30. März 2025

Gut ausgeschlafen!


Nur wenige Menschen sind morgens gut ausgeschlafen. Viele Patienten klagen über Ein- und Durchschlafstörungen, über Rücken- und Nackenschmerzen beim/nach dem Liegen, über Hitzewallungen und Nachtschweiß. Nur wenige Patienten fühlen sich morgens ausgeschlafen.

Bei den meisten Menschen beginnt das Problem bereits mit mangelnder Schlafdauer. Die meisten Menschen nehmen sich schlicht nicht genug Zeit zum Schlafen.

Schlafbedarf

Der Körper braucht ca. 8-10 Stunden Ruhe und Auszeit, um gesund zu bleiben. Nur wer tatsächlich einen sehr meditativen, stressfreien Alltag (wie im Kloster!) hat, kommt mit weniger Schlaf aus. 

All diejenigen, die behaupten, sie kämen mit deutlich weniger Schlaf aus, werden durch die im Laufe der Jahre  entstehenden Symptome und Krankheiten Lügen gestraft. Schlafentzug ist  mit das brutalste, was wir unserem Körper antun können, nicht umsonst als  Foltermethode missbraucht.  

Nur den wenigsten Menschen reichen 8 Stunden dauerhaft. Für die meisten müssten es sogar 9-10 Stunden sein. Das sind natürlich nur grobe Richtwerte, denn das Schlafbedürfnis ist von vielen Faktoren abhängig.

Im Sommer erwacht der Organismus morgens früher und hat etwas weniger Ruhebedarf als im Winter. Da dürfen es gut 1-2 Stunden mehr sein. 

Geräusche und Licht stören, selbst wenn sie bewusst nicht wahrgenommen werden. Das betrifft sowohl Verkehrs-  und Fluglärm,  aber auch das Handy, das mittlerweile bei  den meisten Menschen neben dem Kopfkissen liegt. Raumklima, Matratze, Lattenrost, Bettwaren sind weitere  Stichworte.

Ein recht gutes Indiz für ausreichenden Schlaf ist, dass wir morgens auch ohne Wecker, bzw.  vor dem Wecker wach werden  und erfrischt in den Alltag  starten.

Von Nachteulen und  Morgenlerchen

Frühes Aufstehen fällt manchen Menschen schwerer als anderen. Häufig reden Patienten sich den späten Bettggang schön, mit der Ausrede, sie wären halt schon immer eine Nachteule. 

Soviel Unterschied gibt es im persönlichen Bedürfnis der menschlichen Organismen nicht, daß eine Einteilung in Nachteulen und Morgenlerchen gerechtfertigt wäre. Ausserhalb der Tierwelt handelt es sich dabei um Fabelwesen.

Der Zeitrahmen für den Bettgang, abhängig vom Schlafbedarf, liegt zwischen 21 und 23 Uhr für Erwachsene. Alles andere ist tatsächlich eine Frage der Gewohnheit.

Wer spät Feierabend macht, möchte abends noch Zeit für Familie und Hobby haben. Gegen 22 Uhr ins Bett zu gehen, ist heute unmodern. Wer dann noch früh raus muss, der bekommt zuwenig Schlaf.

Nicht auf dem Sofa einschlafen...

Viele Menschen nicken lieber erschöpft in Gelenk-mordender Haltung vor dem TV ein, als beizeiten schlafen zu gehen. TV ist übrigens keineswegs entspannend, sondern fordert mit Licht- und Lärmreizen das Hirn, unsere Sinne und Nerven weiterhin enorm, selbst wenn Sie schon lange erschöpft weggenickt sind. (Allein aus diesem Grund hat ein TV-Gerät nichts im Schlafzimmer zu suchen...)

Und wenn die Menschen dann, viel zu spät, in ihr Bett kriechen, können sie vor Erschöpfung nicht mehr einschlafen. Die Nacken- und Rückenschmerzen gibts gratis dazu. Sparen Sie sich sich das, gehen sie lieber direkt ins Bett!

Schlaflose Nächte:

Wer nachts oft wach liegt, hat gern das Gefühl, "gar nicht" geschlafen zu haben. Überprüfungen im Schlaflabor zeigen jedoch, dass der Organismus deutlich mehr Schlaf bekommt, als selbst eingeschätzt wird.
 
