31. Mai 2010

Es ist Sommer!




Basierend auf Heiner Frühaufs
englischer Übersetzung
des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian,
"Eight Pieces
On Observing
the Fundamental Principles of Life")


(Photo von Arkadius Neumann, Pixelio)





Die drei Sommermonate werden durch die Energie des Feuers belebt, und stehen in Zusammenhang mit Wachstum, Blüte und Reifen. Das Herz-Qi ist erfüllt von Feuerenergie. Wenn die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, neigt das Verdauungssystem leicht zu Erkältung, die sich in Form von Durchfällen äussert (Anm.: Reise-Diarrhoe, sog. "Montezumas Rache"!). Während dieser Zeit ist es sogar besonders ungünstig, einen solchen Kälte-Durchfall zu bekommen, weil der Körper damit wertvolles Yin-Qi verliert (das Yin-Qi ist aber gerade zur Kühlung des Organismus wichtig). Kommt es zu einem solchen Durchfall, sollte keinesfalls mit ausleitenden Massnahmen therapiert werden. Stattdessen kommen besser schweisstreibende Kräuter zum Einsatz. Noch besser ist natürlich diese Erkrankung und andere damit zusammenhängende Symptome ganz zu vermeiden, in dem gerade während der Sommerhitze wärmende Speisen gegessen werden.
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Der Kopf ist der Treffpunkt aller Yang-Leitbahnen, und deshalb sollte er vor allem vor Windeinfluss gut geschützt werden. Gerade auch im Schlafzimmer sollten Sie Zugluft über dem Bett, v.a. am Kopfende vermeiden, um gesund zu bleiben. Während der Sommermonate ist es förderlich, täglich 100-200 Male die Kopfhaut zu bürsten. Hierbei sollten sie eine gute Bürste verwenden, um die Kopfhaut nicht zu verletzen, ausserdem sollten Sie dies an einem windstillen Platz machen. Diese einfache Technik vertreibt Wind aus den Leitbahnen(*) und klärt die Augen. (* Anm.: Schulmedizinisch nennen wir das dann z.B. Heuschnupfen.)

10. Mai 2010

Qi Gong Termine



Liebe Kursteilnehmer,

Freitag, 14. Mai
und
Freitag, 21. Mai
ist KEIN Qi Gong!

Geniesst das lange Wochenende
und übt zuhause, am besten im Garten
oder einem schönen Platz in der Natur!
(Die Termine hängen wir selbstverständlich hinten dran.)

Den Freitag nach dem Fronleichnam, 04. Juni,
können wir dagegen gerne zusammen üben!

Dann wieder die versprochene Erinnerung,
Yürgen Oster ist am 12./13. Juni
wieder auf der Museumsinsel Hombroich.
In diesem Jahr ist er nur im Juni und im November da.
Ich lege es Euch ans Herz,
es sind anstrengende Übungstage,
intensiv, bewegend, eingebettet in wundervoller Umgebung
- es lohnt sich!
Weitere Infos und Anmeldung hier

7. Mai 2010

Berufstand der Hebammen existentiell gefährdet


Die Situation der Beleg-, Geburtshaus-, und Hausgeburtshebammen:

Seit 2008 wurden die Versicherungsprämien bereits um 80% auf 2.400,- EUR jährlich angehoben. Zum 01.07.2010 steht eine weitere massive Prämienerhöhung bis zu 4.600,- EUR an. Dem gegenüber steht das zu versteuernde Durchschnittseinkommen der geburtshilflich, in Vollzeit tätigen Hebamme bei ca. 1.180,- EUR monatlich, was einem Stundenlohn von 7,50 EUR entspricht. All diese Hebammen leisten 7 Tage pro Woche eine 24h Rufbereitschaft, für die es in der Gebührenordnung noch nicht mal eine Abrechnungsziffer gibt!!! Diese Kosten werden von den betreuten Frauen selbst getragen (umgerechnet 8,50 EUR/Tag).

