11. Januar 2020

Strategien für 2020


(Fortsetzung von Teil I, Der Einfluss des Universums 2020)

Folgende Strategien werden uns gerade in diesem Jahr helfen, das Beste aus der Zeitqualität zu machen und die zur Verfügung stehenden Energien konstruktiv zu nutzen. 

Denken wir daran: jede Energie an sich ist weder gut/schlecht, sondern neutral. Es liegt an uns, WIE wir sie einsetzen!

Selbstfürsorge an Nummer 1  

Nur wer selbst keiner Hilfe bedarf, kann anderen helfen. 
Gerade für sensible Menschen, die sich leicht von pessimistischen und schwierigen Emotionen und Stimmungen einfangen lassen, ist dieser Tip eine Überlebensstrategie. 

Sich um sich selbst zu kümmern, ist allerdings ein sehr aktiver Prozess. Jeden Tag gilt es, sich selbst Zeit für sich zu nehmen, um das Nervenkostüm des Körpers zu klären und den Geist zu beruhigen. Nur ein friedlicher Geist ist nämlich in der Lage, die innere Stimme zu hören. Der Verstand glaubt eine Menge zu wissen. Er dreht sich zu gern unproduktiv grübelnd im Kreis und verheddert sich gern in Illusionen, Erwartungen und Vermutungen. Die Stimme des Herzens dagegen folgt immer dem Pfad der Seele. Je besser wir unser Nervensystem beruhigen, desto weniger krank macht uns das moderne Leben. So kann sich unser aufgewühlter, innerer Hektiker mal wieder entspannen. 

Dafür gibt es unzählige einfache Techniken, so dass jede eine findet, zu der er Zugang bekommt. Schlichtes Atmen zum Beispiel, oder Sitzen und Atmen (hier schon beschrieben) oder Spazierengehen (hier mehr dazu). Oder sich einfach 20 Minuten lang und flach auf den Rücken legen und sich selbst spüren, beobachten, wie Körper, Geist und Seele sich beruhigen und entspannen. 

Je entspannter unser Nervenkostüm ist, desto weniger schnell drehen wir am Rad. Wir alle kennen das. Je mehr die Nerven blank liegen, desto schneller reagieren wir auf jede Kleinigkeit völlig überspannt. Und was machen wir, wenn genau das passiert?

Fragen wir uns:
Ist es wirklich mein Thema?

Je besser wir in täglicher Selbstfürsorge trainiert sind (ja, das kann und muss man üben!), umso schneller bemerken wir, wenn wir ausser Gleichgewicht geraten. Wie oft war morgens die Welt noch in Ordnung und abends sind wir total daneben, weil irgendwas passiert ist, was unsere Schalter umgelegt hat. Halten wir inne. Fragen wir uns, ob das wirklich mein persönliches Thema ist. Und, in diesem Falle, ist die Antwort ein Ja. Ja, ich bin damit in Resonanz gegangen. Ja, es ist mir unter die Haut gegangen. Ja, es hat mich aus meiner Mitte rausgeschuppst.

Jetzt können wir uns in aller Ruhe um unsere aus der Balance geratenen Gefühle kümmern. Damit sind wir wieder bei Schritt 1: Selbstfürsorge. Hilfreich ist zu verstehen, dass alle Emotionen einen Sinn haben und wertvoll sind. Sie alle sind Signale, die uns ganz körperlich in Bewegung (in motion, e movere = E-motion) bringen, z.B. flau im Bauch, Herz rasen, Hirn entleeren, Panik aufsteigen, vor Angst in die Hose machen lassen. 

Je besser wir die dahinter steckende Botschaft verstehen, desto schneller können wir  die Emotionen, die uns zu schaffen machen, durch uns hindurch fliessen lassen, statt sie festzuhalten, Blockaden entstehen zu lassen. Das Gefühl hat nämlich seinen Job grösstenteils erledigt, wenn es unsere Aufmerksamkeit erregen konnte. Es hat unser unbewusstes, unaufmerksames Dahinleben gestoppt. 