In einer Entspannung-fördernden Atmosphäre regeneriert der Körper dennoch.  Machen Sie sich also nicht verrückt.  Sorgen Sie für eine Schlaf-fördernde Atmoshäre und üben Sie, entspannt atmend ausreichend zu ruhen.
 
Es gilt die Devise:
Lieber gut enspannt als schlecht geschlafen!

Schlaftabletten 

helfen dabei keineswegs. Sie betäuben den Körper nur, so dass das Bewusstsein einige Stunden ausgeschaltet wird. Zugleich behindern sie die Regeneration, die während des natürlichen Schlafes geschehen würde. Dazu kommt die Belastung durch die Nebenwirkungen, die enorm für den Nieren- und  Hormonstoffwechsel sind. 
 
Danach sind Sie nicht erholt, bekommen aber eine Menge Symptome gleich noch dazu. 

Schlaffördernde Ideen:

Machen Sie einen kleinen Spaziergang abends und verzichten Sie  auf TV und Krimis. Hören Sie entspannende, beruhigende Musik, träumen sie. 

Sorgen Sie für warme Füße mit einem Fußbad. Mit kalten Füßen können wir nicht einschlafen. Sie können beruhigend-schlaffördernde Düfte verwenden, z.B. für das Fußbad 1/2 Teelöffel Moor-Lavendelöl von Dr. Hauschka bei kalten Füßen. 
 
Aromatherapeutisch haben sich Düfte wie Lavendel, Neroli, YlangYlang sehr bewährt zur Unterstützung des Nervensystems. Probieren Sie doch mal einen Kissenspray oder eine sanfte Massage der Füße aus mit den beruhigenden, gebrauchfertigen Mischungen von Taoasis/Baldini  oder Primavera. (Diese beiden seriösen Anbieter qualitativ hochwertiger Duftstoffe sind gut über Apotheken, Reformhäuser, Bioläden oder auch Müllermarkt und online zu bekommen)


Wie man sich bettet, so schläft man!

 

In der Bettenbranche wird mit Werbeversprechen soviel Unsinn erzählt, dass sich die Lattenroste glatt biegen:

Lattenrost:

Die Hersteller behaupten, ein Lattenrost habe großen Einfluss auf das bessere Liegen. Meist werden Lattenroste also völlig unnötig zu früh ausgemustert und gegen irgendwelche angeblichen Supermodelle auusgetauscht.  
 
Doch zeigen die Expertentests, dass die teuren Roste sogar die Liegequalität oft verschlechtern!
 
Die wichtigste Aufgabe eines Lattenrostes ist, die Matratze zu belüften, damit sie nicht schimmeln kann. Daher sollte ca. die Hälfte der Fläche der Matratze von unten  Luft bekommen. Andererseits dürfen die Abstände zwischen den Latten nicht zu weit sein. Das schaffen auch die günstigsten Lattenroste. 
 
Ausserdem sollte der Lattenrost möglichst starr sein. Nur dann gewährleistet er  optimale Liegeeigenschaften, gerade für Patienten mit Rückenbeschwerden! 

Der optimale Lattenrost:

Optimal ist ein schlichter, selbstgebauter Lattenrost für ca. 35€ Materialwert. (Hier gehts zur Anleitung.) 
 
Ausgetauscht werden muss ein Lattenrost erst, wenn Latten durchgebogen oder gebrochen sind. Beim selbstgebauten können Sie einfach einzelne Latten bei Bedarf austauschen. 
 
Der einzige Vorteil eines gekauften teuren Rostes kann die Verstellmöglichkeit sein, wenn sich Kopf- und Fussteil aufrichten lassen. Eine sowohl rückenfreunliche wie bequeme Sitzposition zum Lesen erreichen allerdings auch nur die wenigsten der  verstellbaren Lattenroste. 

Vom Fernsehkucken im Bett ist ohnehin abzuraten. Und wer bettlägerig ist, liegt dann ohnehin im sogenannten Pflegebett in der Klinik, in der Pflege oder auch ambulant daheim.
 

