24. November 2019

Qi Gong 2019/2020



Der Dienstagskurs bei Mechelinck ist bereits zu Ende.
In dieser Woche enden alle anderen Kurse.

Im neuen Jahr starten wir ab
Freitag, 17. Januar wieder.

Mit 10 Terminen werden wir bis Ostern
den Winterschlaf aus den Zellen scheuchen
und wieder in Schwung kommen.

Bis dahin wünsche ich allen Teilnehmern
eine gemütliche, ruhige und regenerative
Winter- und Weihnachtszeit!




Wie man sich bettet, so schläft man!


Lattenrost:

Die wichtigste Aufgabe eines Lattenrostes ist, die Matratze zu belüften, damit sie nicht schimmeln kann. Daher sollte ca. die Hälfte der Fläche der Matratze von unten  Luft bekommen. Andererseits dürfen die Abstände zwischen den Latten nicht zu gross sein. Das schaffen auch die günstigsten Lattenroste.

Ausserdem sollte er möglichst starr sein. Das gewährleistet optimale Liegeeigenschaften, gerade bei Patienten mit Rückenbeschwerden! Die Hersteller behaupten, ein Lattenrost habe grossen Einfluss auf das bessere Liegen. Expertentests zeigen dagegen, dass sogar teure Roste die Liegequalität oft sogar verschlechtern!

Der einzige Vorteil eines gekauften Rostes kann die Verstellmöglichkeit sein, wenn sich Kopf- und Fussteil aufrichten lassen. Eine bequeme Sitzposition zum Lesen erreichen aber nur sehr wenige Lattenroste. (Vom Fernsehkucken im Bett ist ohnehin abzuraten. Und wer bettlägerig ist, liegt dann ohnehin im sogenannten Pflegebett in der Klinik, in der Pflege oder auch ambulant daheim...)

Selbstbau-Anleitung:

Optimal ist sogar ein selbstgebauter Lattenrost für ca. 35€ Materialwert. (Hier gehts zur Anleitung.) Ausgetauscht werden muss ein Lattenrost erst, wenn Latten durchgebogen oder gebrochen sind. Beim selbstgebauten können Sie einfach einzelne Latten bei Bedarf austauschen. Meist werden Lattenroste also völlig unnötig zu früh ausgemustert.

In der Bettenbranche wird mit Werbeversprechen soviel Unsinn erzählt, dass sich die Lattenroste glatt biegen. Auch Schoner und sonstige Auflagen kann sich der Kunde glatt sparen. (Es sei denn Inkontinenz ist bereits ein Problem!) Sie behindern nur den Feuchtigkeitsabtransport. Und bevor eine Matratze durch den Lattenrost verschlissen ist, sollte sie ohnehin längst ersetzt worden sein!
 

Matratze:

Aus hygienischen Gründen sollte die Matratze dagegen alle 8-10 Jahre ausgetauscht werden. Die Mindesthöhe beträgt 13cm, damit die Schultern ausreichend einsinken können. 16-18cm Gesamthöhe reichen völlig. Mit jedem zusätzlichen Zentimeter steigt der Preis, keineswegs jedoch die Liegequalität. Die Prinzessin auf der Erbse ist ein Märchen!
 
Auf weichen Matratzen sinkt der Körper tief ein und schwitzt in der Kuhle stärker. Und das natürliche Hin- und Herwälzen wird erschwert. Daher sollte die Matratze so fest wie möglich gewählt werden.

Irgendwelche "Hightech-Gel-Schichten" entpuppten sich in Tests als normaler Kaltschaum. Gute Kaltschaummatratzen gibt es als Aktionsware ab 70€. Die Preisunterscheide zwischen den günstigen Discounter-Rollmatratzen und den teuren Fachhandelsmatten sind ihre Euro nicht wert. Federkernmatrazen machen keinen Sinn, weder "Taschenfederkern" schon gar nicht metallische Federkerne. Matratzen werden meist als härter deklariert, als sie wirklich sind. Die "harten" Matratzen kosten oft mehr als die weicheren Varianten. 