Jetzt können wir uns um den entsprechenden, bedürftigen Teil in uns kümmern. Wir nennen ihn einfach mal kindlichen Anteil. Die meisten Gefühle, die uns aus der Contenance bringen, sind solche kindlichen Anteile. Ignorieren und verdrängen wir sie, bringen sie unser Nervensystem in Unruhe, sie heizen es allmählich immer mehr auf.

Nehmen wir z.B. Wut und Ärger, welchen Zweck hat der? 
Er macht uns stärker, verleiht unserem inneren Krieger Energie. Und er ist ein Zeichen dafür, dass unsere Grenzen in Gefahr sind oder bereits verletzt wurden. Wir haben die gesunde Grenze überschritten, die unser Inneres von der äusseren Welt trennt. Statt unseren Ärger  nach Aussen am Anderen auszulassen, sollten wir uns besser zurückziehen! Kommen wir wieder zu uns selbst. Lauschen wir auf unser Herz, warten wir auf seinen Rat. 

Kummer und Sorge reinigen uns dagegen von unangemessenem Verbundensein. Depressionen schützen das überlastete Nervensystem vor weiterer Reizüberflutung. All unsere Emotionen sind symbolisch gesprochen ein Geschenk vom inneren Heiler, von "Mutter Erde", der inneren Mutter, die für unser Wohlbefinden und unsere Heilung zuständig ist. 

Gehen wir in uns. 
Überprüfen wir diese Worte. 
Ebenso wichtig, wie den Weg raus zu finden, 
ist nämlich,
zunächst einen Zugang nach Innen zu suchen. 

Wenn  wir uns mies fühlen, jedoch keinen äusseren Auslöser dafür finden, dann haben wir meist die Gefühle anderer angenommen. Emotionen lassen sich genauso schnell wie Erkältungen einfangen, wenn unser psychoemotionales immunsystem geschwächt ist. Es ist so wichtig, die eigenen von Fremdgefühlen unterscheiden zu lernen, um gesunde eigenen Grenzen zu bewahren. 

Letztlich spielt jedoch keine Rolle, woher die emotionale Energie stammte. Wir fangen uns nichts ein, was nicht ohnehin schon ein wunder Punkt für uns war. Schnappen wir ein negatives Gefühl auf, haben wir eine weitere Möglichkeit, dieses Thema in den Heilungsprozess zu bringen. 

Nimm es nicht persönlich!

Don Miguel lehrt uns, es nicht persönlich zu nehmen (hier mehr dazu!). Weder die eigenen, noch die Leiden der anderen. Manchmal braucht es dafür nur 3 Minuten bewusstes Durchatmen. Statt mit zu leiden (auch in in Selbst-Mitleid) bringen wir uns in die heilsame Distanz des Mitfühlens ohne Anhaftung.  

Ein mitfühlendes Herz ist keine Schwäche sondern eine Stärke. Wahre spirituelle Meister weinen um die Leiden der ganzen Welt, ohne sich selbst daran zu erschöpfen. Das allerdings mussten sie zuerst lernen. Dann üben sie es immer wieder. Wir können das genauso - lernen und üben!

Fortsetzung folgt...

Der Einfluss des Universums 2020


Wir leben im Universum.
Das Universum hat Einfluss auf uns.

Wir werden immer sowohl durch schwache und erst recht von starken Einflüssen bewegt. Manche stammen aus uns selbst. Andere von unserem Umfeld, der Familie und unseren Freunden, Kollegen, Nachbarschaft. Und weitere Energien stammen von unserer Erde und dem Kosmos, der ums umgibt.