Matratze:

Auch Matratzenschoner und sonstige Auflagen kann sich der Kunde glatt sparen. Sie behindern nur den Feuchtigkeitsabtransport. (Es sei denn, Inkontinenz ist bereits ein Problem.)  
 
Bevor eine Matratze nämlich durch den Lattenrost verschlissen ist, sollte sie ohnehin längst ersetzt worden sein. Aus hygienischen Gründen sollte die Matratze alle 8-10 Jahre ausgetauscht werden. 
 
Die Mindesthöhe beträgt 13cm, damit die Schultern ausreichend einsinken können. 16-18cm Gesamthöhe reichen für den Komfort völlig. Mit jedem zusätzlichen Zentimeter steigt der nur Preis, keineswegs jedoch die Liegequalität. 
 
Auf weichen Matratzen sinkt der Körper sogar ungünstig tief ein und schwitzt in der Kuhle stärker. Die Prinzessin auf der Erbse ist und bleibt ein Märchen!
 
Das natürliche Hin- und Herwälzen des Körpers nachts wird durch zu weiche, zu tiefe Matratzen erschwert. Diese Schutzbewegungen sorgen eine geänderte Liegeposition, damit das Gewebe, das bisher unter Druck vom Körpergewicht lag, regelmässig entlastet und wieder gut durchblutet werden kann.
 
Daher sollte die Matratze immer so fest wie möglich gewählt werden. Matratzen werden ohnehin härter deklariert, als sie wirklich sind. Die vielgepriesenen "Hightech-Gel-Schichten" entpuppten sich in den Tests übrigens als normaler Kaltschaum für ordentlich Aufpreis. 
 
Gute Kaltschaummatratzen gibt es als Aktionsware ab 70€. Die Preisunterscheide zwischen den günstigen Discounter-Rollmatratzen und den teuren Fachhandelsmatten sind sind keinen Cent davon wert. Federkernmatrazen machen ebenfalls keinen Sinn, weder als "Taschenfederkern", schon gar nicht als metallische Federkerne. 

Futon als Alternative?

Wer natürliche Materialien bevorzugt, liegt am besten auf einem klassischen Futon. Damit sind allerdings nicht die billigen Gartenmatten aus dem Möbelmarkt gemeint.
 
Ein hochwertiger, in japanischer Tradition gefertigter Schlaf-Futon besteht aus mehreren Lagen Baumwolle. Das traditionelle Futon liegt direkt auf dem Boden auf einer Seegras-Tatami-Matte, die vom Boden her isoliert. Das Futon wird über Tag aufgerollt und beiseite geräumt. So bleibt es fluffig und wird täglich gelüftet gegen Schimmel.
 
Ein gutes Futon sollte bei uns durchaus auf einem Lattenrost verwendet werden. Denn hier ist es nicht üblich, jeden Morgen seine Matte aufzurollen. Für den westlich-gewohnten Schlafkomfort werden meist zusätzliche Schafwoll-Lagen eingearbeitet. So bleibt das Futon länger weich und braucht nur dann aufgerollt zu werden, wenn es nach einer Weile zu unbequem wird.

Schlafposition und Kissen:

Unsere Wirbelsäule mag am Liebsten lang und gerade sein dürfen. Die Krümmungen dienen dazu, die Last beim Heben schwerer Dinge und beim Halten unseres schweren Kopfes bestmöglich abzuleiten. So kommen einseitige Belastungen auf die Bandscheiben. 
 
Im Liegen würde sich die Wirbelsäule zum Ausgleich gerne strecken und wieder so weit wie möglich begradigen. Dann können sich auch die Bandscheiben wieder aufplustern und regenerieren. 

Durch unsere überwiegende Sitzhaltung und das Einsinken in schlechte Haltung im Alltag verkürzt die Muskulatur auf der Körpervorderseite. Aus Bequemlichkeit oder gar zur Schmerzvermeidung wird die regulierende Dehnung dann systematisch immer weiter verhindert: 
 
Der Kopf wird in der ungesunden Überstreckung mit Nackenstützkissen immer weiter "gestützt". Das fördert das Schnarchen und Zähneknirschen immer mehr. Zugleich drückt das dicke Polster im Nacken und behindert die  Durchblutung der Gefässe zum Gehirn.
 