Wer natürliche Materialien bevorzugt, liegt am besten auf einem klassischen Futon. (Damit sind nicht die hippen "Billigrollen" aus dem Möbelmarkt gemeint, sondern hochwertige in japanischer Tradition gefertigte Schlafmatten aus mehreren Baumwolllagen.) Das traditionell japanische Futon liegt direkt auf dem Boden und möchte täglich aufgerollt werden. So bleibt es fluffig und kann nicht schimmeln. Wir sollten auch das Futon auf einem Lattenrost verwenden, denn hier ist es nicht üblich, jeden Morgen die Matte aufzurollen und wegzuräumen. Für den westlichen Schlafkomfort werden oft noch Schafwolllagen zwischengelegt. So bleibt das Futon länger knuffig und braucht nur dann aufgerollt zu werden, wenn es nach einer Weile zu hart geworden ist.

Schlafzimmer:

Unbedingt Heizen! Ein Schlafzimmer muss im Winter tagsüber auf 18-20°C geheizt werden. Nur so kann die Luft die Feuchtigkeit, die nachts von Bettzeug und Matratze aufgenommen wurde, ausreichend aufnehmen und das Bett abtrocknen. 

Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen und wird für 2-3 Minuten kräftig gelüftet. Wer mag, kann das Schlafzimmer wieder auf ca. 18°C heizen. Über Nacht sollte das Fenster aber immer geschlossen werden. "Frischluftfanatiker" lassen besser im Flur oder im Zimmer nebenan ein Fenster offen. Auch ein gekipptes Fenster führt zu Luftverwirbelung im Schlafzimmer. Gerade Kopf und Nackenbereich sind nachts sehr empfindlich auf Windzug und Kühle. Und auch der Geräuschpegel senkt sich merklich bei geschlossenem Fenster. Der Körper braucht nachts Ruhe.

Lesetip/Quelle



Gut ausgeschlafen!


Nur wenige Menschen sind morgens gut ausgeschlafen. Viele klagen über Ein- und Durchschlafstörungen, über Rücken- und Nackenschmerzen nachts beim Liegen, über Hitzewallungen und Nachtschweiss. Und nur sehr wenige Menschen fühlen sich morgens ausgeschlafen.

Zuwenig Schlaf:

Bei den meisten Menschen beginnt das Problem bereits mit mangelnder Schlafdauer. Viele Menschen nehmen sich nicht genug Zeit zum Schlafen. Wer spät Feierabend hat, möchte abends noch Zeit für Familie und Hobby haben. Wer dann noch früh raus muss, der bekommt meist zuwenig Schlaf.  

Um 22h ins Bett zu gehen, ist heute unmodern. Auch wenn wir heute weniger körperlich arbeiten, so ist auch geistige Arbeit Stress. Im Sommer haben wir etwas weniger Ruhebedarf als im Winter, da dürfen es 1-2h mehr sein. Der Körper braucht ca. 8-10h Ruhe und Auszeit. Nur wer tatsächlich einen sehr meditativen, stressfreien Alltag (wie im Kloster!) hat, kommt mit weniger Schlaf aus. Ein recht gutes Indiz für ausreichenden Schlaf ist, wenn man morgens auch ohne Wecker aus dem Bett kommt, bzw. schon kurz vor dem Wecker wach wird.

Nicht auf dem Sofa einschlafen...

Viele Menschen nicken lieber erschöpft in Gelenk-mordender Haltung vor dem TV ein, als beizeiten schlafen zu gehen. TV ist übrigens keineswegs entspannend, sondern fordert das Hirn, unsere Sinne und Nerven weiterhin enorm, selbst wenn Sie schon lange erschöpft weggenickt sind. (Allein aus diesem Grund hat ein TV-Gerät nichts im Schlafzimmer zu suchen...)

Und wenn die Menschen dann, viel zu spät, in ihr Bett kriechen, können sie vor Erschöpfung nicht mehr einschlafen. Die Nacken- und Rückenschmerzen gibts gratis dazu. Sparen Sie sich sich das, gehen sie lieber direkt ins Bett!

