14. November 2019

Zum Berufsstand des Heilpraktikers


Zur Zeit steht der Beruf des Heilpraktikers immer wieder in den Medien. Diese Berichterstattung ist erstaunlich selten gut recherchiert und strotzt meist vor sachlichen Fehlern,  schlampigen Fakten und sehr einseitiger Meinungsmache.

Alle großen Heilpraktiker-Verbände BDH, FDH und UDH haben reagiert, u.a. mit einem offenen Brief des BDH an Patrick Larscheid, dem Leiter des Gesundheitsamtes Berlin-Reinickendorf, der sich in der Sendung sehr uninformiert äußerte. Die Arbeitsgemeinschaft für TCM hat sich dem offenen Brief angeschlossen und mitgezeichnet. Der offene Brief kann z.B. unter www.bdh-online.de eingesehen werden.

Korrekt ist dagegen:

Heilpraktiker werden durch eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien reguliert(s.A.),das Heilmittelwerbegesetz §3 Abs. 2 untersagt ihnen – wie allen in Heilberufen tätigen Personen – Heilungsversprechen zu machen. 

Was die invasiven Therapien betrifft: Hier gilt für Heilpraktiker der gleiche Maßstab wie für den Arzt. Heilpraktiker unterliegen der gleichen Sorgfaltspflicht wie der Arzt, das heißt, so verbieten sich alle Therapien, die sie nicht „lege artis“ („nach den Regeln der Kunst“) durchführen können, weil sie dem Patienten eine fachgerechte Behandlung schulden, für die sie auch die entsprechende Qualifikation haben. Außerdem verbieten sie sich Therapien, die nicht ihren Prinzipien entsprechen und klassisch schulmedizinisch oder mit hohen Risiken verbunden sind.Zudem verbieten sie sich alle Tätigkeiten, für die der Gesetzgeber eine Einschränkung vorsieht, das sind meist solche, für die ein allgemeiner oder spezieller Arztvorbehalt gilt.

Zudem muss sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt ergeben, „dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die ihn aufsuchenden Patientinnen und Patienten bedeuten würde." 

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist nicht einheitlich, da der Heilpraktiker-Beruf kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist, sondern als Zulassungsberuf gilt. 

Das Heilpraktikergesetz regelt lediglich, dass jeder, der den Heilpraktiker-Beruf ausüben möchte, eine Zulassung beantragen kann. Mit der Ersten Durchführungsverordnung ist geregelt, dass dies auf der Grundlage von bundeseinheitlichen Leitlinien geschieht. Nicht festgelegt ist jedoch, wie der Heilpraktiker-Anwärter beziehungsweise der Antragsteller seine berufliche Qualifikation erwirbt. 

Die Prüfungsmodalitäten obliegen den Ländern, wobei die Gesundheitsämter die Prüfungen organisieren und der Antragsteller von einem Gremium aus Amtsärzten und Vetretern der Heilpraktiker-Fachverbände geprüft wird.
 

13. November 2019

5 Phasen der Akzeptanz


Die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross hat durch ihre Forschungen ein uraltes Lebensprinzip wiederentdeckt und uns "Menschen im Westen" mit modernen Worten nahe gebracht. Alle  Lebensprozesse (nicht nur die schwierigen) verlaufen über 5 Stufen. Dies betrifft sowohl einfache Alltagsthemen, bei denen wir schlicht aufgefordert werden, unglückliche Gewohnheiten zu verändern. Es betrifft umso mehr die Wendepunkte in unserem Leben, die grossen Krisen, mit denen wir von einem Lebensabschnitt zum Nächsten wechseln. 
 
Dabei erkennen wir unschwer die 5 Wandlungsphasen, wie sie die chinesische (Medizin-)Philosophie als Modell des Lebensrades mit den Zyklen verwendet, die mit unterschiedlichen Rhythmen ablaufen. Und auch wenn sich ein Prozess ständig wiederholt, z.B. der Tageslauf, so ist doch kein Tag wie der andere. Mal wird die eine, mal eine andere Phase mehr betont, eine kommt zu kurz, eine andere ist in Fülle oder im Mangel. Alle Phasen hängen voneinander ab und bedingen einander. Wann immer eine Phase aus der Balance gerät, entsteht eine Stockung, eine Blockade, ein Symptom.