Mit dem Wandel der Zeit erleben wir auch einen Wechsel an Qualitäten der Lebensenergie, die uns umgibt und beeinflusst. Manchmal fühlen wir uns gejagt. Das Herz rast. Im Bauch ist Übelkeit. Am liebsten würden wir den TV ausschalten und uns verkriechen, wenn wir z.B. die Nachrichten sehen mit ihren atembeklemmenden Meldungen von Terror, Krieg und Bedrohung.

Willkommen in diesen interessanten Zeiten!

Die Energieeinflüsse des Universums sind in 2020 vom ersten bis zum letzten Tag durchaus voller Wucht. Angefangen mit einer partiellen Mondfinsternis, gefolgt von kleineren und grösseren Zyklen, spüren wir zur Zeit vor allem die erneute zyklische Begegnung zweier grosser Planeten, die sich auf ihren Bahnen begegnen.  
(für Interessierte: u.a. Konjunktion Saturn/Pluto)

Es handelt sich um einen starken, langsam wirksamen kulturellen Einfluss. Wir spüren ihn schon seit 2 Jahren herannahen. Und dieser Einfluss wird uns auch durchs ganze Jahr begleiten. Unter diesem Einfluss gehen alte Welten unter und neue werden geboren. Alle 32-38 Jahre wiederholt sich dieser zyklische Prozess, der globale Strukturen erschüttert und restrukturiert. Noch nie verlief dieser Prozess ohne Trümmer:
  • Im Jahre 1914 erlebte die Menschheit den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Mit seinem Ende endeten auch einige Nationen und Regierungen.
  • Die Wiederholung 1947 markiert das Ende des 2. Weltkriegs, wieder haben sich Nationen  resturkturiert und die NATO wurde gegründet, die immerhin 60 Jahre Frieden erhalten konnte.
  • 1982 hat es die ökonomische Landkarte verändert. Angefangen hat es mit einer weltweiten Rezession, die den Weg bereitet hat für die deregulierende Wirtschaftspolitik von Reagan und Thatcher. Deren Haifisch-Kapitalismus warf den Schutz der Mittelklasse über Bord und fütterte die Gier der Konzerne. Ergebnis: Neuverteilung des globalen Reichtums zugunsten der oberen 1%.
  • Heute erleben wir die NATO unter Druck (zum Glück noch nicht unter Beschuss). Die Reichtumsschere hat historisch den Rekord erreicht. Jedes dieser zyklischen Ereignisse testet die Strukturen der Welt, die sich im vorausgegangenen Zyklus entwickelt hatten.  In welche Richtung die Ereignisse laufen, ist offen. Wir können beobachten, wie Geschichte entsteht.

Es braucht keine Vorhersagen, die uns prophezeihen, wie scharf der Wind der Veränderung uns gerade ins Gesicht bläst, weil wir es sehen und fühlen. Wir merken, dass wir in Zeiten der Entscheidung leben. In menschlichen Gesellschaften breitet sich eine schwierige, destruktive Gefühlslage aus.

Wie gehen wir am besten damit um, gerade wenn wir sensibel sind?
Wie schaffen wir es,  unsere Augen offen zu halten,
und uns aktiv für die Zukunft einzusetzen, die wir uns ersehnen?

Wichtig ist zuerst, dass all diese Energien und Einflüsse neutral sind, weder "gut" noch "schlecht". Es handelt sich dabei um Energien, die schlicht gerade verfügbar sind. Allein unser freier Wille hat die Entscheidung, ob wir mit diesen Energien eher destruktiv oder glückbringend umgehen wollen. Ausgehend von unserem Willen auf dem Nährboden unserer Erfahrungen nehmen wir diese neutralen Energien jedoch sehr individuell wahr. Sie wirken in Form von archetypischen Mustern auf uns ein.

Wir können diese Zeitqualität jederezeit bewusst nutzen, um dramatische, positive Veränderungen in Gang zu setzen.  Wir können diese ganze Wucht und Kraft dieser archetypischen Energien nutzen, um die ernsten Probleme unser (Um-)welt anzupacken, seien es die Ungerechtigkeit der globalen Ökonomie oder Ökologie, ob im Grossen oder im Kleinen, Überschaubaren in unserer Nachbarschaft/Umwelt. Wir können zumindest unser eigenes Leben so umstrukturieren, dass es uns besser entspricht. 