Das Kreuz bekommt eine immer dickere Lordosenstütze, vom Bürostuhl, im Auto oder im sogenannten "Anti-Sitz-Stress-Sessel" (Marketing ist alles!) vor der Glotze. Die Knie müssen immer öfters unterpolstert werden. Die  Beine zunehmend hochgelagert werden. 
 
Mit all diesen  Massnahmen werden die Hüften und Leisten in die gewohnte, verkrümmte  (Sitz-)Position gebracht.  So verkürzen und verkürzen sie immer weiter.  
 
Viele Menschen können schon in erschreckend  jungen Jahren  gar nicht mehr entspannt lang ausgestreckt in Rückenlage liegen, geschweige in einer entspannten Bauchlage (ohne Kissen).

Können Sie noch ausgestreckt liegen?

Gerade das ist die wichtigste Übung für unsere Rückengesundheit. Legen Sie sich immer wieder flach auf ein eher hartes Bett oder auf eine Decke, Matte oder weichen Teppich auf den Boden. Trainieren Sie jeden Tag eine Minute länger liegen zu bleiben:
 
Beine lang, Nacken lang, Arme neben dem Körper. Lassen Sie mit jedem Ausatmen sich immer entspannter in den Boden sinken, es geschieht von selbst. Beenden Sie die Liegephase, bevor aus der ungewohnten Dehnung Schmerz entsteht. 
 
Manche Menschen halten das zunächst nicht länger als  1-2 Minuten aus. Ziel sind ca. 25-30 Minuten, perfekt z.B. für eine Ruhepause zwischendurch, z.B. für die Mittagsruhe.

Sie wollen mehr darüber wissen?
Schauen Sie doch mal hier
die Kollegen Liebscher-Bracht haben ein informatives Video dazu! 
Alle danach noch unklaren Fragen beantwortet er hier.

Schlafzimmer:

Unbedingt Heizen! Ein Schlafzimmer muss im Winter tagsüber auf 18-20°C geheizt werden. Nur so kann die Luft die Feuchtigkeit, die nachts von Bettzeug und Matratze aufgenommen wurde, ausreichend aufnehmen und das Bett abtrocknen. 

Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen und wird für 2-3 Minuten kräftig gelüftet. Wer mag, kann das Schlafzimmer wieder auf ca. 18°C heizen. 
 
Über Nacht sollte das Fenster aber immer geschlossen werden. Frischluftfanatiker lassen besser im Flur oder im Zimmer nebenan ein Fenster offen. Auch ein gekipptes Fenster führt zu Luftverwirbelung im Schlafzimmer. Gerade Kopf und Nackenbereich sind nachts sehr empfindlich auf Windzug und Kühle. 
 
Und auch der Geräuschpegel senkt sich merklich bei geschlossenem Fenster. Der Körper braucht nachts seine Ruhe.

Lesetip/Quelle



24. März 2025

Qi Gong Termine

 

Diese Woche enden alle Kurse!

Im April ist Pause.
Es geht nach den Osterferien im Mai weiter. 

Ab  Di.,  06. Mai starten wir wieder
mit je 10 Terminen bis zu den Sommerferien. 

Die exakten Termine findet Ihr wieder im Kalender
(im Menue links, oder direkter  link)

 

Zombie-Alltag

 

Der folgende Text ist meine freie Übersetzung einer Passage aus "Alchemy of Nine Dimensions" von Barbara Hand Clow (2004). Er bringt das Thema "Informations-Fasten" auf den Punkt:

Im Alltag starren die Menschen wie in Trance auf ihr Handy und lassen sich fast permanent mit Nachrichten und Geschichten füttern, die nicht real sind. 

Die Menschen gehen mit dem Hund Gassi, schieben den Kinderwagen, sitzen mit andern im Restaurant am Tisch. Doch tatsächlich starrt Jeder für sich alleine gebannt aufs Handy. 

Kaum noch Jemand bekommt die Wirklichkeit um sich herum mehr mit. Wenn man Menschen bitten würde, den Menschen neben ihnen zu beschreiben, wäre kaum noch Jemand dazu imstande.

Realität ist, was im Jetzt vorgeht,
während wir hier sind,
genau in diesem Moment!