Lieber gut meditiert als schlecht geschlafen:

Wer nachts oft wach liegt, hat meist das Gefühl "gar nicht" geschlafen zu haben. In der Tat zeigen jedoch selbst Schlaflaborüberprüfungen, dass der Organismus mehr Schlaf bekommt, als selbst eingeschätzt. Und im entspannten Liegen regeneriert der Körper dennoch. Also gilt hier die Devise: lieber gut meditiert als schlecht geschlafen. Machen Sie sich nicht verrückt. Lernen Sie lieber, entspannt atmend zu ruhen. 

Schlaftabletten helfen übrigens keineswegs. Sie betäuben den Körper, so dass Sie zwar einige Stunden nichts mitbekommen, aber sie behindern die Regeneration, die im natürlichen Schlaf geschieht. Danach sind Sie nicht erholt, bekommen aber eine Menge Nebenwirkungen gleich dazu... 

Machen Sie lieber einen kleinen Spaziergang abends und verzichten Sie  auf TV und Krimis. Hören Sie lieber entspannende, beruhigende Musik, träumen sie. Sorgen Sie für warme Füsse mit einem Fussbad. Mit kalten Füssen können wir nicht einschlafen. Sie können beruhigend-schlaffördernde Düfte verwenden, z.B. für das Fussbad 1/2 Teelöffel MoorLavendelöl von Dr.Hauschka bei kalten Füssen. Aromatherapeutisch haben sich Düfte wie Lavendel, Neroli, YlangYlang sehr bewährt zur Unterstützung des Nervensystems. Probieren Sie doch mal einen Kissenspray oder eine sanfte Massage der Füsse aus mit den beruhigenden, gebrauchfertigen Mischungen von Taoasis/Baldini  oder Primavera. (Diese beiden seriösen Anbieter qualitativ hochwertiger Duftstoffe sind gut über Apotheken, Reformhäuser, Bioläden oder auch Müllermarkt und online zu bekommen)


Dann gibt es einige Faktoren, die unsere Schlafqualität beeinflussen. 
Beginnen wir mit

Schlafposition und Kissen:

Unsere Wirbelsäule mag am liebsten lang und gerade sein. Die Krümmungen dienen dazu, beim Heben schwerer Dinge und beim Halten unseres schweren Kopfes, die Last bestmöglich abzuleiten. So kommen einseitige Belastungen auf die Bandscheiben. Im Liegen mag sich die Wirbelsäule zum Ausgleich strecken und wieder weittmöglich begradigen. Dann können sich auch die Bandscheiben wieder aufplustern und regenerieren. 

Durch unsere überwiegende Sitzhaltung und das Einsinken in schlechte Haltung im Alltag verkürzt die Muskulatur auf der Körpervorderseite. Aus Bequemlichkeit oder gar zur Schmerzvermeidung wird die regulierende Dehnung dann systematisch immer weiter verhindert. Der Kopf wird in der Überstreckung mit Nackenstützkissen gestützt. Das fördert Schnarchen und Zähneknirschen. Das Kreuz bekommt selbst im Auto oder im "Anti-Sitz-Stress-Sessel" (???) vor der Glotze "Lordosenstützen". Die Knie werden unterpolstert oder gleich hochgelagert. Damit werden die Hüften und Leisten wieder in die gewohnte Sitzposition gebracht und verkürzen immer weiter. Daher können viele Menschen gar nicht mehr entspannt lang ausgestreckt in Rückenlage liegen, geschweige in einer entspannten Bauchlage (ohne Kissen).

Können Sie noch ausgestreckt liegen?

Gerade das ist die wichtigste Übung für unsere Rückengesundheit. Legen sie sich immer wieder flach auf ein eher hartes Bett oder auf eine Decke, Matte oder weichen Teppich auf den Boden. Trainieren Sie jeden Tag eine Minute länger liegen zu bleiben, Beine lang, Nacken lang, Arme neben dem Körper. Lassen Sie mit jedem Ausatmen sich immer entspannter in den Boden sinken, es geschieht von selbst. Beenden Sie die Liegephase, bevor aus der ungewohnten Dehnung Schmerz entsteht. Manche Menschen halten das zunächst nicht länger als  1-2 Minuten aus. Ziel sind ca. 20 Minuten, perfekt z.B. für eine Ruhepause zwischendurch.