Diese Zeitqualität fordert uns zu Verantwortlichkeit und Autorität auf. Sie rüttelt uns wach, will unsere Augen öffnen, damit wir in diesem Jahr selbstbestimmt und in voller Verantwortung für unsere Taten agieren!

Die Alternative ist, alle Verantwortung auf andere zu schieben und ihnen zu überlassen, wie unsere Welt gestaltet wird. Damit zementieren wir die alten Machtgefüge. Die globale Macht bleibt bei denen, die sie schon haben, und die daraus resultierenden Probleme werden weiter wachsen. In unserem eigenen Leben bleiben wir in der passiven Ohnmacht gefangen. Das hält uns in Angst, Zusammenbruch, Depression, Macht- und Kraftlosigkeit oder erschöpfender Frustration. Und noch schlimmer, selbst wenn wir uns auf positive Ziele fokussieren, schwirren immer noch all diese negativen Energien durch das kollektive Energiefeld. 

Wie überleben wir diese Zeiten am besten? 

Fortsetzung folgt...

(Dieser Artikel umfasst u.a. auch Ideen und Lehren meiner Lehrer, z.B. von Joachim Stuhlmacher, Heiner Frühauf, Don Miguel und Dana Gebhard. Mein Dank geht an sie für ihre regelmässigen Lektionen, die uns immer wieder helfen, wach zu bleiben.)



24. November 2019

Qi Gong 2019/2020



Der Dienstagskurs bei Mechelinck ist bereits zu Ende.
In dieser Woche enden alle anderen Kurse.

Im neuen Jahr starten wir ab
Freitag, 17. Januar wieder.

Mit 10 Terminen werden wir bis Ostern
den Winterschlaf aus den Zellen scheuchen
und wieder in Schwung kommen.

Bis dahin wünsche ich allen Teilnehmern
eine gemütliche, ruhige und regenerative
Winter- und Weihnachtszeit!




14. November 2019

Zum Berufsstand des Heilpraktikers


Zur Zeit steht der Beruf des Heilpraktikers immer wieder in den Medien. Diese Berichterstattung ist erstaunlich selten gut recherchiert und strotzt meist vor sachlichen Fehlern,  schlampigen Fakten und sehr einseitiger Meinungsmache.

Alle großen Heilpraktiker-Verbände BDH, FDH und UDH haben reagiert, u.a. mit einem offenen Brief des BDH an Patrick Larscheid, dem Leiter des Gesundheitsamtes Berlin-Reinickendorf, der sich in der Sendung sehr uninformiert äußerte. Die Arbeitsgemeinschaft für TCM hat sich dem offenen Brief angeschlossen und mitgezeichnet. Der offene Brief kann z.B. unter www.bdh-online.de eingesehen werden.

Korrekt ist dagegen:

Heilpraktiker werden durch eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien reguliert(s.A.),das Heilmittelwerbegesetz §3 Abs. 2 untersagt ihnen – wie allen in Heilberufen tätigen Personen – Heilungsversprechen zu machen. 

Was die invasiven Therapien betrifft: Hier gilt für Heilpraktiker der gleiche Maßstab wie für den Arzt. Heilpraktiker unterliegen der gleichen Sorgfaltspflicht wie der Arzt, das heißt, so verbieten sich alle Therapien, die sie nicht „lege artis“ („nach den Regeln der Kunst“) durchführen können, weil sie dem Patienten eine fachgerechte Behandlung schulden, für die sie auch die entsprechende Qualifikation haben. Außerdem verbieten sie sich Therapien, die nicht ihren Prinzipien entsprechen und klassisch schulmedizinisch oder mit hohen Risiken verbunden sind.Zudem verbieten sie sich alle Tätigkeiten, für die der Gesetzgeber eine Einschränkung vorsieht, das sind meist solche, für die ein allgemeiner oder spezieller Arztvorbehalt gilt.

