29. Januar 2021

Unmögliche Visionen in 2021 realisieren (Teil II)

 

Alice lachte.
"Das hat doch keinen Sinn weiter zu üben", sagte sie.
"Keiner kann an Unmögliches glauben!"

"Ich sage Dir, Du hast einfach nur nicht genug Übung", antwortete ihr die Königin.
"Als ich in deinem Alter war, habe ich das täglich  eine halbe Stunde lang geübt. Tja, an manchen Tagen habe ich es geschafft, noch vor dem Frühstück bis zu sechs unmögliche Dinge zu glauben."
(aus Lewis Carroll, Alice im Spiegelland)

Nicht genug damit, dass wir in diesem Jahr an Unmögliches glauben sollten, sondern mit Hilfe der Saturn/Uranus-Energie können wir sie sogar erreichen!

Gibt es etwas Unmögliches,
das Du schon lange erreichen willst?

Welche alten Muster willst Du endlich überwinden?

Dann findest Du hier ein Ritual, das aus drei Opfergaben besteht. So folgen wir dem Plan, den das kollektive Unbewusste für uns hat. Die alten Mythen weisen uns den Weg zum magischen Erfolg. Nicht für jede Zeitqualität finden wir einen alten Mythos, der diese Energie beschreibt, wie jetzt den Kampf von Alt gegen Neu. Dieser Kampf wird nie enden. 

Spannend ist allerdings, wie Uranus  im Laufe der Jahrhunderte gewandelt wurde. Als am Rande unseres Sonnensystems, noch hinter dem damals äußersten Planeten Saturn, ein weiterer entdeckt wurde, gab man ihm den Namen des von ihm entmachteten Vaters, Uranus. Heute gilt Uranus als Symbol für Freiheit und Erfindungsgabe, als Rebell für Veränderung.

Solange wir "im Karee springen", mitten im Ring kämpfen, kommen wir nie dort raus. Das ist nie endende archetypische Schlacht. Die Mythen lehren, dass wir aus dieser Denkschublade raus müssen, umdenken. Wir brauchen vielleicht eine List, wie die Mutter ihren Sohn versteckt, damit er den alten Diktator stürzen kann.

Und Jupiter-Zeus durchbricht die alten Kreise der Macht mit seiner Kreativität. Er wird Vater vieler neuer Welten. Daher gebührt ihm unsere erste Opfergabe:

Die erste Opfergabe:
Sechs unmögliche Träume

Jupiter kann uns auf völlig neue Gedanken bringen. Er ist keineswegs der lüsterne, frivole  Gott der Täuschung. Um ihn zu ehren, müssen wir uns geistreich zu höheren Visionen aufschwingen. Wir widmen uns der Realisation von sechs geradezu unglaublichen Träumen, die für uns Bedeutung haben.

"Wähle Deine Zukunft mithilfe Deiner Vorstellungskraft", so Caroline Casey. Das ist unser erster Schritt. Stelle Dir drei unmögliche Dinge vor, die Du Dir für Dich selbst wahr werden lassen willst. Dann stell Dir drei weitere, unmögliche Dinge für die ganze Welt vor.

Schreib sie auf, und zwar auf ein quadratisches Blatt Papier, ca. 10x10 cm. Auf die eine Seite schreibst Du Deine persönlichen Visionen, auf die andere die globalen Wünsche.

Doch Vorsicht!

Bleib achtsam, dass Du nicht versehentlich IN das Quadrat hineinspringst -- Das bedeutet, dass Du Partei ergreifst für die eine oder die andere Seite in diesem Kampf zwischen Saturn und Uranus. Ein Beispiel, vielleicht wünschen wir uns für das Kollektive, dass all die raffgierigen Gauner und Betrüger aufwachen und erkennen, wie sie sich selbst betrügen. Doch mit einer solchen Wertung, führen wir den Kampf z.B. "für Gerechtigkeit" nur weiter. Doch wir können uns wünschen, dass Wahrheit in dieser Welt  wieder Wert geschätzt wird.

Was auf die Liste der Visionen kommt, wissen wir vielleicht recht schnell. Falls nicht, dann warte in Ruhe ab und denk drüber nach, meditiere. Im Kollektiven gibt es so viele Krisen, die unsere Welt bedrohen, Klimawandel, Kriege, Pandemien, Wirtschaftskrisen, all die Ungleichgewichte von Macht, Geld, Nahrung, Lebensraum, Religion. Nimm, was Dir am Herzen liegt, vielleicht auch bezogen auf Dein gesellschaftliches Umfeld, Familie, Nachbarschaft, Heimat.

