobielle und Auswurf-fördernde Wirkung. Er regt die Durchblutung an und wird unter anderem bei Muskelschmerz empfohlen.

Anwendung bei Atemwegs-Infekten

  • Zur trockenen Inhalation:
    1 Tropfen auf ein sauberes Taschentuch träufeln und einatmen.

  • Als feuchte Inhalation:
    1-3 Tropfen Olbas® Oel 
    in eine Schüssel heißes Wasser geben 
    und die heißen Dämpfe inhalieren
    (Vorsicht, Verbrühungsgefahr!). 
    Sobald sich das Öl verflüchtigt hat, 
    nochmals 1-2 Tropfen dem Wasser zugeben. 
    Max. 10 Minuten inhalieren.
    Danach in der Wärme bleiben.

  • Zur Einreibung auf Hals und Brust:
    Bis zu 5 mal täglich 
    1 Teelöffel Olivenöl mit 1-3 Tropfen Olbas® 
    einreiben und warm zudecken.

Rotzlöffel-Nasenpflege-Öl

Leider ist das wunderbare Nasenöl der Fa. Weleda als Arzneimittel nicht mehr im Handel. Doch wir können uns selbst eine ähnlich Mischung zubereiten. Sie pflegt wundgeputzte Schnupfennasen gleichermassen wie trockene, borkige Nasenschleimhäute. 

Nach Nasenspülungen pflegt es ebenso, wie vorbeugend in der Erkältungszeit. Auf Flugreisen schützt es sowohl vor der trockenen Kabinenluft, wie vor den an Bord zirkulierenden Erregern. 

Wir verwenden als Basis Sesamöl, das zuvor gereift wird. D.h. ca. 15 Minuten vorsichtig erwärmen. Es soll heiß werden, darf aber nicht kochen. 

Auf ein 10ml-Fläschchen mit ölfester Pipetten-Einsatz geben wir 1-3 Olbas-Tropfen und füllen mit dem abgekühlten Sesamöl auf.

Herpes Simplex, Herpes Zoster

Zur Behandlung von Lippenherpes werden neben Virostatika auch erfolgreich pflanzliche Mittel wie Extrakte aus der Melisse und ätherische Öle eingesetzt. 

Das Ergebnis zeigt, dass die Viren vor allem während der Bläschenbildung sehr intensiv auf die ätherischen Öle reagieren. Die Bläschen füllen sich so lange mit virushaltiger Flüssigkeit, bis sie aufplatzen und eine Masse an neu gebildete Viren freisetzen. 

Diese Phase ist durch eine hohe Ansteckungsgefahr gekennzeichnet. Durch Verschmieren der Flüssigkeit kommt es häufig zum Ausweiten der Infektion auf umliegende Gewebe, z.B. die Augen.

Die Wirkung von Olbas®Oel zeigte eine bis zu 30-fache Wirkung gegenuber den Einzelölen. Hierbei wurde allerdings nur gegen Einzelöle aus der Rezeptur getestet.  Das ätherische Destillat der Melisse fehlte bei dieser Studie, obwohl es das effektivste Mittel der Aromatherapie bei Herpes labialis ist. (Die Kombination wirkt durch synergistische Effekte zusätzlich um Einiges intensiver, z.B. durch Zugabe von Melissendestillat.)

Wundheilung

Zur Förderung der Wundheilung haben sich ätherische-Öl-Zubereitungen vielfach in Fallstudien und Praxisberichten bewährt, sowohl zur Vermeidung von Wundinfektionen, als auch zur Behandlung, gerade auch mit Antibiotika-resistenten Keimen.

In einer klinischen Studie wurde bei oberflächlichen Wunden Olbas®Oel sogar unverdünnt auf die Wundfläache und auf die Innenseite des Wundverbandes gegeben, bzw. bei tiefen Wunden auf 1:20 verdünnt eingebracht.

Das positive Gesamtergebnis ist nicht zuletzt auf das breite antimikrobielle Wirkungsspektrum der ätherischen Öle zuruckzuführen. 

Entgegen der gängigen Meinung, dass ätherische Öle bei Kontakt mit Wunden Schmerzempfindungen auslösen, ist das in der Praxis nicht zu beobachten. Die Anwendung von Präparaten aus ätherischen Olen wird meist als lindernd und angenehm empfunden. 

Mehrmals täglich wurde 1 Tropfen Olbas®Oel jeweils mit einem frischen (!) Wattestäbchen aufgetupft. Zusätzlich wurden 3-mal täglich 3 Tropfen in etwas lauwarmem Wasser eingenommen.

Anwendung bei Schmerzen

In diversen Studien hat sich die Anwendung ätherischer Öle gegenüber der Gabe eines gängigen Schmerzmittels nach 2-4 Stunden als gleichberechtigt erwiesen. In den Studien kam es zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen. (Verständlicherweise haben die Pharmakonzerne kaum Interesse daran, dass dies breit publiziert wird.)

Beim Auftragen auf die Stirn und/oder Schläfen genügend Abstand zu den Augen einhalten. (Die Anwendung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren war in den Studien nicht vorgesehen.) 

  • Bei Kopfschmerzen 2-3 Tropfen direkt einmassieren.
    Bis zu 3x täglich nach Bedarf.

  • Bei Muskelschmerzen 5-10 Tropfen pur 
    auf das schmerzhafte Areal einreiben.
    Bis zu 3x täglich nach Bedarf.

  • Alternativ auf ein feuchtes Tuch träufeln 
    und die schmerzhafte Region damit abtupfen, 
    bzw. als Kompresse auflegen.
    (ab dem Schulalter mit max. 3 Tropfen)