Sie wollen mehr darüber wissen?
Schauen Sie doch mal hier
die Kollegen Liebscher-Bracht haben ein informatives Video dazu! 
Alle danach noch unklaren Fragen beantwortet er hier.

Mit der Qualität des Bettes beschäftigen wir uns in Teil II!

14. November 2019

Zum Berufsstand des Heilpraktikers


Zur Zeit steht der Beruf des Heilpraktikers immer wieder in den Medien. Diese Berichterstattung ist erstaunlich selten gut recherchiert und strotzt meist vor sachlichen Fehlern,  schlampigen Fakten und sehr einseitiger Meinungsmache.

Alle großen Heilpraktiker-Verbände BDH, FDH und UDH haben reagiert, u.a. mit einem offenen Brief des BDH an Patrick Larscheid, dem Leiter des Gesundheitsamtes Berlin-Reinickendorf, der sich in der Sendung sehr uninformiert äußerte. Die Arbeitsgemeinschaft für TCM hat sich dem offenen Brief angeschlossen und mitgezeichnet. Der offene Brief kann z.B. unter www.bdh-online.de eingesehen werden.

Korrekt ist dagegen:

Heilpraktiker werden durch eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien reguliert(s.A.),das Heilmittelwerbegesetz §3 Abs. 2 untersagt ihnen – wie allen in Heilberufen tätigen Personen – Heilungsversprechen zu machen. 

Was die invasiven Therapien betrifft: Hier gilt für Heilpraktiker der gleiche Maßstab wie für den Arzt. Heilpraktiker unterliegen der gleichen Sorgfaltspflicht wie der Arzt, das heißt, so verbieten sich alle Therapien, die sie nicht „lege artis“ („nach den Regeln der Kunst“) durchführen können, weil sie dem Patienten eine fachgerechte Behandlung schulden, für die sie auch die entsprechende Qualifikation haben. Außerdem verbieten sie sich Therapien, die nicht ihren Prinzipien entsprechen und klassisch schulmedizinisch oder mit hohen Risiken verbunden sind.Zudem verbieten sie sich alle Tätigkeiten, für die der Gesetzgeber eine Einschränkung vorsieht, das sind meist solche, für die ein allgemeiner oder spezieller Arztvorbehalt gilt.

Zudem muss sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt ergeben, „dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die ihn aufsuchenden Patientinnen und Patienten bedeuten würde." 

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist nicht einheitlich, da der Heilpraktiker-Beruf kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist, sondern als Zulassungsberuf gilt. 

Das Heilpraktikergesetz regelt lediglich, dass jeder, der den Heilpraktiker-Beruf ausüben möchte, eine Zulassung beantragen kann. Mit der Ersten Durchführungsverordnung ist geregelt, dass dies auf der Grundlage von bundeseinheitlichen Leitlinien geschieht. Nicht festgelegt ist jedoch, wie der Heilpraktiker-Anwärter beziehungsweise der Antragsteller seine berufliche Qualifikation erwirbt. 

Die Prüfungsmodalitäten obliegen den Ländern, wobei die Gesundheitsämter die Prüfungen organisieren und der Antragsteller von einem Gremium aus Amtsärzten und Vetretern der Heilpraktiker-Fachverbände geprüft wird.
 