Für die persönlichen Visionen, wähle die aus, die Du auch aufregend findest. Was Dich nicht emotional berührt, zählt nicht. Fang dort an, wo Du Dich blockiert fühlst.
Wo fehlt Dir Wachstum und Entwicklung?
Welchen unmöglichen Traum hegst Du insgeheim,
dass er bitte wahr werden möge?

Die zweite Opfergabe:
Eine kleine Kniffelei

Die Energie von Quadraten versetzt uns in Spannung. Sie fördern Kreativität, Stärke und unsere volle Überzeugung. Sie schieben uns raus aus der Komfortzone, damit wir lernen, mit jeder Situation irgendwie fertig zu werden; die Kraft finden, Dinge zu Ende zu bringen; Durchhaltevermögen, Standhaftigkeit, Willenskraft und Zielgerichtetheit.

All das erbitten wir nun in diesem zweiten Schritt, daher bringen wir unsere zweite Opfergabe dar, mit einer angemessen rituellen Geste an Saturn und Uranus:

Wir wandeln auf den Pfaden der alten Mythen, und wie einst Jupiter-Zeus Mutter, wollen wir unsere Vision noch geheim halten und gut verstecken. Wir falten das Papier mit unseren Träumen zu einem Kranich.

©Himiko.ch

Jawoll, wir falten einen Origami-Kranich. Darin hast Du keine Übung? Umso besser. Es darf ja eine Herausforderung sein. Wir geben, opfern, schenken unsere Mühe, unsere Hingabe. Such Dir im Internet die beste Anleitung. Üb erst mal mit einem größeren Stück Papier:
Sadako und die 1000 Kraniche
Eine gute Faltanleitung 

Ach, Du kannst den Kranich schon falten? Dann falte einen Kranich für Dich und weitere für andere Menschen, die eine unglaubliche Vision dringend Not-wendig haben, z.B. weil sie einsam oder erkrankt sind, s. die Geschichte von den 1000 Kranichen.

Diese Aufgabe hat zwei Ziele. Zum einen wollen wir unsere Wunschliste tarnen, indem wir ihr Flügel verleihen. Zum anderen wollen wir unsere Hingabe unter Beweis stellen, das ist nämlich die beste Weise, um die Aufmerksamkeit der Götter auf unseren Wunsch zu ziehen. Und wenn es nicht auf Anhieb klappt, macht nix. Dann probier es weiter. Wir haben Zeit, uns mit vollem Herzen dieser Aufgabe zu widmen, zumindest bis zum 17. Februar!

Während wir Kraniche falten, halten wir unsere Konzentration, so gut wie möglich, bei unseren Visionen und dem Papierquadrat. Vielleicht magst Du sogar dabei summen, singen, beten?

Wenn unser Kranich sich dann unglaublich schön entfaltet hat, dann suchen wir für ihn einen besonderen Ort. Vielleicht magst Du ihn nach ganz oben zu setzen, nahe dem Himmel bei den Göttern, auf das höchste Bücherregal? Oder Du baust ihm ganz versteckt  ein Nest, wie die Vögel bald auch? Lass Dich von Deiner Intuition leiten.

Die dritte Opfergabe:
Respekt erweckt die urweibliche Göttin

Doch ohne die uralten, urweiblichen Schöpfungsgöttinnen wäre Veränderung, und damit Leben, nie in die Welt gekommen. Sie beobachten mit klarem Blich, was passiert, und haben immer einen Plan, um notfalls eine Situation mit Improvisation zu retten. Als sexuelle Partnerinnen von Uranus und Saturn-Kronos sind sie empfänglich für die Kräfte der Realität. Auch sie sind kreativ. Sie gebären ihre Kinder aus ihrem Bauch heraus. Und sie sind weise, sie können abwarten, bis der rechte Augenblick gekommen ist, bis ihnen die Intuition den passenden Plan sendet.

Gaia und Rhea waren in den antiken Kulturen ihrer Zeit das, was wir heute das "göttliche Feminine" nennen oder die Mondgöttin. Dieses urweibliche Göttliche steht immer auf der Seite des Lebens. Sie lebt in uns allen (auch in den Männern) als unsere unbewusste Körperweisheit. Sie ist der Urbegriff für den inneren Heiler, die Ernährerin, die Trösterin, die Schöpferin.