Seit einigen Jahren ist in der Geburtshilfe ein anhaltender Trend zur Zentralisierung zu beobachten. Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit werden kleinere Abteilungen geschlossen, zusammen gelegt, privatisiert oder ins Belegsystem umgestellt, um Personalkosten einzusparen. Jetzt werden sogar weitere kleine Belegabteilungen zusätzlich wegen der zu hohen Versicherungskosten der Hebammen und Ärzte schließen.

Besonders die Schwangeren auf dem Land leiden darunter, denn sie müssen weite Wege fahren, und bringen ggf. ihre Kinder im Auto auf die Welt, da es keine Hausgeburtshebammen mehr geben wird, die ihnen bei der Geburt in den eigenen vier Wänden zur Seite stehen könnten.

Die außerklinische Geburt stellt gerade heute, bei eklatanter Personalunterbesetzung in den Kreißsälen, dem Trend zu großen anonymen Perinatalzentren mit eingriffsreicher Massenabfertigung, einer Kaiserschnittrate über 30%, Tendenz steigend, eine wahrhaft sichere Alternative dar, belegt auch eine umfassende Studie aus dem Jahr 2009, veröffentlicht im deutschen Ärzteblatt:
zur Studie

Die obige Studie zeigt eindrücklich, dass Technik niemals menschliche Zuwendung ersetzen kann. Hebammengeleitete Geburtshilfe ist sicher, interventionsärmer und kostengünstiger!!!

Wir wollen Frauen in dem verwundbarsten und wunderbarsten Augenblick ihres Lebens kompetent, liebevoll und geduldig begleiten. Die professionelle Unterstützung durch Hebammenarbeit bewirkt nennenswerte Unterschiede, in dem sie Frauen mehr Sicherheit und Selbstvertrauen in ihre eigene Kraft vermittelt und vielen kleinen Erdenbürgern so einen gesunden, komplikationsarmen Start ins neue Leben ermöglicht.

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Seit 5. Mai läuft die Zeichnungsphase der E-Petition des DHV an den Deutschen Bundestag. Sie wird online hier unterzeichnet.

Eine Anleitung zum Zeichnen der E-Petition finden Sie hier.

4. Mai 2010

Der Fluss des Lebens



Wie ein langer Fluß ist das Leben nur wunderbar,
wenn es kurvenreich ist.


(Chen Ziang 661-702)

Ein wunderbarer, bildlicher Satz
zum Nachdenken, Sinnieren, darüber meditieren...


Dazu einige Passagen aus einem Artikel, den ich vor einigen Jahren schrieb:


Unser Ziel soll sein, das Leben zu fördern, die Bewegung im Fluß zu halten, sie wieder in den Strom des Lebens zu leiten. Als lebendiger Mensch können wir so den Weg in die Fülle des Lebens zurück finden. Dann wird der Akupunkteur selbst zur Nadel, das Gespräch mit dem Patienten schon zur Therapie. Jeder Augenblick im Leben, ob öffentlich oder privat, erfordert von uns, unser Wesen anzuerkennen.

Wer bin ich? Wer bist Du, mein Patient? Wir alle sind einzigartig, gottgeschaffen, perfekt auf unsere ganz persönliche Art, mit all unseren Stärken und Schwächen. Und genau so wird uns das Leben geschenkt, hier, jetzt, in genau diesem Moment. Leben heißt Atmen. Wenn wir uns selbst erkennen, dann sehen wir in jedem Austausch einen uns stärkenden Nahrungsquell. Wir sind geliebt, denn uns wird das Leben mit jedem Atemzug aufs Neue geschenkt. Denn Leben ist auch ein Synonym für Liebe. Wir bekommen solange Leben, Liebe geschenkt, bis der Ruf kommt, zu gehen. Dann atmen wir aus, aus, aus… Leben heißt auch sterben. Leben und Tod, beides bedeutet Einheit als untrennbare Teile des Ganzen. Aus der Einheit erst entstehen die Zwei, gegensätzlich und doch zusammengehörend, nicht trennbar. Das Leben bedingt den Tod, der Tod gebiert das Leben. Wir sind allein und doch nicht allein und verloren im Leben, in der Liebe, im Tod.

