29. Februar 2024

Putz- und Waschmittel statt Industriemüll!

 

Konventionelle Waschmittel sind alles andere als "saubere" Produkte. Mit aufwendigem und kostenspieligem Marketing, mit teuren Werbespots und bunten Verpackungen wird uns eine "weisse Weste" verkauft. Das meiste Geld, das wir für diese Produkte bezahlen, fliesst in Werbung und  Verpackung.

Flüssig-Waschmittel sind z.B. ein geniales Marketing-Produkt. Die wirksamen Inhaltsstoffe werden kräftig verdünnt. Der doofe Kunde bekommt für sein Geld richtig viel: Wasser. Das bringt ordentlich Masse und Gewicht. Produktionswasser fällt ohnehin genug an. Die Abwasserklärung kann man sich also sparen. Der Kunde bezahlt sogar dafür!

Tip Nr. 1:
Kaufen wir trockenes Pulver und Konzentrate!

Die Industrie entsorgt eine Menge Müll über Produkte. Kleingeschreddert als Mikroplastik wird es zugegegeben, den Putz- und Reinigungsmitteln, aber hemmungslos auch den kosmetischen Produkten. (Bei Interesse nachzulesen z.B. hier)

Das ist richtig pfiffig:
Müll und die Verantwortung ist weg. 

Der Kunde ist doppelt angeschmiert:
Er schmiert sich das Zeug in die Haare, auf die Haut, aufs Geschirr, etc
- und bezahlt dafür auch noch!

Tip Nr. 2:
Achten wir auf die Inhaltsstoffe,
statt auf die nette Verpackung!

Bei den eigentlichen Inhaltsstoffen sieht es auch nicht viel besser aus. Ein Großteil der Inhaltsstoffe ist nämlich alles andere als verträglich, weder für Haut, noch für die Umwelt. Und über feuchte, aufgequollene  Haut und Schleimhaut nehmen wir viele dieser Stoffe in den Körper auf.

Da Marketing und Werbung das meiste vom Preis verschlingen, müssen die Inhaltsstoffe möglichst billig sein. Je schöner die Tenside ("Seife") schäumen, desto glücklicher der Kunde. Die starken Schäumer sind aus minderwertigen Rohstoffen billig zu produzieren, leider aber übel für die Haut. Bei Zahnpasta gilt das noch mehr, die schöne Schaumwirkung geht auf Kosten des Zahnfleisches.

Genug davon. 

Tip Nr. 3:
Es gibt einfache, kostensparende Alternativen!

(Fortsetzung folgt! Es gibt nämlich viele gute Tips...)

26. Februar 2024

Tip für den Frühling

 

Ernährung im Frühling:

Vermeide den übermässigen Genuss von Alkohol, und übe Zurückhaltung gegen die häufig gegessenen Mehlspeisen/Backwaren mit ihrer Neigung, die Funktionskreise Milz und Magen zu beeinträchtigen. Diese sind in der Tat schwerverdaulich.  

Im Frühling sollte man daher wenig saure Nahrungsmittel zu sich nehmen, dafür mehr milde und süsse Speisen, um das Milz-Qi zu stärken.

Eine Tasse der Gewürztee-Mischung "Yogi-Tee: Tulsi Gelassenheit" unterstützt das auf sanfte Weise und bietet sich als als Frühlings-Tee am Morgen an. 

Sie enthält Tulsi, Basilikum, Süßholz, Ingwer, Zitronengras, Orangenschalen, Zimt, Zitronenschalen, Orangenöl, Limone, schwarzen Pfeffer, Kardamom, Nelken und Estragon.

Früüüühling!

 

Die Osterglocken haben den Winter mit den Narren gemeinsam zum Tor hinaus geläutet. Was ein furioser Frühlingsbeginn, tatsächlich, es war Anfang Februar!

 Selbst die Stare sind jetzt schon da - oder waren vielleicht gar nicht weggezogen ? Das erste Drittel des Frühlings haben wir jedenfalls schon hinter uns.

Gesundheit und Entspannung fördern während der Frühlingsmonate

(Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life")

Die drei Monate des Frühlings (Februar, März, April)
sind die Zeit der Erneuerung:

das Alte und Abgestandene verschwindet,
Himmel und Erde erwachen zu neuem Leben
und alles erblüht.


(Photo ©berwis/www.PIXELIO.de)

Schlafe in der Nacht und stehe zeitig auf, schreite frei über den Hof, öffne Deine Haare und gebe Dich ganz dem wohligen Gefühl des morgendlichen Spazierens hin; auf diese Weise solltest Du im Frühling Deine Geister erwecken. 