Die fünf Phasen der Akzeptanz


Eine banale Erkältung ist wohl die Krankheit, die wir alle noch am ehesten akzeptieren. Aber selbst da rebellieren wir oft zu Beginn: Das kann nicht wahr sein, nicht gerade jetzt (schon wieder) ne Erkältung? Wo kommt die denn her? Warum ich, kann ich doch gar nicht brauchen? In der Firma/Familie gehts drunter und drüber, wenn ich schon wieder krank bin!

Selbst bei solch einer Banalität, bleibt uns oft nichts  anderes übrig, als uns ins Bett zu legen und die Krankheit auszukurieren. Wir müssen akzeptieren, dass wir nichts mehr daran ändern können und das Beste draus machen.

Erste Phase:
Nicht wahrhabenwollen, Verdrängen (Wasser)

Wieso Ich, wieso jetzt?
- Schliesslich haben wir immer gesund gelebt, uns gut ernährt, nie geraucht! Damit sind wir doch vor jeglichem Unbill geschützt. Und es tut ja auch nichts weh. Das ist bestimmt eine falsche Diagnose! Oder übertragen auf  andere Lebensgebiete: Wieso kündigen die mir? Wieso verlässt mich mein Partner?

Diese Phase ist wichtig, um nicht komplett mit einer Situation überfordert zu sein. Wir lernen, uns allmählich mit der Situation anzufreunden. Die Lernaufgabe in diesem Stadium heisst also, die Krise willkommen zu heissen!

- Regt sich da in Ihnen etwa Widerstand?
Genau: Wir wollen das doch gar nicht haben, wir wollen es weg haben, ungeschehen machen, weitermachen wie bisher. Wieso soll ich das bitteschön willkommen heissen, annehmen?

Zweite Phase:
Frust und Ärger (Holz)

In dieser Phase ist der Patient immer noch überfordert. Diese blöde Erkältung, wir nörgeln rum, sind un-Leid-lich im wahrsten Sinne. Wir sind verärgert, dass es ausgerechnet uns getroffen hat. Wir wollen uns gar nicht mit dieser Erkältung, oder XY beschäftigen, wir bocken wie ein Kleinkind. Die Wut wird an sich selbst und der Umwelt ausgelassen. Vielleicht suchen wir auch nach Schuldigen, die uns das eingebrockt haben. Blanke Hilflosigkeit breitet sich aus.

Dritte Phase:
Verhandeln (Feuer)


Die dritte Phase ist schon beinahe die Akzeptanz der Krankheit. Wir haben den gelben Schein für den Arbeitgeber, und bleiben immerhin zu Hause. Aber maximal zwei Tage, schliesslich haben wir noch viel vor!

Der Patient weiss nun, dass er sterben muss, will aber quasi für diesen hohen Preis noch eine Gegenleistung. Wenn ich schon sterben muss, dann aber erst, wenn das Enkelkind auf der Welt ist. Ist das Enkelkind auf der Welt, beginnen neue Verhandlungen mit dem Tod.


Vierte Phase:
Depression (Metall)


Die Depressionen werden immer wieder auftreten im Wechsel mit den anderen Phasen. Sie werden hervorgerufen durch eine Verschlechterung des eigenen Zustandes, dem Erkennen, dass die Zeit immer knapper wird - und dem Angewiesensein auf fremde Hilfe (und vieles mehr).

Gerade beim Beispiel unserer trivialen Erkältung durchlaufen wir nicht immer alle Phasen. Meist sind wir schon wieder auf dem Wege der Besserung, wenn wir endlich Ruhe gegeben haben.

Fünfte Phase:
Akzeptanz (Erde)

Annehmen und Akzeptanz heisst ja nicht, dass wir mit einverstanden sind. Annehmen bedeutet nur: so ist es. Wenn wir es annehmen, dann können wir daraus allmählich erwachsen. Wir können das Bestmögliche daraus machen, die Krise zur Chance verwandeln. 

Der Sterbende hat den Tod nun akzeptiert. Er wird sich auf seine ganz eigene Art und Weise von diesem Leben und den Angehörigen verabschieden. Der Mensch mit einer unheilbaren Erkrankung oder Behinderung muss neue Wege finden, um das Beste daraus zu machen und damit weiter zu leben.