Zudem muss sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt ergeben, „dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die ihn aufsuchenden Patientinnen und Patienten bedeuten würde." 

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist nicht einheitlich, da der Heilpraktiker-Beruf kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist, sondern als Zulassungsberuf gilt. 

Das Heilpraktikergesetz regelt lediglich, dass jeder, der den Heilpraktiker-Beruf ausüben möchte, eine Zulassung beantragen kann. Mit der Ersten Durchführungsverordnung ist geregelt, dass dies auf der Grundlage von bundeseinheitlichen Leitlinien geschieht. Nicht festgelegt ist jedoch, wie der Heilpraktiker-Anwärter beziehungsweise der Antragsteller seine berufliche Qualifikation erwirbt. 

Die Prüfungsmodalitäten obliegen den Ländern, wobei die Gesundheitsämter die Prüfungen organisieren und der Antragsteller von einem Gremium aus Amtsärzten und Vetretern der Heilpraktiker-Fachverbände geprüft wird.
 

13. November 2019

5 Phasen der Akzeptanz



Die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross hat durch ihre Forschungen ein uraltes Lebensprinzip wiederentdeckt und uns "Menschen im Westen" mit modernen Worten nahe gebracht. Alle  Lebensprozesse (nicht nur die schwierigen) verlaufen über 5 Stufen. Dies betrifft sowohl einfache Alltagsthemen, bei denen wir schlicht aufgefordert werden, unglückliche Gewohnheiten zu verändern. Es betrifft umso mehr die Wendepunkte in unserem Leben, die grossen Krisen, mit denen wir von einem Lebensabschnitt zum Nächsten wechseln. 
Dabei erkennen wir unschwer die 5 Wandlungsphasen, wie sie die chinesische (Medizin-)Philosophie als Modell des Lebensrades mit den Zyklen verwendet, die mit unterschiedlichen Rhythmen ablaufen. Und auch wenn sich ein Prozess ständig wiederholt, z.B. der Tageslauf, so ist doch kein Tag wie der andere. Mal wird die eine, mal eine andere Phase mehr betont, eine kommt zu kurz, eine andere ist in Fülle oder im Mangel. Alle Phasen hängen voneinander ab und bedingen einander. Wann immer eine Phase aus der Balance gerät, entsteht eine Stockung, eine Blockade, ein Symptom.

Die fünf Phasen der Akzeptanz


Eine banale Erkältung ist wohl die Krankheit, die wir alle noch am ehesten akzeptieren. Aber selbst da rebellieren wir oft zu Beginn: Das kann nicht wahr sein, nicht gerade jetzt (schon wieder) ne Erkältung? Wo kommt die denn her? Warum ich, kann ich doch gar nicht brauchen? In der Firma/Familie gehts drunter und drüber, wenn ich schon wieder krank bin!

Selbst bei solch einer Banalität, bleibt uns oft nichts  anderes übrig, als uns ins Bett zu legen und die Krankheit auszukurieren. Wir müssen akzeptieren, dass wir nichts mehr daran ändern können und das Beste draus machen.

Erste Phase:
Nicht wahrhabenwollen, Verdrängen (Wasser)

Wieso Ich, wieso jetzt?
- Schliesslich haben wir immer gesund gelebt, uns gut ernährt, nie geraucht! Damit sind wir doch vor jeglichem Unbill geschützt. Und es tut ja auch nichts weh. Das ist bestimmt eine falsche Diagnose! Oder übertragen auf  andere Lebensgebiete: Wieso kündigen die mir? Wieso verlässt mich mein Partner?

Diese Phase ist wichtig, um nicht komplett mit einer Situation überfordert zu sein. Wir lernen, uns allmählich mit der Situation anzufreunden. Die Lernaufgabe in diesem Stadium heisst also, die Krise willkommen zu heissen!

- Regt sich da in Ihnen etwa Widerstand?
Genau: Wir wollen das doch gar nicht haben, wir wollen es weg haben, ungeschehen machen, weitermachen wie bisher. Wieso soll ich das bitteschön willkommen heissen, annehmen?

Zweite Phase:
Frust und Ärger (Holz)

In dieser Phase ist der Patient immer noch überfordert. Diese blöde Erkältung, wir nörgeln rum, sind un-Leid-lich im wahrsten Sinne. Wir sind verärgert, dass es ausgerechnet uns getroffen hat. Wir wollen uns gar nicht mit dieser Erkältung, oder XY beschäftigen, wir bocken wie ein Kleinkind. Die Wut wird an sich selbst und der Umwelt ausgelassen. Vielleicht suchen wir auch nach Schuldigen, die uns das eingebrockt haben. Blanke Hilflosigkeit breitet sich aus.

Dritte Phase:
Verhandeln (Feuer)


Die dritte Phase ist schon beinahe die Akzeptanz der Krankheit. Wir haben den gelben Schein für den Arbeitgeber, und bleiben immerhin zu Hause. Aber maximal zwei Tage, schliesslich haben wir noch viel vor!

Der Patient weiss nun, dass er sterben muss, will aber quasi für diesen hohen Preis noch eine Gegenleistung. Wenn ich schon sterben muss, dann aber erst, wenn das Enkelkind auf der Welt ist. Ist das Enkelkind auf der Welt, beginnen neue Verhandlungen mit dem Tod.


Vierte Phase:
Depression (Metall)


Die Depressionen werden immer wieder auftreten im Wechsel mit den anderen Phasen. Sie werden hervorgerufen durch eine Verschlechterung des eigenen Zustandes, dem Erkennen, dass die Zeit immer knapper wird - und dem Angewiesensein auf fremde Hilfe (und vieles mehr).

Gerade beim Beispiel unserer trivialen Erkältung durchlaufen wir nicht immer alle Phasen. Meist sind wir schon wieder auf dem Wege der Besserung, wenn wir endlich Ruhe gegeben haben.

Fünfte Phase:
Akzeptanz (Erde)

Annehmen und Akzeptanz heisst ja nicht, dass wir mit einverstanden sind. Annehmen bedeutet nur: so ist es. Wenn wir es annehmen, dann können wir daraus allmählich erwachsen. Wir können das Bestmögliche daraus machen, die Krise zur Chance verwandeln. 

Der Sterbende hat den Tod nun akzeptiert. Er wird sich auf seine ganz eigene Art und Weise von diesem Leben und den Angehörigen verabschieden. Der Mensch mit einer unheilbaren Erkrankung oder Behinderung muss neue Wege finden, um das Beste daraus zu machen und damit weiter zu leben.

Das Rad des Lebens


Diese fünf Phasen werden  von Mensch zu Mensch und Situation zu Situation unterschiedlich stark intensiv erlebt und durchlebt. Von der einen Person wird vielleicht die erste Phase als schlimmste und langwierigste durchlebt und die anderen Phasen nur noch kurz und oberflächlich empfunden oder sogar ausgelassen.

Es ist auch möglich, dass die Phasen immer wieder durchlebt werden. Wer sich mit seinem Schicksal vielleicht schon abgefunden hat, kann plötzlich durch ein neues Medikament wieder Hoffnung schöpfen, die dann aber genauso schnell wieder zunichte gemacht werden kann, weil das Medikament nicht anschlägt. Und wieder dreht sich das Rad des Lebens.


30. September 2019

7 Stufen der Gefahr und der Erkrankung (Teil II)


Im Teufelskreis der Stufen 4-7

(Fortsetzung von Teil I)
 
Ab Stufe 4 kommt eine Eigendynamik hinzu. Es entwickelt sich ein Teufelskreis. Die schädigenden Gewohnheiten erzeugen eine Abhängigkeit von weiter schädigendem Verhalten. Es kommt z.B. zu ausgeprägtem Suchtverhalten, ob von Genussmitteln, auf die nicht mehr verzichtet werden kann, oder von Medikamenten, wie dem Antidepressivum oder Schmerzmittel. Ab hier wird es immer schwerer, ohne fachkundige Hilfe aus der Abwärtsspirale auszusteigen.
Die schulmedizinischen Medikamente bringen vielleicht kurzfristig eine Scheinbesserung, aber immer um den Preis von eher massiven Nebenwirkungen. Je mehr Schmerzen, desto mehr Schmerzmittel. Die führen wiederum zu neuen Symptomen und zur Verstärkung von Schmerzen. Auch Hormongaben lindern zwar vielleicht kurzfristig, schwächen aber die Eigenproduktion im Körper. So führen sie nur zur weiteren Dysregulation und zu Degeneration der hormonbildenden Drüsen. Chemotherapie bremst kurzzfristig das Tumorwachstum, führt zugleich jedoch zur Organschwächung und sogar zu Neuentartung von Zellen oft in anderen Organen (= Krebs im nächsten Organ). Das Antidepressivum ist eigentlich nur für kurze Einnahmedauer (Tage bis Wochen) zugelassen, macht hochgradig abhängig und hat als Nebenwirkung wiederum Depressionen, die umso schwerer wirken!
Die Heilmittel der Stufe 1-3 gelten weiterhin. Es fällt nur immer schwerer, diese im immer schwerer fallenden Alltag umzusetzen. Und das, obwohl es sich dabei um genau das handelt, was für das gesundes Funktionieren unseres Körpers Not-wendig ist und bleibt!

Stufe 4 - Entzündungen:

Alle Krankheiten die auf "-itis" enden,
z.B. Gastritis (Magenschleimhaut), Arthritis (Gelenke), Sinusitis (Nebenhöhlen)…
Immer verbunden mit
massiver Schwächung des Immunsystems
,
zunehmenden akuten Schmerzen
bis hin zu chronischem Dauerschmerz.
Auch die emotionale Spannungszustände nehmen zu,
aus Launenhaftigkeit wird Frust.
Trauer, Wutausbrüche, Angst und Panik etc. treten auf.

Stufe 5 - Organschädigung und Geschwürbildung
:

Zellen und Gewebe ist nun in beträchtlicher Menge zerstört.
Alles wird chronisch und unerbitterlich.
Bildung von Wunden und Geschwüren mit starken Schmerzen;
Offene und nässende Geschwüre
;
funktionelle und strukturelle Veränderungen;
zunehmende Menstruation, Zysten, Myome, stärkere Blutungen.

Stufe 6 - Verhärtung
:

Bildung von Narben, Verknöcherungen, Verhärtungen;
Toxine werden eingekapselt ("gutartige" Tumoren).
Noch ist die Zellbildung unter Kontrolle.
Es kommt zu Knochen- und Nervensymptomen,
z.B. Osteoporose, Multiple Sklerose, Parkinson.
(Das Nervensystem ist gut geschützt
und wird erst ab dieser Stufe,
wenn die Organe nicht mehr kompensieren können,
in Mitleidenschaft gezogen)

Stufe 7 - Ignoranz, Arroganz (Anmaßung), Krebs, Tod:

Zellbildung entartet und werden parasitär! 

(= "Bösartige" Tumoren)
Der Mensch trennt sich immer mehr von seiner natürlichen Umwelt und lebt nur noch auf sich bezogen. Entweder entsteht die Überzeugung, dass andere schuld an seinem Zustand sind (Opferrolle). Oder er kämpft gegen seine Krankheit, gegen den eigenen Organismus (gefördert vom medizinischen Paradigma) und verweigert sich auf dieser Weise dem Lernprozess des Lebens.
Diese Stufen (nach Robert Klaushofer) stellen zugleich allerdings auch ein schrittweises Voranschreiten im Laufe des Lebens dar. Wir nennen es dann Altern. Das ist wiederum keine Krankheit. Sondern es ist ein ganz natürlicher Prozess, gegen den es folglich auch kein Wundermittel gibt, auch wenn uns die Anti-Aging- und Pharmaindustrie versucht, was anderes zu erzählen - vielmehr: zu verkaufen.
Der Unterschied zwischen obiger Progression in die Krankheit und dem Altern ist das Tempo des Verfalls und die Intensität. Gesundes Altern verläuft gerade in den Stufen ab 4 längst nicht so rapide und gewaltsam. 

Und die 3 Haupt-Heilmittel kennen wir bereits,
die gelten auch auch für ein gesundes Alter:
  • den Körper mit dem versorgen, was er zum Funktionieren braucht
  • des Guten zuviel vermeiden (zuviel Essen, aber auch zuviel Belastung!)
  • alles, was ihm nicht gut tut, konsequent meiden

Das wird allerdings oft unbequem.
Das leiteinische Wort "patientia" heisst Geduld.
Genau die braucht es,
zusammen mit Ruhe, Schonung und viel Disziplin!

"Ist einer von Euch krank?"


wird im Jacobus-Brief (5,14-15) gefragt und dort wie folgt beantwortet:

"Dann rufe er die Ältesten. Sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten."

Diese Anweisung steht hinter dem Sakrament, das ursprünglich Krankensalbung genannt wurde. Dieses ist ein Heilmittel und ein Segen für Kranke. Wann immer unser gesundes Leben erschüttert wird, bei jeder (ernsthafteren) Erkrankung dürfen wir diesen Segen mehrmals und wiederholt während einer Erkrankung und in unserem Leben empfangen.

Daraus haben die modernen abendländischen Kirchen das Sterbesakrament der letzten Ölung gemacht. Aus einem Heilritual wurde der Vorbote des Todes. Der Herbst erinnert uns daran, dass auch der Tod Teil des Lebens ist:


Energie vergeht nicht. Sie wandelt sich nur. Das wissen alle Physiker und Mystiker. Unser ganzes Universum besteht aus Schwingungen. Dass ausgerechnet nur das menschliche Leben die einzige Ausnahme dessen sein sollte, wäre doch ein eigenartiger Gedanke. Die Natur schwingt in den ihr eigenen Rhythmen.

Der Herbst erinnert uns daran. Die Energie-Qualität der Natur ist nun nicht länger belebend und aktivierend, wie das Yang von Frühling und Sommer. Sondern die heisse Begeisterung vom Sommers kühlt nun deutlich ab. Die abnehmende Intensität der Sonnenenergie befeuert uns nicht mehr länger. Zunehmende Dunkelheit lässt uns müder werden. Das Schlafbedürfnis steigt um ca. 2 Stunden. Wir sollten also früher zu Bett und morgens etwas länger schlafen. Wir und unser Körper brauchen wie die Natur nun Ruhe und Regeneration nach der anstrenden Wachstumsperiode. Je kälter es wird, desto mehr schützt sich das Leben durch Rückzug nach Innen und bewahrt im Todesschlaf des Winters schlummernd die Lebensenergie, bis die kommende Frühlingswärme sie wieder wachküsst. Willkommen in der ruhigen Qualität des Yin.

Die kommenden Feiertage von Herbst und Winter erinnern uns daran, dass auch wir Teil des grossen Kreislauf sind. Wir können ihm freiwillig folgen durch bewusste Rituale von Rückzug, Ruhe und Besinnung. Wir können aber auch bis zur Erschöpfung rackern bis wir durch Er-Kältung und Krankheit in die Ruhe gezwungen werden. Wir haben die Wahl...