Fördere alles Leben und töte nicht, sei großzügig und gefällig, gib aus freien Stücken und strafe nicht. Das ist die angemessene Art und Weise, das Qi des Frühlings zu ehren und in dieser Jahreszeit das Leben zu nähren. 

Es ist die Zeit, durch Gärten und Wälder zu wandern, sich gemütlich niederzulasen an Rastplätzen mit schöner Aussicht und die ruhige Sicht der Natur auf sich einwirken zu lassen. Öffne Dein Herz, lass alle stockende Energie los, und ermutige so das aufbrechende Qi von Geburt, Leben und Erneuerung zu fliessen.

In dieser Zeit wäre es wider der Dynamik der Natur, sorgenbekümmert herumzusitzen und immer stagnierter und depressiver zu werden. 

Gerade alte Menschen sollten sich nicht der Versuchung dauerhafter oraler Genüsse und Überesssen auf nüchternen Magen hingeben, sonst leidet ihre Gesundheit sehr sicher. 

Für sie wäre es auch ein Fehler, jetzt schon die gefütterte Winterkleidung abzulegen, gerade wenn das Wetter zwischen warm und kalt hin- und herspringt. Typisch für alte Menschen ist ein schwaches Qi, brüchige Knochen und ein zarter Körper, der für Wind-Kälte-Attacken sehr empfänglich ist. Da deren Körperoberfläche leicht durchdrungen wird, sollten sie stets Kleidung griffbereit haben, die sie dann beiseite legen können, wenn die Sonne herauskommt. 

Schäle Dich nacheinander aus den wärmenden Schichten, und werfe nicht alle Kleidung auf einmal ab! 

Sich diesen Grundsätzen des jahreszeitlichen Flusses zu wiedersetzen, führt zu ernsten Störungen des Leber-Netzwerkes.

Zur Wandlungsphase Holz und dem Funktionskreis Leber wird... Hier weiterlesen!

 

26. Oktober 2023

Kein Qi Gong in der ersten Nov.-Woche!

 Bitte dran denken:

In der ersten November-Woche mit dem Feiertag
findet kein Qi Gong statt! 

Wir üben wieder ab dem
Di., 07. November miteinander!

23. August 2023

Das Ungesunde darf als gesund vermarktet werden!


Die Health-Claims-Verordnung sieht vor, dass Lebensmittel und Nahrungsergänzungen nicht mit gesundheitlichen Aussagen beworben werden dürfen, die sie nicht haben. Auf diese Weise soll die Health-Claims-Verordnung dem Verbraucherschutz dienen und Unternehmen daran hindern, Produkte mit unbewiesenen Gesundheitsversprechen zu vertreiben. Soviel zur schönen Theorie! 

Die Praxis sieht so aus:

Immer mehr Unternehmen mischen Vitamine und Mineralstoffe in ihre Produkte, um sie als "gesund" zu vermarkten. Dies ist erlaubt, weil viele Health Claims zu Vitaminen und Mineralstoffen freigegeben wurden. So wird ein fett- und zuckerreiches Produkt durch die Anreicherung mit Vitaminen zu einem "gesunden" Lebensmittel umdeklariert, im Einklang mit der Health Claims Verordnung.

Mit dem Zusatz von z.B. etwas synthetischer Ascorbinsäure (Vitamin C) und Zink kann derzeit jedes Lebensmittel als gesund vermarktet werden, z.B. gut für das Immunsystem. Es ist völlig egal, welche Wirkungen mit dem Produkt sonst noch im Körper ausgelöst werden. Es gibt auch keine festgelegten Höchstmengen für die Anreicherung von Lebensmitteln mit Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe & Co.). Die Konsequenz ist, dass bei den Verbrauchern immer häufiger Überversorgungen mit negativen Folgen für die Gesundheit auftreten.

(Mehr Information zur  Vitamin-Zufuhr: hier)

Im Gegensatz dazu wird untersagt, natürliche Lebensmittel und Pflanzen mit gesundheitsbezogenen Aussagen zu bewerben, die nicht von der Behörde freigegeben worden sind. 

Hierzu ist folgendes anzumerken:

  1.   Es wird so getan, also ob die Bewertungen der EU Behörde unfehlbar sind. Alle Aussagen, die abgelehnt werden und wurden, sind demnach falsch und täuschen den Verbraucher. In Wahrheit werden gesundheitsbezogene Aussagen sehr schnell abgelehnt, auch wenn es zahlreiche Studien gibt. Auch Erfahrungswerte werden nicht berücksichtigt, es zählen einzig "wissenschaftlich" belegbare Fakten. 
  2. Alles war nicht genehmigt ist, ist automatisch verboten. Zurzeit sind etwa 2000 pflanzliche Stoffe, die der EU Behörde vorliegen, noch nicht bewertet worden. Das wird voraussichtlich nach Jahre benötigen, die meisten werden durchfallen.

Hinzu kommt, dass die meisten Claims aus Kostengründen erst gar nicht eingereicht werden. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen vertreiben beispielsweise Hunderte von pflanzlichen Stoffen, viele Wirkungen und gesundheitliche Effekte beruhen auf Erfahrungen und traditionellem Wissen. Wer soll bitte eine Studie finanzieren, die einzelne Wirkstoffe in Pflanzen auf wissenschaftlich belegbarer Wirksamkeit hin untersucht? 

Erfahrung, Wissen, Glaube

Die Regulierungswut der EU in Gestalt der "Health Claims" (und anderen) Verordnung hat dazu geführt, dass findige meist große Unternehmen ihren ungesunden Lebensmitteln durch Anreicherung von künstlichen Vitaminen ein positives Image verpassen. "Red Bull verleiht Flügel" ist der Behörde nach kein Health Claim, auch wenn durch diese Art der Bewerbung suggeriert wird, man fit und leistungsfähig durch den Konsum der künstlichen Zuckerplörre würde. 

Einem Teehersteller dagegen ist verboten, seinen Schwarztee aus Bio-Anbau und frei von jeglichen Zusätzen, als "konzentrationsfördernd" zu bewerben. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen dürfen keine Aussagen mehr zu ihren Produkten machen. 

Dies wird sich weiter verschärfen. Sobald auch andere Pflanzenstoffe von der EU Behörde frei gegeben worden sind, werden Unternehmen ihre Produkte mit diesen Stoffen anreichern, um ganz offiziell damit zu werben. Es gibt zum Glück noch das 

Recht auf freie Meinungsäußerung 

Es geht nicht darum, Produkte mit Wirkversprechen zu verkaufen, um des Verkaufens wegen. Aber wir müssen informieren dürfen. Denn Information ist nicht gleich Werbung.

Jeder Kunde und Interessierte kann sich im Internet und in der Literatur selbst informieren, wenn es um die gesundheitlichen Wirkungen von Tees, Pflanzen und Heilkräutern geht. Der oder die Betreffende kann dann selbst entscheiden bzw. weitere Informationen einholen. Wir leben im Internetzeitalter, ist es so schwer, den Menschen zuzutrauen und auch dazu zu ermutigen, sich selbst Gedanken zu machen?  Dazu rufen wir auch auf!

Man könnte z.B. nicht genehmigte Claims oder Claims, die erst gar nicht zur Prüfung vorliegen, als solche kennzeichnen, um dem Kunden transparent zu machen, das diese oder jede Wirkung auf Erfahrung beruht bzw. wissenschaftlich nicht bewiesen ist. 


31. Juli 2023

Qi Gong ab September



Die Übergangsphase vom Sommer in den Herbst ist spürbar gekommen. Das ist die Erinnerung, dass es Zeit ist, die neuen QigOng-Kurse anzukündigen:

Ab September gibt es wieder
zwei Gruppen in Raderbroich:

Mittwochs, 19:30-20:30h
und
Donnerstags, 10-11h
(Anmeldung ab jetzt bei mir)

 

Es gibt auch wieder eine Gruppe
in der Physio-Praxis Mechelinck:

Dienstags, 19:30h - 20:30h
(Anmeldung über die Praxis Mechelinck)


Die Gruppen sind klein, dafür intensiv
über 10 Termine bis Ende November
für 120,-€ Beitrag. 

Durch Herbstferien und Feiertag gibt es zwei kleine Pausen. (Die genauen Daten können in nebenstehendem Kurskalender nachgesehen werden.) 

 

 

14. Juni 2023

Sommer-Hitze!

 

Die drei Sommermonate Mai, Juni und Juli werden durch die Energie des Feuers belebt. Sie stehen in Zusammenhang mit Wachstum, Blüte und Reifen. Das Herz-Qi ist erfüllt von Feuerenergie, die uns aktiv sein lässt, uns nach draussen treibt, Kontakt und Kommunikation erleichtert. 

Im Kontrollzyklus der Beziehung zwischen den Wandlungsphasen kontrolliert Feuer das Metall. Metallenergie regiert die Lungen, und der zugeordnete Geschmack für das Netzwerk der Lungen ist das Scharfe. Während der Sommerphase sollte man daher:

Im Sommer sollten wir bittere Speisen reduzieren, aber den scharfen Geschmack zur Nährung der Lungen bevorzugen.


(Photo von Arkadius Neumann, Pixelio)

Sommerhitze, aber Kälte-Durchfall

Wenn die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, neigt das Verdauungssystem leicht zu Erkältung. Die äussert sich oft in Form von Durchfällen. Typisch passiert das auf Reisen, meist durch eisgekühlte Getränke, Klimaanlagen etc.

Während dieser Zeit ist es sogar besonders ungünstig, einen solchen Kälte-Durchfall zu bekommen, weil der Körper damit wertvolles Yin-Qi verliert. Denn das Yin-Qi ist gerade zur Kühlung des Organismus wichtig.

Noch besser ist natürlich, damit zusammenhängende Symptome ganz zu vermeiden, in dem wir gerade während der Sommerhitze bewusst:

Wärmende Speisen essen
und kalte Getränke meiden!

Während der Sommersonnenwende beginnt die winterliche Yin-Energie ihre erneute Rückkehr, wenn auch zunächst im Verborgen zur mitternächtlichen Stunde. Zur Unterstützung sollte man deswegen in der Sommerzeit ein tonisierendes Dekokt für die Nieren zu sich nehmen. Das Herz ist zu dieser Zeit am überlaufen. Die Nieren jedoch haben ihre schwächste Phase. 

Trotz aller Hitze im Sommer ist es also völlig unangemessen, sich den Bauch mit (Eis-)gekühlten, kalten und gesüßten Getränken, und kalt-kühlenden Speisen, kalten Nudeln und Backwaren vollzuschlagen! Auch sehr Yin-reiche Nahrungsmittel, wie Auberginen und Rohkost, essen wir nur in kleinen Mengen.

All das führt zu Kälte im Verdauungstrakt. Die Folge sind die typischen sommerlichen Magen-Darm-Infektionen.
 

Das Herz beruhigen

Fast noch wichtiger ist es zur Sommerzeit, seine Atmung zu regulieren und das Herz zu beruhigen. Die Vorstellung von Eiskristallen in Herz oder Magen würden eher die Hitze dort richtig aufflackern lassen, statt sie zu vermindern.

So regt die eiskalte Dusche bei Hitze die Blutzirkulation an. Danach wird einem nach der ersten Abkühlung eher noch wärmer. Es ist keineswegs so, dass heisse Dinge immer die Hitze fördern.  Eine lauwarme Dusche dagegen kühlt sanft und beruhigt.

Zugluft erzeugt "Wind in den Leitbahnen"

Der Kopf ist der Treffpunkt aller Yang-Leitbahnen. Deshalb sollte er vor allem vor Windeinfluss gut geschützt werden. Im Schlafzimmer sollten wir Zugluft über dem Bett, v.a. am Kopfende vermeiden, um gesund zu bleiben. Meiden wir vor allem den eiskalten Wind, den Klimaanlagen in den Raum pusten, gerade im Autto oder am Arbeitsplatz.

Während der Sommermonate ist es förderlich, täglich 100-200 Male die Kopfhaut zu bürsten. Hierbei sollten wir eine gute Bürste verwenden, um die Kopfhaut nicht zu verletzen, ausserdem sollten wir das an einem windstillen Platz machen. 

Diese einfache Technik vertreibt Wind aus den Leitbahnen und klärt die Augen. "Wind in den Leitbahnen" erzeugt z.B. Symptome,  die wir modern z.B. als Heuschnupfen und Allergien bezeichnen.

Wind-Invasion 

provoziert ausgesprochen unangenehme Symptome. Wenn sich jemand nach einem kalt-kühlenden Abendessen mit verschwitztem Körper an einem ungeschützten Ort zur Nachtruhe begibt, entstehen leicht Syndrome durch Wind-Blockade mit Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen, Sprachstörungen, und Lähmungen (westlich-modern sprechen wir von  Schlaganfallgeschehen, Neuralgien, etc). 
 
Natürlich bekommt nicht jeder gleich diese Symptome. Eine Person ist anfälliger, einem Anderen scheint dies nichts auszumachen. Eine Erklärung dafür... (Den kompletten Artikel hier weiterlesen...) 
 

Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life"