Wir sind zu jeder Zeit ein Teil des Ganzen, in uns fließt die Energie der Natur mit ihrem unendlichen Werden und Sterben, Ruhen, als Keimling, Wachsen, Aufblühen und wieder Vergehen. Das Leben lebt uns, nicht wir das Leben. Und zwar genau jetzt, denn keiner weiß, ob es ein Nachher, ein Morgen geben wird. Die Lebensumstände können wir oft genug nicht verändern, aber wir können wieder entdecken, die Sinne zu öffnen, um das großartige Potential des Lebens wahrzunehmen. Dann entdecken wir, dass wir in jedem Moment des Lebendigseins auch immer mindestens zwei Möglichkeiten haben, für die wir uns entscheiden können.

Wir alle sind ganz, wir alle sind bereits heil. Wir werden vollkommen geboren, wie auch die Natur vollkommen ist. Wir sind jederzeit bereits zu Hause. Aber es passiert, dass wir vergessen, in einem bestimmten Bereich zu leben, dass wir uns abgeschnitten fühlen von einem Lebensthema. Dann zeigt uns der energetisch dichteste Teil der Seele, der Körper, diesen Bereich mit einem „Huhu, hier, hier vergißt Du zu leben!“. Ein Symptom ist diese Erinnerung, dass wir verlernt haben, eine Wandlungsphase auszuleben. Wo gerät der Tanz des Wandels der Fünf ins Stocken? Kann sich derjenige noch freuen, lachen? Wie steht es um seine Achtsamkeit sich und anderen gegenüber, wie ist seine Ernährung? Was bedeutet ihm Respekt, was läßt ihn Erstaunen, was inspiriert ihn? Wie geht er mit Ruhe und Stille um, mit der Unendlichkeit, dem Ungreifbaren? Wo sind die Visionen, wie steigt seine Kreativität auf?

Dennoch bleiben wir perfekt, wie wir sind, es fehlt nichts. Das Fehlen eines der Fünf wäre der Tod, denn Leben bedeutet immerwährende Wandlung. Wir können nun gegen das „Huhu“ ankämpfen. Aber wir haben immer die Wahl. Wir können uns ebenso gut auf die Suche machen nach dem Geschenk des Lebens! Wir können lernen zu lieben, was wir bereits haben. Wir können beginnen, das Leben anzunehmen, welches uns, in welcher Form auch immer, noch möglich ist. Das, was verschüttet ist, können wir als Anfänger wieder erlernen, wieder lernen in unser Leben zu integrieren. Das Symptom, das „Huhu“, ist dabei unser Lehrer, der uns lehrt, uns selbst wieder wahrzunehmen, als Teil des ganzen Lebens. Er hilft uns zu erwachen, uns bewußt zu werden, wie wunderbar das Leben ist, das uns geschenkt wird. Es ist nichts falsch, wie es ist. Es ist einfach nur das Leben, das uns lebt.

Wir haben aber auch die Wahl, in unserer engen Wirklichkeit gefangen zu bleiben, in all unserem Leid, das aus nicht erfüllten Erwartungen resultiert. Wir können aber auch wieder lernen zum Beobachter zu werden, uns vom Tanz des Lebens mitreißen lassen. Dazu brauchen wir nur Schritt für Schritt lernen, wieder offen zu sein für all die Möglichkeiten, die das Leben sonst bietet. Statt Erwartender zu bleiben, können wir Beobachter werden; die Dinge, die das Leben bringt, annehmen, einzuschließen, ihnen und uns Raum geben, um zu wachsen und zu wandeln.