13. November 2019

5 Phasen der Akzeptanz



Die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross hat durch ihre Forschungen ein uraltes Lebensprinzip wiederentdeckt und uns "Menschen im Westen" mit modernen Worten nahe gebracht. Alle  Lebensprozesse (nicht nur die schwierigen) verlaufen über 5 Stufen. Dies betrifft sowohl einfache Alltagsthemen, bei denen wir schlicht aufgefordert werden, unglückliche Gewohnheiten zu verändern. Es betrifft umso mehr die Wendepunkte in unserem Leben, die grossen Krisen, mit denen wir von einem Lebensabschnitt zum Nächsten wechseln. 
Dabei erkennen wir unschwer die 5 Wandlungsphasen, wie sie die chinesische (Medizin-)Philosophie als Modell des Lebensrades mit den Zyklen verwendet, die mit unterschiedlichen Rhythmen ablaufen. Und auch wenn sich ein Prozess ständig wiederholt, z.B. der Tageslauf, so ist doch kein Tag wie der andere. Mal wird die eine, mal eine andere Phase mehr betont, eine kommt zu kurz, eine andere ist in Fülle oder im Mangel. Alle Phasen hängen voneinander ab und bedingen einander. Wann immer eine Phase aus der Balance gerät, entsteht eine Stockung, eine Blockade, ein Symptom.

Die fünf Phasen der Akzeptanz


Eine banale Erkältung ist wohl die Krankheit, die wir alle noch am ehesten akzeptieren. Aber selbst da rebellieren wir oft zu Beginn: Das kann nicht wahr sein, nicht gerade jetzt (schon wieder) ne Erkältung? Wo kommt die denn her? Warum ich, kann ich doch gar nicht brauchen? In der Firma/Familie gehts drunter und drüber, wenn ich schon wieder krank bin!

Selbst bei solch einer Banalität, bleibt uns oft nichts  anderes übrig, als uns ins Bett zu legen und die Krankheit auszukurieren. Wir müssen akzeptieren, dass wir nichts mehr daran ändern können und das Beste draus machen.

Erste Phase:
Nicht wahrhabenwollen, Verdrängen (Wasser)

Wieso Ich, wieso jetzt?
- Schliesslich haben wir immer gesund gelebt, uns gut ernährt, nie geraucht! Damit sind wir doch vor jeglichem Unbill geschützt. Und es tut ja auch nichts weh. Das ist bestimmt eine falsche Diagnose! Oder übertragen auf  andere Lebensgebiete: Wieso kündigen die mir? Wieso verlässt mich mein Partner?

Diese Phase ist wichtig, um nicht komplett mit einer Situation überfordert zu sein. Wir lernen, uns allmählich mit der Situation anzufreunden. Die Lernaufgabe in diesem Stadium heisst also, die Krise willkommen zu heissen!

- Regt sich da in Ihnen etwa Widerstand?
Genau: Wir wollen das doch gar nicht haben, wir wollen es weg haben, ungeschehen machen, weitermachen wie bisher. Wieso soll ich das bitteschön willkommen heissen, annehmen?

Zweite Phase:
Frust und Ärger (Holz)

In dieser Phase ist der Patient immer noch überfordert. Diese blöde Erkältung, wir nörgeln rum, sind un-Leid-lich im wahrsten Sinne. Wir sind verärgert, dass es ausgerechnet uns getroffen hat. Wir wollen uns gar nicht mit dieser Erkältung, oder XY beschäftigen, wir bocken wie ein Kleinkind. Die Wut wird an sich selbst und der Umwelt ausgelassen. Vielleicht suchen wir auch nach Schuldigen, die uns das eingebrockt haben. Blanke Hilflosigkeit breitet sich aus.

Dritte Phase:
Verhandeln (Feuer)


Die dritte Phase ist schon beinahe die Akzeptanz der Krankheit. Wir haben den gelben Schein für den Arbeitgeber, und bleiben immerhin zu Hause. Aber maximal zwei Tage, schliesslich haben wir noch viel vor!

Der Patient weiss nun, dass er sterben muss, will aber quasi für diesen hohen Preis noch eine Gegenleistung. Wenn ich schon sterben muss, dann aber erst, wenn das Enkelkind auf der Welt ist. Ist das Enkelkind auf der Welt, beginnen neue Verhandlungen mit dem Tod.


Vierte Phase:
Depression (Metall)


Die Depressionen werden immer wieder auftreten im Wechsel mit den anderen Phasen. Sie werden hervorgerufen durch eine Verschlechterung des eigenen Zustandes, dem Erkennen, dass die Zeit immer knapper wird - und dem Angewiesensein auf fremde Hilfe (und vieles mehr).