Ihr nehmt dabei keineswegs an der Politik oder dem Weltgeschehen teil, weil solche Dinge nur im TV existieren. Ihr braucht vor dem Handy oder dem TV nicht zu reagieren, braucht dort nichts und niemanden zu verändern.  

Das Denken erledigen der PC oder das Handy für Euch. Ihr habt keine Möglichkeit zu erfahren, ob mittels dieser Daten irgendetwas Reales beschrieben wird. 

Wie lange wollt Ihr noch so träge sein? 

Wir wurden als vielschichtige Form ins Leben gerufen. Wir sind ein vibrierendes Energiebündel, das sich körperlich, emotional, geistig und spirituell in Form dieser Bewusstseinskörper ausdrückt.

Doch Ihr beobachtet Eure eigene Reaktionen nicht. Denn Ihr geht nicht hinaus und beschäftigt Euch nicht mehr mit realen Dingen.   

Wir haben die Wahl:

Stimmen wir uns auf das Leben mit unserem Bewusstsein ein!

Oder wollen wir weiterhin nur auf die Ersatzbildschirme starren?

Wenn Ihr zu den mitfühlenden Menschen gehört, die auf unserer Welt Orte wie Ruanda, Syrien, Mali aufsuchen wollen, dann tut es! 

Andernfalls ist es für jeden von uns tödlich, irgendeinen Gedanken an irgendeine Wirklichkeit zu verschwenden, die uns via Handy und TV & Co. vermittelt wird. 

Warum sollten wir uns Unfälle, Erschiessungen oder verhungernde Menschen ansehen, wenn wir in diesem Moment keine Erste Hilfe leisten oder Nahrungsmittel besorgen können?

Deine Aufmerksamkeit wird dabei vom Hier und Jetzt abgelenkt. Du wirst in einer Situation fehlen, in der Deine Aktivität gerade gebraucht wird.  

Je öfters Ihr auf Dinge reagiert, die Euch nicht unmittelbar betreffen, desto öfters ignoriert Ihr die Dinge, um die Ihr Euch gerade kümmern müsstet.  

Wir brauchen nur die Geräte abschalten 

Kehren wir jetzt sofort in unsere eigene Welt zurück. Entziehen wir unsere Körper und unser Bewusstsein allen Gewaltsituationen

- mit Ausnahme derer, in denen Du aktiv hier und heute etwas tun kannst, um besänftigend einzuwirken!

Technologie kann ein Mittel oder ein Zweck sein. Die Wirklichkeitsspaltung hängt davon ab, für welches von beiden wir uns entschieden. Es ist ein grosser Unterschied zwischen wahrer Kreativität und Technologie:  Kreativität belebt die Natur, während Technologie sich stets belastend auf sie auswirkt. 

Fördern wir also unsere Vitalität, damit wir kraftvoll und voller Energie unser Leben im Jetzt leben!


 

Frühling, die intensivste Jahreszeit

 

Juchhu,  Früüühling. Endlich wieder Licht und steigende Temperaturen. Sichtbar, hörbar, spürbar regt sich überall neues Leben. Die Aktivität nimmt zu, in der Umwelt rund um uns. 

Die spezielle Energiequalität des Frühlings verstehen wir sofort, wenn wir einen Baum in Frühling mit allen Sinnen beobachten:

Ausbreiten

wie die Äste und Zweige dem Licht entgegen drängen. Das Grün und die Blüten explodieren gerade rund um uns förmlich. 

Aufsteigen

wie der Saft die Nährstoffe bis ganz nach oben verteilt, in jede Knospe, in jedes Blatt. Diese Zirkulation schenkt dem Baum an Saft und Kraft, damit er trotz seines harten Holzes geschmeidigt und biegsam bleibt.

Der Bambus gilt in der chinesischen Philosophie als der Inbegriff dieser Energie. Wer gut verwurzelt und saftig ist, der beugt sich den Stürmen des Lebens auch bis zum Boden. Doch wenn der  Sturm vorbei ist, dann richtet er sich in aller  Würde und Schönheit wieder auf.    





März und April

sind für uns die energetisch intensivsten Monate in diesem Jahr. Es zirkuliert eine enorme Wucht  an veränderlicher Energie rund um uns. Zusätzlich zum intensiven Frühlings-Qi flutet auch eine Menge an Informationen zu uns, die uns heftig bewegen.

In unseren Körper-Geist- und Seelenlandschaften sorgt die "Leber-Energie" nicht nur für die Zirkulation von Qi und Blut, sondern  auch für den freien Fluß an Gefühlen. 

 Harmonische Gefühle, das bedeutet nicht, immer gute Laune zu haben. Sondern Gefühle müssen angemessen kommen und gehen  dürfen, auch Ärger und Trauer. 

Kann das Leber-Qi gut arbeiten, können  unsere Gefühle  sich weiter wandeln ohne feststecken zu bleiben. Das nennen wir psychische Gesundheit, weil wir voller Vitalität immer wieder die innere Balance wiederfinden.

Ist das Leber-Qi dagegen überfordert, werden wir gereizt, gestresst, Frust und Ärger staut sich auf. Körperlich bilden sich Verspannungen,  Kopfweh, wir können nicht mehr gut durchschlafen. Auch das Verdauungssystem kommt zunehmen unter Druck und kann nicht mehr richtig arbeiten, weil das nervensystem nicht mehr ausreichend in den Ruhemodus umschalten kann.

Dann sollten wir dringend dafür  sorgen, dass unser Leber-Qi wieder entlastet wird.

Gut für sich selbst zu sorgen

ist sehr wichtig, nicht nur jetzt, aber jetzt besonders. 

Wir stärken die Zirkulation von Qi und Blut. Sanfte Bewegung tut gut. Regelmässig Spazierengehen ist der beste Gesundheitsport. So kommen wir wieder in unseren eigenen Rhythmus, atmen  tief durch an frischer Luft und tanken dabei Licht. Das Handy lassen wir bewusst zu Hause.

Statt im Mief und Kunstlicht des Fitnesstudios, mit Radiogedudel im Hintergrund auf der Tretmühle zu schwitzen, gehen wir besser flotten Schrittes eine Runde ums Dorf.

Wir  sollten nur die Informationen empfangen, mit denen unser Herz in Resonanz geht. Das wichtigste Fasten heutzutage ist Informations-Fasten!

(Das ist Thema für einen eigenen Beitrag)



29. Januar 2025

Selbstgemachtes Ingwer-Zimt-Öl

 

Korrekt formuliert simmert in der Küche gerade ein Sesamöl-Warm-Auszug aus geraspeltem, frischem Ingwer, zerkleinerter Ceylonzimtrinde, Gewürznelken  und Kardamonkapseln. Die Gewürze werden in warmem Pflanzenöl extrahiert, so dass sich die Wirkstoffe darin lösen.

Anleitung:

100g frische Ingwerwurzel
gründlich waschen und abbürsten.
Im Mixer zerkleinern oder 
auf der Gemüsereibe grob raspeln.

200g Sesamöl dazugeben.

(Falls gewünscht, zusätzlich
3 Gewürznelken
5 zerstossene Kardamonkapseln
2 Esslöffel geschnittene Ceylon-Zimtrinde
)

Im Wasserbad für 2 Stunden simmern lassen. Etwas abkühlen lassen und durch ein feines Stahlsieb filtrieren. Auf dem Photo sieht man gut, dass ein gröberes Küchensieb vor dem deutlich feineren Filter hängt. Die feinporigen "Goldfilter" aus Metall für Kaffee (hier die günstige Version des schwedischen Möbelhauses) eignen sich hervorragend:




Das filtrierte Ingwer-Öl-Konzentrat lässt sich sowohl äusserlich als auch innerlich vielseitig verwenden, wobei dieses konzentrierte Wirkstofföl immer für die Anwendung verdünnt wird. Auch die verdünnte Ölmischung wird sehr sparsam verwendet.

Äussere Anwendung:

1 Teil Ingwer-Wirkstoff-Öl wird mit
2 Teilen Pflanzenöl verdünnt. 

Dafür eignet sich prima das hochwertige, kaltgepresste Olivenöl aus der Küche. Olivenöl an sich ist schon ein entzündungshemmendes Heilöl für die Haut. Sesamöl hat eine stark entgiftende und sanft wärmende Wirkung.

(Wer möchte, kann auch andere Pflanzenöle verwenden, wenn eine  bestimmte Wirkung erwünscht  ist. Kokosfett oder Ghee machen die fertige Hautpflegemischung etwas zähflüssiger.)

Als Massageöl intensiviert  es die Durchblutung im Gewebe, durchwärmt die Muskulatur und löst Verspannungen effektiv. Es wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und regt die Zellbildung an. Als Hautpflegeöl eignet es sich auch zur Narbenpflege, bei Pickeln und bei Akne.

Durch die Erweiterung der Gefässe kann es  sogar helfen, Blutgerinnsel vorzubeugen, z.B. bei einer langen Reise.

Wann immer  Wärme  gut tut, z.B. bei kalten Händen, Füssen, bei Erkältung und Husten, kaltem Bauch, bei Menstruationsschmerzen, bei rheumatischen Beschwerden, etc. wird bei Bedarf sparsam mit dem Öl sanft massiert.

Grundsätzlich empfiehlt sich bei regelmässiger Anwendung vorher die Hände gut anzufeuchten. Oder man trocknet die Haut nach dem Waschen nur teilweise und massiert das Öl in die gut feuchte Haut ein.

Auch als Badezusatz lässt es sich verwenden. Optimal ist, die Körperstelle vorher sparsam mit etwas Öl einzureiben. Im heissen Wasser wird die Aufnahme über die Haut stark intensiviert.  (Bei einem Vollbad die Füsse  aussparen, damit man nicht ausrutscht!)

Die  Ölmischung kräftigt das Haar, regt das Wachstum an und lindert trockene Kopfhaut und Schuppenbildung. Zur Haarpflege wird die verdünnte Ölmischung in die Kopfhaut und die Haare gut einmassiert. Mind. 30 Minuten bis zu mehrere Stunden darf es einwirken. Dann wäscht man die Haare mit einem  milden  Shampoo.

Bei entzündlicher Haut und Akne kann eine Maske mit Heilerde angerührt werden. Dafür  rührt man je 1 Esslöffel Ölmischung, grüne Heilerde und 1 Teelöffel Honig zu einer  Paste. Der Honig verstärkt die antiseptische und entzündungshemmende Wirkung. Sie wird auf die vorgereinigte Haut aufgetragen und ca. 15  Minuten wirken lassen. Diese Paste kann auch auf  ein Tuch gestrichen als Auflage verwendet werden.

Innerliche  Anwendung:

2-3 Tropfen des Ingwer-Öl-Konzentrates werden mit 1 Teelöffel Honig verrührt. Der Honig verstärkt die antiseptische und entzündungshemmende Wirkung. Das Immunsystem wird  unterstützt.

1 Tasse kochendes Wasser auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Dann die  Ingwer-Honig-Mischung darin auflösen und schluckweise trinken. 

Am besten wirkt es ca. 30  Minuten vor einer Mahlzeit. So kann das Verdauungssystem die Nahrung besser verarbeiten und die  Nährstoffe gut aufnehmen. Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit und Krämpfe werden gelindert.

Die Ausscheidungsfunktion der Nieren wird ebenfalls angeregt, damit die Entgiftung. Daher sollte zusätzlich reichlich heisses Wasser pur getrunkten werden. Auch bei Entzündungen, wie Reizdarm und rheumatischen Erkrankungen, werden Schmerzen und  Schwellungen gelindert.


 

28. Januar 2025

Ruhe vor dem Neumond

 

Der Mond galt in allen alten Kulturen als unser  Lehrer. Indem die Menschen die Rhythmik der Mondin beobachteten, fanden sie heraus, was  auch unsere Körper- Geist- und Seelenlandschaft braucht, um wieder in Harmonie mit dem Lauf des  Lebens zu kommen. Wir sehen am Nachthimmel das Spiel von Licht und Dunkelheit. 

Licht 

ist auch ein Symbol. Es steht für Bewusstsein, Achtsamkeit, für das aktive Denken und den  Intellekt. 

Dunkelheit

symbolisiert die unbewussten Kräfte, das Verborgene, das, was im Dunklen ruht - oder lauert?  Denn die Dunkelheit wird ja  auch wenig wert geschätzt, sondern macht vielen Menschen auch Angst.  Doch geschieht Kraftsammeln, Heilung und Regeneration immer im Verborgenen, im Dunkel der Nacht, wenn wir ruhen und schlafen. Oder zu Zeiten, in denen wir uns bewusst Ruhe gönnen und  die  Augen zur Entspannung  schliessen.

Der dunkle Mond 

lehrt uns, dass zu diesen Zeiten der Intellekt wenig Priorität hat. Wir dürfen dem  Denken und der Rationalität Pause gönnen. Über viele Jahrhunderte blieben unsere Vorfahren in den Dunkelmondnächten wohlweislich zu Hause. Auch heute sind das nicht  die bestgeeigneten Nächte für Outdoor-Parties ohne das erhellende Licht des Mondes.

Dunbkelmondnächste  laden aber  dazu ein, sich gemütlich einzukuscheln und früh schlafen zu gehen. Morgens dürfen wir es uns vielleicht auch mal gönnen, etwas länger liegen zu bleiben. 

 Die Müdigkeit, die wir gerade in den Knochen spüren, ist die  Körperintelligenz, die uns dazu auffordert. Gerade jetzt können wir lernen, mehr unserem Bauchgefühl zu folgen. 

Die alten Chinesen nannten  den Solarplexus "das gelbe  Gehirn im Bauch". Hochspannend, dass die moderne  Neurologie  feststellt, dass dieses Nervengeflecht sogar wichtiger ist als das Gehirn im Kopf. Bei Schädigung des Gehirns können der Körper und seine  Funktionen noch prima ablaufen. Doch ist der Solarplexus geschädigt, kann der noch so hellste Verstand das  Leben nicht aufrecht erhalten!

Die Bauchweisheit ist allerdings nicht sonderlich gesprächig.Schon gar nicht, wenn wir Ruhe benötigen. Dann signalisiert er nur sehr spärlich "Daumen hoch/runter". 

Frag Dich selbst: "Soll ich  heute noch XY erledigen?" Achte nicht auf  den Verstand und sein Gelabere. Reagiert dein Bauchgefühl mit "Ugh....", dann ist das die Aufforderung, keine Energie dafür zu verschwenden. Spürst du dagegen einen neugierig-kraftvollen inneren Schub, dann bist du damit im Einklang.

In der Dunkelmondzeit unterstützen wir uns selbst  am besten, wenn wir genug Luft  für Ruhe und Pause im Terminplaner lassen. Das Regenerieren kann unser intelligenter Körper und die  Seele  von selbst. Wir müssen sie nur machen lassen! 

Zu viel umme Ohren für Pause!

Was tun, wenn wir viel zu viel zu tun haben, um uns Pausen zu gönnnen? Gerade das bedeutet, dass wir sie umso nötiger haben! 

Die Zeit, die du dir nicht für dein Wohlergehen nimmst, die nimmt sich  die Krankheit (irgendwann). Schlauer wäre, statt unplanbar irgendwann krank und schwach zu sein, lernen Ruhepausen zu planen.  

Strategische Disziplin

Es gibt Disziplin zum  Erledigen von Aktionen. Und es gibt beinharte Disziplin, sich zumindest zu dieser Zeit genug Schlaf  und Erholung zu schaffen. 

Wer übermüdet am Schreibtisch sitzt, schafft  nix  kraftvoll mehr weg, sondern verplempert unkonzentriert Energie. Eine halbe Stunde Mittagspause gibt soviel Energie, dass wir viel mehr wegschaffen können.

Es braucht keinen totalen Rückzug. Sondern Dunkelmondzeiten sind wie die gelbe Flagge beim Autorennen: Achtung, Gefahr im Verzug.  Langsam machen. Sich nicht vorwärts scheuchen. Vielleicht wäre jetzt die Gelegenheit  günstig für den strategischen Boxenstop. 

Wenn wir dazu bereit sind, erkennen wir auch die vielen kleinen Gelegenheiten, die uns zu Ruhe und Pause  einladen. Nutzen müssen  wir sie selbst. Geniessen wir die halbe Stunde Pause.