Um beiden Göttinnen-Aspekten in diesem Mythos gerecht zu werden, bringen wir im dritten Schritt zwei Gaben dar. Die erste Opfergabe ist unser versprechen, zu unserem Körper eine liebevolle, fürsorgliche Beziehung aufzubauen. Es ist ja mittlerweile völlig "normal", zumindest, wenn wir auf die unheilsamen Botschaften der Gesellschaft hörten, unsere Körper als fehlerhafte Objekte anzusehen. Es klingt, als gehörten die nicht zu uns, als wären sie beschädigt, schwach, falsch konstruiert und bräuchten dringend eine Werkstatt.

Das Gegenteil klingt viel erbaulicher:
Unsere Körper sind Intelligenz in Aktion. Wir sind die fleischgewordenen Gaia. Respektieren wir sie also. Wenn sie uns Symptome des Nicht-Heil-Seins präsentiert, alarmiert sie uns, dass unsere Lebensgewohnheiten außer Balance sind. Sie will gehört, muss wahr genommen werden. Sie ist nämlich wirklich um unser Heil besorgt.

Die andere Opfergabe für die Göttin in uns, ist das Versprechen, dass wir uns, so oft wie möglich, erwischen wollen, wenn wir uns der Veränderung, dem Wechsel und Wandel widersetzen. Wir merken das daran, dass wir irritiert, verärgert oder ungeduldig sind, ob im Kleinen oder Großen. Schwupp, stecken wir wieder im inneren des Quadrats fest. 

Doch selbst dann können wir mit dem klarem Blick der Göttin uns selbst beobachten. Werden wir weiser und lernen wir zu erkennen, sobald wir in den männlichen Machtmustern stecken, wenn uns die Herren im Kopf rumspuken. Warten wir. Bis uns die Intuition den richtigen Plan zeigt. Das ist das Geschenk der Göttin.

So unangenehm solche Übergangsphasen immer sind, sind sie doch die Tore zu neuen Welten, die uns wachrütteln und neues Verständnis beschweren. So könnten wir in diesem Jahr mit unseren Emotionalitätsschüben umgehen: sie annehmen als Tore zum Erwach(s)en.

Überblick über das Jahr des Rituals

Die Schlüsseldaten für 2021 sind die Tage rund um den
17. Februar,
15. Juni und am
24. Dezember.

Nutzen wir diese Daten. Fangen wir unsere Träume und verleihen unserem Kranich Flügel bis Mitte Februar. Ziehen wir Mitte Juni Zwischenbilanz und entlassen wir sie zum Jahresende. Doch viel wichtiger als der Kalender ist unsere präsente Aufrichtigkeit - durch jede Phase des Rituals. Schludern wir es halbherzig hin, wie andere, lästige Verpflichtungen, wird nicht viel bei rauskommen. Heiligen wir das Ritual:

  • Formulieren wir sechs unerfüllbare Visionen,
    drei für uns persönlich, drei für die Welt.
  • Schreiben wir sie, je drei auf eine Seite,
    auf ein quadratisches Papier.
  • Lernen wir, aus diesem Blatt einen Origami-Kranich zu falten. Verstecken wir so unsere Wunschliste in einer anderen Gestalt. Die Mühe und die Kniffeligkeit heiligt das Mittel. So beweisen wir unserer inneren Göttin, dass wir willens sind durchzuhalten, auch wenn es schwierig  und frustrierend ist. Gratulieren wir uns selbst, wenn wir diesen Schritt geschafft haben.
  • Finden wir einen angemessenen Platz für unseren Kranich. Ein Gebet, eine Fürbitte hilft, dass sich unsere Visionen dort einnisten.
  • Halten wir diese Symbolik das Jahr über in unseren Gedanken wach. Ehren wir die Göttin, indem wir unseren, ihren Körper ehren. Wenn Ärger, Frust oder Ungeduld in uns aufflammt, nutzen wir diese Ausbrüche ganz opportunistisch, als neue Zugänge zum Reifen und Wachsen.


Denken wir dran,
diese Verpflichtung gehen wir
für das ganze Jahr 2012 ein!
Viel Glück im neuen Jahr!

(Dieser Beitrag basiert auf den beiden amerikanischen Originalartikeln von Dana Gerhardt in freier, angepasster Übersetzung. Herzlichen Dank an Dana, für die Genehmigung der Nutzung, vor allem aber für ihre Inspiration!)