Gerade beim Beispiel unserer trivialen Erkältung durchlaufen wir nicht immer alle Phasen. Meist sind wir schon wieder auf dem Wege der Besserung, wenn wir endlich Ruhe gegeben haben.

Fünfte Phase:
Akzeptanz (Erde)

Annehmen und Akzeptanz heisst ja nicht, dass wir mit einverstanden sind. Annehmen bedeutet nur: so ist es. Wenn wir es annehmen, dann können wir daraus allmählich erwachsen. Wir können das Bestmögliche daraus machen, die Krise zur Chance verwandeln. 

Der Sterbende hat den Tod nun akzeptiert. Er wird sich auf seine ganz eigene Art und Weise von diesem Leben und den Angehörigen verabschieden. Der Mensch mit einer unheilbaren Erkrankung oder Behinderung muss neue Wege finden, um das Beste daraus zu machen und damit weiter zu leben.

Das Rad des Lebens


Diese fünf Phasen werden  von Mensch zu Mensch und Situation zu Situation unterschiedlich stark intensiv erlebt und durchlebt. Von der einen Person wird vielleicht die erste Phase als schlimmste und langwierigste durchlebt und die anderen Phasen nur noch kurz und oberflächlich empfunden oder sogar ausgelassen.

Es ist auch möglich, dass die Phasen immer wieder durchlebt werden. Wer sich mit seinem Schicksal vielleicht schon abgefunden hat, kann plötzlich durch ein neues Medikament wieder Hoffnung schöpfen, die dann aber genauso schnell wieder zunichte gemacht werden kann, weil das Medikament nicht anschlägt. Und wieder dreht sich das Rad des Lebens.


Der Winter hält Einzug

Gesundheit und Entspannung fördern
während der Wintermonate

Wenn wir an manchen Tagen das Gefühl haben, als würde es fast gar nicht mehr hell, dann wissen wir, dass wir im Winter angekommen sind. In unserer milden Region hängen zwar noch viele schlappe, alte Blätter an den Bäumen. Der  Herbst hat sich dennoch verabschiedet. Spürbar ist die klare Trockenheit der letzten Wochen einer nass-kalten "Usseligkeit" gewichen und der erste Frost hat auch schon die Wiesen weiss überzuckert.



Und gerade in diesem Jahr spüren wir die intensive Bewegung des Yin: zuerst das (be)drückende Abnehmen und Sinken der Energie im Herbst, nun das stille Sammeln des Winters. Die Bewegung der Lebensenergie in der Winterruhe ist minimal, sie beschränkt sich auf das Schützen und Wärmen des Inneren. Wir sollten im Alltag ebenfalls dieser Energie mehr Aufmerksamkeit und Zeit schenken.
 
Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life", sollten wir einige Hinweise beachten, damit wir die Energie des Winters förderlich für uns nutzen können:

Während der drei Wintermonate verschliessen sich Himmel und Erde und fallen in das Ruhestadium der Speicherung. Wasser gefriert zu Eis, und in der Erde bilden sich Frostrisse. Die Yang-Energie der Natur verbleibt ungestört. 

Es ist die Zeit, früh zu Bett zu gehen und erst dann aufzustehen, wenn die wärmenden Strahlen der Sonne am Morgen erscheinen. Kälte sollte gemieden, die Wärme dagegen gesucht werden. Vorsicht ist geboten bei Massnahmen, die die Hautporen öffnen, wie Sauna, heisse Bäder, schweisstreibener Sport. Beachtet man dies nicht im Winter, besteht die Gefahr, das Netzwerk der Nieren zu verletzen.

Es ist das Beste, sich in ein gut isoliertes Zuhause zurückzuziehen, auf regelmässige Nahrungsaufnahme zu achten, und seine Kleidung den Temperaturen anzupassen. Man sollte nicht zu wagemutig werden und sich dem kalten Wind aussetzen. 

(den ganzen Artikel hier lesen)

Diese Sätze erinnern uns daran, dass der Winter einst als Zeit der inneren Einkehr, Ruhepause und damit Zeit zum Regenerieren und Kräftesammeln sgeschätzt wurde. Denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt...