17. Juni 2014

Smoothies - aber richtig!


Smoothies aus frisch püriertem Obst und Kräutern als Vitalspender sind eine leckere Idee. Diese Modewelle schwappte aus der Rohkostbewegung als "green smoothie" zu uns herüber. Sie sind eine leckere und vitalstoffreiche Ergänzung des Speiseplanes, wenn man Obst, Gemüse und Salat, Kräuter und Sprossen je nach Saison frisch verwendet und geschickt kombiniert.

Der Verlust an Vitaminen bei schonendem Dünsten ist gering. Rohkost an sich ist schwerverdaulich und belastet den Organismus mehr als der Gewinn an Nährstoffen wert ist, weil der Darm diese nicht gut genug aufnehmen kann. Der minimale Verlust an Vitaminen wird durch den Rohkost- und Kräuteranteil mehr als ausgeglichen. Wer mit einem solchen Smoothie eine Mahlzeit, z.B. Frühstück oder Abendessen, ersetzen will, sollte einige wichtige Grundregeln beachten:

Lauwarmer Vital-Smoothie
  1. Saisonal & regional: Obst, Gemüse und Kräuter verwenden, die zu der Jahreszeit hier reifen.
  2. Blattgemüse, Salate und Kräuter werden das ganze Jahr frisch und roh mitpüriert.
  3. 1 TL (pro Portion)  Hirse, Reis oder Haferflocken werden in 1/2 Tasse Wasser oder Hafermilch gekocht und liefern gut verdauliche Kohlehydrate. 
  4. Wer mag, gibt noch 1 TL gekochte Hülsenfrüchte zu (so entsteht eine hochwertige Kombination aus Kohlehydraten und Protein, die v.a. für Vegetarierer sehr wichtig ist!). 
  5. Das frische Obst der Saison (Apfel, Birne, Pflaumen, Beeren) wird kleingeschnitten und zum gekochten Getreide (Punkt 3) zugegeben und dort kurz mitgedünstet. 
  6. Im Winter weicht man besser Trockenfrüchte über Nacht ein, statt importierter Südfrüchte!
  7. 1 EL Nüsse und Samen,
    oder 1 EL Mandel- oder Nussmus
    oder 1 EL hochwertiges Sesam-, Oliven-, Walnussöl zugeben und mitpürieren
    (damit die fettlöslichen Vitamine vom Organismus gut aufgenommen werden können.)
Alles kräftig mit 1/2 Tasse kaltem Wasser, Saft, evtl. einem Schuss Sahne, 1 EL Joghurt (nur im Sommer, ist im Winter zu kühlend!) nach Belieben schaumig pürieren. Experimentieren Sie einfach je nach Saison!


Sommerküche


"Kichernde Erbsen mit frischer Minze"

1 grosse Tasse Kichererbsen mit 2 Tassen Wasser über Nacht einweichen,
dann mit dem Einweichwasser und 1/2 TL Natron weich kochen.

2 TL Fenchelsamen in 2 EL Olivenöl anschwitzen. Die abgetropften Kichererbsen, 1 grosse Tasse zerkleinerte Tomaten (oder 1 Dose Pizzatomaten gehackt), Chili, Pfeffer Zimt, Nelken, piment nach Geschmack, und 10 Min. sanft köcheln lassen.

Dann mit 1 Handvoll Petersilie und 1-2 Zweigen frischer Minze (Kräuter grob hacken), Salz und etwas Zucker abschmecken. Lecker als leichtes Abendessen oder auch als Beilage. Schmeckt heiss, aber auch lauwarm sehr lecker.

(Originalrezept mit Bild hier)


6. Juni 2014

iM SCHNECKENTEMPO ZUR ERKENNTNiS


Auch - nein, gerade das ist "Qi Gong":
Aufmerksamkeit auf die feinen Bewegungen des Lebens, der Lebendigkeit in uns. Ein Fundstück, das wunderschön darstellt, wie unser Üben im Alltag wirken kann, in uns noch lange nachklingt:




Nichts verschwindet,
bis es uns das gelehrt hat,
was wir wissen müssen.
(Pema Chödrön)



Als ich gestern beim Qi-Gong mit mir unterwegs war machte es nicht nur "klick" sondern auch "klack"; es fühlte sich an, als ob ein grosser Gong - welcher schon lange auf seinen Einsatz gewartet hat - in mir geschlagen wurde. Ein "Schlüsselmoment" ... und ich war erstaunt, wie er meine Anspannung aus dem Körper wischte. 

Für Jeden gibt es Lebensthemen, die sich wie ein roter Faden durch unser Leben weben. Für Jeden sind sie oftmals mit sehr viel Schmerz verbunden. Für Jeden ist seine eigene Thematik sehr anstrengend, kräftezehrend & oftmals nervenaufreibend. Für Jeden ist Empathie ein großartiges Geschenk, wenn die Konfrontation mit dem Thema ansteht. Für Jeden entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, wenn er auf Menschen trifft, die in solchen Momenten ihr eigenes Thema bewusst zur Seite stellen können ... und ich bin dabei, solchen Menschen nun zu begegnen. Was für ein Geschenk! ... wenn alles sich von ganz alleine (aus)sortiert.


Und dann hörte ich die Schnecke flüstern: "Meine Spur - die ich hinterlassen habe - wird für immer sichtbar sein. Eklig oder schön, das liegt im Ermessen des Betrachters... 

auf jeden Fall einzigartig, als Individuum, denn 
Ich bin Ich.

(Danke an Petra für ihre Bereitschaft, nicht nur das Erlebnis in ihrem eigenen Blog mitzuteilen, sondern dass wir hier auch mit-teilen dürfen in Text und Photo)