24. November 2016

Den Beckenboden spüren, Teil 3


Da sich die Muskeln des Beckenbodens  im Körperinneren befinden und nicht sichtbar sind, fällt es manchmal schwer, ihn zu spüren. Da gibt es ein paar Tricks und Tips, die helfen. 

Zuerst den knöchernen Rahmen erspüren,
in dem der Beckenboden wie eine Hängematte aufgespannt ist:  


  • Im aufrechten Sitzen auf einer harten Stuhlfläche das Gewicht hin- und herrollen und die beiden Gesäßhöcker, unsere Sitzbeinhöcker spüren. 
  • Dann spüren Sie mal, ob Sie im Sitzen Ihr Steissbein wahrnehmen können, wenn Sie das Gewicht nach hinten verlagern. Kommen Sie dann wieder aufrecht in der Mitte an. Ertasten Sie es mit der Hand und massieren Sie es kräftig, bis sich ein warmes, entspanntes Gefühl ausbreitet. 
  • Ertasten Sie das Schambein vorne. Frauen können es auch im Sitzen beim nach vorne Rollen mit dem Gewicht erspüren. (Bei Männern läßt es sich besser nur ertasten oberhalb des Penis.)
Dann die innerliche Beckenbodenmuskulatur erspüren:
 
  • Die einfachste ist, sich bequem auf den Rücken zu legen. Dabei kann man die Knie aufstellen, so dass die Füsse etwas schulterbreit ausseinander mit den Fußsohlen am Boden stehen. Ertasten Sie jetzt mit dem Finger den Damm zwischen dem After und bei Frauen dem Scheideneingang, bei Männern zwischen After und Hodensack. Probieren Sie, ob sie den Damm mit Ihrer Vorstellung etwas "nach Innen, oben einsaugen" können, ihn leicht anziehen können, bis Sie auch eine leichte Spannung am Finger spüren, der den Damm ertastet.
  • Einen anderen Teil der Beckenbodenmuskulatur können Sie beim nächsten Wasserlassen auf dem WC kennenlernen. Probieren Sie doch mal, ob Sie ihren Harnstrahl kurz unterbrechen können! (Das ist KEINE Übung und Sie sollten das nicht zu oft machen. Es dient nur dazu, die Harnröhren-Muskulatur zu entdecken.)
    Merken Sie sich das Gefühl. Dann können Sie probieren, ob Sie dieses Gefühl sanft erzeugen können, wenn Sie nicht auf dem WC sind. Dabei sollten alle anderen Bauch- und Po-Muskeln locker bleiben.
Effektives Beckenbodentraining muss gelernt werden. Dabei gibt es einiges zu beachten. Z.B. arbeitet der Beckenboden eng mit dem Zwerchfell zusammen, s. Abbildung im vorigen Beitrag. Daher sind Beckenbodenübungen oft mit Atemtechniken und -übungen verbunden. Ausserdem müssen Anspannung und Entspannung gut ausbalanciert sein. Ein vor lauter falschem Üben verkrampfter Beckenboden ist wenig hilfreich.

Doch Sie können viel für Ihren Beckenboden im Alltag tun:


  • Aufrechte Körperhaltung üben!
    Je krummer Sie in sich zusammenfallen, desto mehr Druck wirkt auf die Bauchorgane, die dann auf den Beckenboden drücken. DIe Organe leiden dann unter Verspannung und Minderdurchblutung, und der Beckenboden wird überlastet.
    Eine Anleitung zum gesunden Stehen finden Sie z.B. hier.
  • Rücken- und Beckenboden-freundliches Aufstehen
    Wer sich aus der Rückenlage mit dem Oberkörper direkt aufsetzt, staucht  sowohl die Bandscheiben im unteren Rücken und meist auch im Genick. Außerdem presst die Bachmuskulatur die Organe nach unten auf den Beckenboden.
    Gewöhnen Sie sich an, sich zuerst auf die Seite zu rollen, sich seitlich auf den Arm zu stützen und dann hoch zu kommen. Warten Sie nicht erst ab, bis Sie durch Schmerzen gezwungen werden...
  • Richtiges Anheben von Schwerem
    Die meisten Menschen bücken sich mit gestreckten Knien und krummem Buckel, um etwas anzuheben. Meist hält man dann auch noch die Luft an...
    Viel weniger belastend ist, sich anzugewöhnen, in die Knie zu gehen, den Gegenstand dicht an den Unterbauch zu heben und mit geradem Rücken aus den Knien hochzukommen. Je schwerer Sie heben, desto mehr schauen Sie dabei nach oben. Dabei so entspannt wie möglich weiteratmen!
  • Problematische Bauchmuskelübungen
    wie der Klassiker "Sit-up" erzeugen einen hohen Druck auf innere Organe und pressen diese nach unten. Für viele, altbekannte Bauchmuskelübungen gibt es moderne Varianten, die weniger belastend sind - nicht nur für den Beckenboden, auch für den unteren Rücken! Fragen Sie ihren Physiotherapeuten oder Trainer. 

16. November 2016

Zu wenig Schlaf macht dick und krank


Passend zum Winter, der das Schlaf- und Ruhebedürfnis erhöht, was jedoch kaum jemand berücksichtigt, ein guter Artikel aus den BDH-News:

Lange Abende am Computer oder vor dem Fernseher, aber auch Nachtschichten im Betrieb fördern Übergewicht und die Entwicklung eines Metabolischen Syndroms. Diese weit verbreitete hormonelle Störung könnte nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) durch eine bessere Schlafhygiene vermieden werden.

In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene unter dem Metabolischen Syndrom, das mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einhergeht. Als wesentliche Ursachen gelten Bewegungsmangel und Überernährung. Weniger bekannt ist, dass auch Schlafmangel das hormonelle Gleichgewicht stören kann.

Jede Stunde weniger Schlaf pro Tag ist in epidemiologischen Studien mit einer Zunahme von Übergewicht, Typ-2-Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten und einem Bluthochdruck verbunden. Auch der Zusammenhang zwischen einer verkürzten nächtlichen Schlafdauer und einem erhöhten Sterberisiko gilt als belegt.

Den Ursachen sind Forscher im Schlaflabor auf den Grund gegangen. Schlafentzug aber auch eine Störung des normalen Tag-Nacht-Wechsels führten dort schon in wenigen Tagen zu einer hormonellen Störung, die als Insulinresistenz bezeichnet wird. Die Patienten haben erhöhte Blutzuckerwerte, obwohl sie vermehrt Insulin produzieren“. Außerdem verschiebt sich das Gleichgewicht von Hunger regulierenden Hormonen; Folge ist ein vermehrter Appetit. Es kommt im limbischen System des Gehirns zudem zu einer Aktivitätsänderung der Belohnungszentren. Menschen mit Schlafmangel greifen dann gerne zu energiedichten Lebensmitteln wie Chips oder Schokoladenriegeln. Studien zeigen, dass Schlafmangel Hunger, Appetit und letztlich auch die Nahrungsaufnahme steigern kann.

Aber auch zu viel Schlaf steht mit Übergewicht und einem höheren Risiko für Diabetes in Zusammenhang. Das Risiko scheint besonders dann erhöht zu sein, wenn ein zu viel an Schlaf (d. h. mehr als neun Stunden am Tag) mit wenig Bewegung verbunden ist.

Es scheint auf eine optimale Balance von Aktivität und Ruhephasen mit ausreichender Bewegung und Vermeidung von übermäßigem Stress anzukommen, was dann meist auch zu einer optimalen Schlafdauer von sieben bis acht Stunden führt.

(Eine der Studien zum Thema ist zumindest als Zusammenfassung frei verfügbar.)

Hinzuzufügen wäre, dass diese "optimale" Schlafdauer sehr individuell ist. Sie hängt ab u.a. von der Belastung (Job, Familie, etc), von der Jahreszeit, von der Qualität des Schlafes, von klimatischen und sonstigen Faktoren.

15. November 2016

Was ein magischer Satz!


Seit vielen Jahren ist mir ein Satz ein guter Wegbegleiter geworden. Und wie oft erinnert er mich bis heute. Wie oft ertappe ich mich dabei, wie konsequent er mich lehrt. Es ist schon ein magischer Satz, gerade in seiner Schlichtheit. Und mittlerweile haben ihn viele Menschen ebenfalls schätzen gelernt. 

Dieser Satz stammt von Don Miguel Ruiz. Er hat ihn von seiner Familie gelernt. Er hat ihn vielen Menschen und seinem Sohn weitergegeben. Beide geben ihn weiterhin an andere Menschen weiter, persönlich und in ihren Büchern.

Der Satz lautet:

Be impeccable with your word. 
Versündige Dich nicht mit Deinen Worten.
Gemeint ist damit, bei jedem Satz achtsam zu sein, damit diese Worte weder Dich selbst noch andere verletzen. Sag, was Du meinst. Nutze die Worte, um die Wahrheit so anständig und mitfühlend zu formulieren. Tratscherei und böse Worte zu/über andere, fallen letztlich immer wieder auf Dich selbst zurück. Damit schadest Du letztlich Dir selbst am meisten. Und genau das ist die Sünde, die mit impecatus gemeint ist.

Leider lässt sich das Wortes impecatus (lat., ohne Sünde) nur sehr unbeholfen ins Deutsche übersetzen. Die dt. Übersetzung ist dennoch relativ gelungen (Don Miguel Ruiz, Don Jose Ruiz, Das fünfte Versprechen). Wer jedoch mit einem sehr einfach geschriebenen amerikanischen Original zurecht kommt, und vielleicht anfangs bereit ist, eine Handvoll Wörter nachzuschlagen, der sollte sich das Buch ruhig im Original besorgen bzw. vielleicht auf den Wunschzettel schreiben (The fifth agreement). Allein schon das Wort agreement sträubt sich gegen eine konsistente Übersetzung...


Vom magischen Satz gibt es noch ein paar abgeleitete Sätze. Auch sie sind wunderbare  Alltagshelfer, uns selbst auf die Schliche zu kommen. Denn im Endeffekt ist derjenige, der Dich am meisten verletzt, der Dir das Leben am schwersten macht,  Du selbst. Und jeder dieser Sätze allein hat die Macht, Dein Leben komplett zu verändern:

Nimm nichts nicht persönlich!
Nichts, was andere machen, geschieht wegen Dir! 
Alles, was andere sagen  oder  machen, ist eine Projektion ihrer eigenen Realität. Jeder von uns lebt in seinem eigenen (Alp-)Traum, in seinem eigenen Film, in seiner eigenen Welt. Je mehr Du übst, je besser Du  immun wirst gegenüber den Meinungen und Handlungen anderer, desto weniger musst Du als ewiges Opfer darunter leiden!

Stell keine Vermutungen an!
Hab stattdessen den Mut, zu fragen, was los ist. 
Und hab den Mut zu sagen, was Du wirklich willst. Kommuniziere mit anderen so klar wie Du kannst. So vermeidest Du Missverständnisse, Fehlinterpretationen, Ent-Täuschung und Drama.

Gib immer Dein Bestes!
Das beste, was Du tun kannst, schwankt von Moment zu Moment. 
Wenn Du fit und kraftvoll bist, ist Dein Bestes etwas ganz anderes, als in Augenblicken von Leiden, Krankheit, Erschöpfung. Gib jedoch immer schlicht Dein Bestes: das ist das, was Du jetzt gerade am besten tun kannst - manchmal auch nur für Dich, z.B. einen Tag krank zu sein, die Decke wieder über den Kopf zu ziehen. So vermeidest Du Selbstverachtung, Selbstüberforderung und Reue.

Be sceptical but learn to listen!
Glaube keinem, vor allem nicht Dir selbst. 
Nutze die Kraft von gesundem Zweifel, um alles, was Du hörst zu hinterfragen: ist das wirklich wahr? Lausche auch auf die Botschaft, die unausgesprochen hinter den Worten steht. Denn "Wahrschein ist der Bruder der Wahrheit" wie irgendein schlauer Mensch mal gesagt hat. Dann verstehst Du, was wirklich gemeint ist. 

Und wenn wir dann besonders unseren inneren Stimmen zuhören, kehren wir ganz schnell wieder zurück zum ersten aller Sätze...

13. November 2016

Beckenboden, Teil 2: Das Kreuzbein


Passend zum Beckenboden-Thema hat der Kollege JoAchim Stuhlmachen in seinem newsletter gerade über das Kreuzbein geschrieben:

Das Kreuzbein gilt in der Chinesischen Medizin als Basis- oder heiliger Knochen. Interessanterweise in der Schulmedizin auch (Os Sacrum)! Ob die Orthopäden wohl noch wissen, warum??

Von Henry Vandyke Carter - Henry Gray (1918)
Anatomy of the Human Body
Bartleby.com: Gray's Anatomy, Tafel 241,
Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=323668

Das Kreuzbein hat eine energetische Verbindung zum Nordmeer (einem Energiezentrum am Himmel) und es kontrolliert alle Knochen des Körpers. Das Mark und die Knochen werden geführt und bewegt vom Kreuzbein. Deshalb ist die Haltung des unteren Rückens (mit möglichst wenig Hohlkreuz) so enorm wichtig und die Funktionstüchtigkeit des Kreuzbeins von entscheidender Bedeutung für das Nähren aller Knochen. 


Bei Knochenerkrankungen jeder Art wird immer auch das Kreuzbein behandelt. 
Die Blasenleitbahn durchströmt das Kreuzbein und es gibt einige Akupunkturpunkte der Blasenleitbahn, die das gesamte Kreuzbein durchströmen. Die Blase steht für Demut und die Verbeugung vor dem Leben, das Kreuzbein führt diese Bewegung aus. Wir fallen auf die Knie, winseln um Gnade und machen uns klein. Zudem soll das Kreuzbein sehr beweglich und kraftvoll sein, damit wir schwere Dinge auf gesunde Art heben können und die Kraftübertragung in den Knochen und insbesondere in der Wirbelsäule keine Verletzungen verursacht. 

Auch bei Störungen des inneren Zweigs des Immunsystems ist das Kreuzbein von großer Bedeutung. Im Winter sollten wir nicht zu lange auf dem Kreuzbein sitzen (eher fast liegen etwa wie beim fernsehen auf dem Sofa), sondern uns immer wieder aufrichten und den Scheitelpunkt Baihui zum Himmel bringen und das Kreuzbein fallsen lassen. 

Zudem hilft eine kleine Massageübung dabei, die Kraft des Kreuzbeins immer wieder anzuregen. Wir stehen dabei in schulterbreiter Position mit leicht gebeugten Knien und entspanntem Rücken und klopfen mit lockeren Hohlfäusten kräfttig das Kreuzbein ab. Mindestens 1, besser 2 Minuten lang. (Die Hausapotheke der Chinesischen Medizin - www.lotus-press.com / wer eine Rezension bei amazon schreibt, bekommt Buch und DVD kostenlos!!) Diese Massage sollte im Winter täglich mehrmals ausgeführt werden, aber auch wenn wir eine sitzende Tätigkeit haben wie im Büro, gilt es, diesen Rat zu beherzigen. Der Körper wird es uns danken!

Noch eine schöne, einfache, aber hocheffektive Übung, die vom heiligen Knochen ausgeht, finden Sie hier als pdf. 

11. November 2016

Gesunder Beckenboden, Teil 1


Der Beckenboden ist eine wichtige Muskelgruppe im Unterbauch, deren Funktion für viele Bereiche wichtig ist. Der Beckenboden ist wie eine elastische Hängematte, die den Bauchraum nach unten abschliesst. Das knöcherne Becken ist der Rahmen für den Beckenboden.
  1. Seine Fähigkeit, dauerhaft in leichter Anspannung zu bleiben, brauchen Männer wie Frauen, damit der Beckenboden den Rumpf nach unten wie eine Hängematte begrenzt. Durch ihn werden die Organe im Bauch an Ort und Stelle gehalten . 
  2. Kurzfristigere, stärkere Anspannung des Beckenboden hilft den Schliessmuskeln von Darmausgang und Harnblase dabei, Urin und Stuhl halten können. 
  3. Bei Stuhlgang, Wasserlassen, bei der Geburt und beim Geschlechtsverkehr müssen sich die Beckenbodenmuskeln auch wieder entspannen. 
  4. Frauen lernen ihren Beckenboden oft während der Schwangerschaft kennen. Zuerst in der Vorbereitung, denn die Fähigkeit zu entspannen erleichtert die Wehen. Die Fähigkeit ihn gezielt anzuspannend und zu pressen hilft bei der Geburt. Und in der Rückbildungsphase muss der Beckenboden auch gezielt trainiert werden, damit er wieder elastisch wird.
 
Bildquelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) 

Leider lernen viele Menschen diesen Bereich erst dann kennen, wenn er schwach geworden ist und sich Symptome zeigen. Körperliche Überbelastung, Übergewicht, schlechte Haltung, Altern und manche Medikamente schwächen diese Fähigkeit. Dann kommt es zu Organsenkungen, Organvorfällen, Hernien (z.B. Leistenbrüchen). Auch Operationen (z.B. bei leistenbrüchen, Prostata, Kaiserschnitte, Blinddarm u.v.m) verletzen oft die Funktion des Beckenbodens.

 Im Alter werden alle Muskeln schwächer und weniger elastisch, daher werden viele Menschen mit zunehmendem Alter inkontinent. Gerade auch bei Niessen, Husten und Lachen, beim Hüpfen oder Tragen von schweren Lasten kann es sonst zu unfreiwilligem, unkontrollierbarem Urin- oder Stuhlabgang kommen.

Viele Menschen haben einen schwachen, aber verkrampften Beckenboden. Gerade seelische Anspannung und Angst verkrampfen diesen Bereich. Das ist oft die Ursache von Mentruationskrämpfen, Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Es kann auch zu Hämorrhoiden und sogar bis zum Leistenbruch führen. 

Den Beckenboden spürt und sieht man nicht. Dennoch kann man lernen, ihn wie andere Muskeln anzusprechen und seine Funktion zu stärken. Dabei sind Entspannungsübungen genauso wichtig wie Kräftigung!

(Fortsetzung folgt...)




10. November 2016

Update: Göttinnentanz mit Kaouthar


Das Wochenende mit der wunderbaren Kaouthar:
Es war anstrengend. Es war schweisstreibend. Es gab Muskelkater. 
Es gab Tränen. Es gab viel Entspannung. Es gab Gelächter.
Es tat unglaublich gut!

Es war die perfekte Mischung aus Körperarbeit, Beckenbodentraining und meditativer Transformation belastender Emotionen, die sich in Leichtigkeit und Lebensfreude auflösen durften. Wir haben Kopf und Bauch miteinander verbunden mit einfachen, aber wirkungsvollen, tänzerischen Bewegungen, die  so alt wie die Menschheit sind. Wir finden rund um den Globus die gleiche heilsamen Bewegungen in allen Kulturen, ob wir sie nun orientalisch nennen oder QiGong oder Ritual.

Das Beste: sie kommt wieder nach Willich!
Wahrscheinlich am Wochenende vom 18./19. März:
 
"Eine Frau muss ihre Aufmerksamkeit vom Kopf in den Bauch lenken, vom Denken in den Körper; eine Frau muss lernen die Zeichen zu sehen und ihnen zu vertrauen. Dann erkennt sie den Unterschied zwischen ihrer Intuition und den ängstlichen, leisen Stimmen in ihrem Kopf, die sagen: sei vorsichtig! Stop!"


Das Göttinnen Training: Lasst uns gemeinsam in die Kraft kommen


  • Warum hören wir auf unseren Verstand statt auf unsere Intuition?
  • Warum vertrauen wir der Vernunft und misstrauen dem Körper?
  • Warum betonen wir die maskulinen Qualitäten und verleugnen die femininen?
  • Warum ist die weibliche Sexualität beschränkt auf den Sexualakt und Unterhaltung?
  • Warum führen wir Frauen uns selbst und die Welt nicht aus unserem Bauchgefühl heraus?
  • Warum sind wir von unserer weiblichen Göttinnen-Essenz getrennt?


2. November 2016

Kranebergers Trinkwasser


Trinken - wofür?

Ca. 1-2 Liter pures Wasser braucht unser Organismus am Tag, um seinen Nierenfilter zu spülen. Die Filtration der Nieren reinigt unseren Körper von überflüssigen Mineralien, Hormonrückständen und diversen Stoffwechselabbauprodukten, die so über den Urin abgegeben werden.

Richtig, beim Durstbedarf geht es nicht um Mineralien-AUFnahme, sondern um Abgabe. Daher brauchen wir kein Mineral-Wasser. Die benötigten Mineralien nehmen wir nämlich nicht übers Trinken, sondern v.a. über Obst und Gemüse auf. Dort liegen die benötigten Mineralstoffe in einer Form vor, wie sie der Körper aufnehmen kann. Die meisten Mineralien im Wasser liegen als sog. Carbonate vor. Und die können wir ohnehin nicht gut aufnehmen. (Das ist übrigens auch bei Mineralienpräparaten das Kriterium, sinnvoll sind nur die Mittel, die Citrat-Verbindungen enthalten. Die anderen produzieren nur teuren Urin...)

Also, zum Durstlöschen brauchen wir pures Wasser. Alle anderen Getränke sind entweder zusätzlicher Genuss oder Heilmittel.

Welches Wasser ist zum Trinken gut geeignet?

Das pure Wasser sollte möglichst frei von problematischen Stoffen sein, wie Arznei-, Dünger-, Pestizidrückständen, frei sein von Keimen, frei sein von Ablagerungen aus alten Leitungen, Verunreinigungen etc.

In den meisten Städten und Gemeinden haben wir in der BRD ein relativ hochwertiges, gut geeignetes Trinkwasser. Die Grenzwerte für Trinkwasser sind übrigens strenger als die für Tafel- und Mineralwässer. Diese enthalten übrigens in vielen Fällen enorm hohe Mengen an Kochsalz. Bei einer Königin der Flaschenwässer schmeckt man das Salzige sogar direkt. Wer nicht gerade in einem Ballungsraum wie Rhein-Main wohnt oder einer Gemeinde, deren Wasserwerk mit Ausnahmegehmigung wohnt, kann sich also das Schleppen von teuren Wasserflaschen glatt doppelt sparen, für den Geldbeutel und für den Rücken.

Tip: Fragen Sie bei Ihrem Wasserwerk nach den aktuellen Ergebnissen der Trinkwasserprüfung.

Wasserfilter

Doch was tun, wenn einzelne Werte, z.B. bei Nitrat überschritten sind? Diese Stickstoffverbindung ist vor allem deshalb gefährlich, weil der Körper es in Nitrit verwandeln kann. Nitrit wiederum kann im Magen mit Aminen zu Nitrosaminen reagieren, die stark krebserregend sind. Bei Kleinkindern kann Nitrit den Sauerstofftransport im Blut behindern. Oder wer den staatlichen Grenzwerten für Medikamentenrückständen nicht ganz traut und auf Nummer sicher gehen will?

Die folgende Graphik zeigt, welche Stoffe von den verschiedenen Systemen überhaupt herausgefiltert werden können (Anklicken zeigt das Bild vergrössert!):


(Quelle: http://www.carbonit.com/wissenswertes/wer-filtert-was)

Hier beziehe ich mich nur auf die technische Wasserfilterung, nicht auf esoterische Ideen wie Verwirblung, Energetisierung, Ionisierung etc. 


Für den Einsatz zuhause kommen dabei grundsätzlich die sog. Kannenfilter, die Aktivkohle-Blockfilter, bzw. die Aktivkohle-Membran-Blockfilter, Ionentauscher und Umkehrosmose infrage:

Aktivkohle-(Membran-)Blockfilter:
"sind einfach aufgebaut und auch sehr kostengünstig, um die Wasserqualität zu verbessern. Sie funktionieren mit Filterpatronen aus Aktivkohle, die gepresst, gebacken und schließlich gesintert ist. Bei der Filterung wird das Leitungswasser über den Leitungsdruck durch die Blockpatrone aus Aktivkohle gepresst. Diese Patrone kann z. B. aus verbrannter Kokosnussschale sein.
Die Porengröße ist vorgegeben und sehr klein. So können bis zu 98 Prozent aller Schwermetall-, Medikamenten- und Hormonrückstände gefiltert werden, dazu auch alle Bakterien und Pestizide im Wasser.

Aktivkohle nimmt die Substanzen aus dem Wasser aktiv auf, wie es der Name bereits sagt. Dafür ist der Kontakt mit dem Wasser notwendig, das bedeutet, das Wasser muss langsam hindurchfließen, was wiederum durch den Blockfilter möglich wird. So werden Schadstoffe auch am Ende der Filterung nicht wieder zurück ins Wasser abgegeben. Erst nach einiger Zeit kann der Durchfluss des Wassers langsamer werden, da der Filter immer mehr Schadstoffe aufnimmt und allmählich verstopft. Dann muss die Patrone einfach ausgetauscht und durch eine neue ersetzt werden. Das sollte spätestens nach einem halben Jahr der Anwendung erfolgen.

Aktivkohlefilter lassen sich auf zwei verschiedene Arten anschließen. Ein Auftischgerät wird direkt über die normalen Armaturen angeschlossen und dann durch ein Umlenkventil als normales Leitungswasser oder gefiltertes Wasser verwendet werden. Auftischgeräte eignen sich allerdings nicht, wenn unter der Spüle ein Boiler montiert ist, der mit Niederdruck funktioniert. Dann ist ein Untertischgerät besser. Dieses wird unter der Spüle montiert. Das gefilterte Wasser wird entweder durch einen separaten Hahn über die Küchenarmatur oder über eine 3-Wege-Armatur geleitet."
 

(Quelle: http://www.expertentesten.de/haushalt/wasserfilter-test/#Welche_Arten_von_Wasserfiltern_gibt_es)

Diese Filter gibt es z.B. hier:

http://www.wasserhaus.de/Carbonit-Aktivkohlefilter
Nicht nur die Filter, sondern auch weitere Info und Gutachten:
http://premium-wasserfilter.de/Carbonit-Test_Gutachten.html

NICHT geeignet sind die beliebten Kannenfilter!
Aus "Ökotest" 21, 1997:
Jetzt haben wir erneut Wasserfilter getestet, wieder haben wir einiges auszusetzen, nicht nur am Brita-Filter, sondern an allen vier getesteten Produkten. Die Geräte sind etwa so groß wie eine Kaffeemaschine. In der Mitte steckt die Kartusche mit dem Filtergranulat. Vier Wochen lang ließen wir jeden Tag Wasser hindurchlaufen.

Zwei Geräte gaben dabei Silber an das Wasser ab. Ein Filter soll Stoffe aus dem Wasser herausholen und keine hineingeben. Deswegen akzeptieren wir es nicht, daß Brita und Leifheit Silber in die Aktivkohle ihrer Kartuschen mischen, um sie vor dem Verkeimen zu schützen. Denn das Silber gelangt ins Wasser.

Außerdem funktioniert der Schutz offensichtlich nicht immer.
Auffällig war der 22. Tag unseres Tests: Da gelangten beim Abfüllen einige Keime in das Testwasser, das wir jeden Tag aus Leitungswasser zubereiten ließen. Diese Verunreinigung war nicht beabsichtigt, kann aber in einer Küche ständig passieren. Auch in versilberten Filtern vermehrten sich an diesem und vor allem an den folgenden Tagen die Keime prächtig. Daraus läßt sich nicht nur schließen, daß Keime im Filtermaterial ausreichend Nahrung finden, um zu wachsen und zu gedeihen. Es scheint auch Arten zu geben, die gegen Silber fast resistent sind. In deutschen Wasserwerken darf nach der Trinkwasser-Verordnung (TVO) Silber deshalb nicht mehr zur Desinfektion eingesetzt werden.

Natürlich kommt es auf die Art der Keime an. So sind einige völlig unproblematisch für die Gesundheit, andere können krank machen. Professor Franz Daschner vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene an der Universität Freiburg und einige andere Wissenschaftler haben in Brita-gefiltertem Wasser auch gefährliche Keime gefunden, berichten sie in einer Fachzeitschrift. Die Firma Brita ficht diese Untersuchung an, von der Methode bis zu den Schlußfolgerungen. Sie darf allerdings nicht mehr behaupten, durch die Silber-Imprägnierung sei eine Verkeimung des Filtermaterials nicht möglich.

Die Leistung des Waymaster-Filters schwankte stark, zum Beispiel bei Blei und Nitrat. Die übrigen drei wurden mit Nitrat überhaupt nicht fertig - oder ließen gegen Ende der Versuche völlig nach. Einer gab dann auch noch schädliches Nitrit ins Wasser ab. Außerdem fanden wir bei einigen im Filtermaterial, bei anderen in der Verpackungsfolie Schimmelpilze. Deshalb können wir keinen der Filter rundum empfehlen.


Ebenfalls NICHT geeignet halte ich die Umkehr-Osmose für den Heimbetrieb. Diese Membranfiltertechnik ist technisch sehr aufwendig, teuer und überschreitet deutlich den sinnvollen Bereich des Nötigen.

Ionenaustauscher sind v.a. bekannt aus der Spülmaschine, in den das Salz eingefüllt wird. Magnesium- und Calcium-Ionen, die im Wasser vorhanden sind, werden gegen Natrium-Ionen aus dem Salz ausgetauscht. Erstere sind dafür verantwortlich, dass das Wasser verkalkt. Der Vorteil am entkalkten Wasser ist, dass die Kaffeemaschinen und Armaturen nicht mehr so elendig verkalken und leiden. Jedoch erkauft man sich das durch eine  Erhöhung des Natriumgehaltes (Kochsalz).
Für Regionen mit sehr kalkigem, hartem Wasser gibt es auch Hausanlagen. Diese Anlagen sind nur in Ausnahmebereichen sinnvoll, zumal heutzutage viele Wasserwerke bereits vorentkalken.

Tip: statt Ionentauscher ist ein maicat-Katalysator einen Versuch wert! Er entkalkt nicht, sondern verändert das Wasser so, dass statt harter Kalkablagerungen sich ein abwischbarer Belag bildet, der vom Wasserkessel und den Armaturen einfach abgewischt werden kann. Ich war kritisch, kann das aber nach 1 jahr betriebszeit absolut bestätigen.

http://www.nanovita.de/kalkschutz-produkte.php