Das Rad des Lebens


Diese fünf Phasen werden  von Mensch zu Mensch und Situation zu Situation unterschiedlich stark intensiv erlebt und durchlebt. Von der einen Person wird vielleicht die erste Phase als schlimmste und langwierigste durchlebt und die anderen Phasen nur noch kurz und oberflächlich empfunden oder sogar ausgelassen.

Es ist auch möglich, dass die Phasen immer wieder durchlebt werden. Wer sich mit seinem Schicksal vielleicht schon abgefunden hat, kann plötzlich durch ein neues Medikament wieder Hoffnung schöpfen, die dann aber genauso schnell wieder zunichte gemacht werden kann, weil das Medikament nicht anschlägt. Und wieder dreht sich das Rad des Lebens.


Der Winter hält Einzug

Gesundheit und Entspannung fördern
während der Wintermonate

Wenn wir an manchen Tagen das Gefühl haben, als würde es fast gar nicht mehr hell, dann wissen wir, dass wir im Winter angekommen sind. In unserer milden Region hängen zwar noch viele schlappe, alte Blätter an den Bäumen. Der  Herbst hat sich dennoch verabschiedet. Spürbar ist die klare Trockenheit der letzten Wochen einer nass-kalten "Usseligkeit" gewichen und der erste Frost hat auch schon die Wiesen weiss überzuckert.



Und gerade in diesem Jahr spüren wir die intensive Bewegung des Yin: zuerst das (be)drückende Abnehmen und Sinken der Energie im Herbst, nun das stille Sammeln des Winters. Die Bewegung der Lebensenergie in der Winterruhe ist minimal, sie beschränkt sich auf das Schützen und Wärmen des Inneren. Wir sollten im Alltag ebenfalls dieser Energie mehr Aufmerksamkeit und Zeit schenken.
 
Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life", sollten wir einige Hinweise beachten, damit wir die Energie des Winters förderlich für uns nutzen können:

Während der drei Wintermonate verschliessen sich Himmel und Erde und fallen in das Ruhestadium der Speicherung. Wasser gefriert zu Eis, und in der Erde bilden sich Frostrisse. Die Yang-Energie der Natur verbleibt ungestört. 

Es ist die Zeit, früh zu Bett zu gehen und erst dann aufzustehen, wenn die wärmenden Strahlen der Sonne am Morgen erscheinen. Kälte sollte gemieden, die Wärme dagegen gesucht werden. Vorsicht ist geboten bei Massnahmen, die die Hautporen öffnen, wie Sauna, heisse Bäder, schweisstreibener Sport. Beachtet man dies nicht im Winter, besteht die Gefahr, das Netzwerk der Nieren zu verletzen.

Es ist das Beste, sich in ein gut isoliertes Zuhause zurückzuziehen, auf regelmässige Nahrungsaufnahme zu achten, und seine Kleidung den Temperaturen anzupassen. Man sollte nicht zu wagemutig werden und sich dem kalten Wind aussetzen. 

(den ganzen Artikel hier lesen)

Diese Sätze erinnern uns daran, dass der Winter einst als Zeit der inneren Einkehr, Ruhepause und damit Zeit zum Regenerieren und Kräftesammeln sgeschätzt wurde. Denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt...

30. September 2019

7 Stufen der Gefahr und der Erkrankung (Teil II)


Im Teufelskreis der Stufen 4-7

(Fortsetzung von Teil I)
 
Ab Stufe 4 kommt eine Eigendynamik hinzu. Es entwickelt sich ein Teufelskreis. Die schädigenden Gewohnheiten erzeugen eine Abhängigkeit von weiter schädigendem Verhalten. Es kommt z.B. zu ausgeprägtem Suchtverhalten, ob von Genussmitteln, auf die nicht mehr verzichtet werden kann, oder von Medikamenten, wie dem Antidepressivum oder Schmerzmittel. Ab hier wird es immer schwerer, ohne fachkundige Hilfe aus der Abwärtsspirale auszusteigen.
Die schulmedizinischen Medikamente bringen vielleicht kurzfristig eine Scheinbesserung, aber immer um den Preis von eher massiven Nebenwirkungen. Je mehr Schmerzen, desto mehr Schmerzmittel. Die führen wiederum zu neuen Symptomen und zur Verstärkung von Schmerzen. Auch Hormongaben lindern zwar vielleicht kurzfristig, schwächen aber die Eigenproduktion im Körper. So führen sie nur zur weiteren Dysregulation und zu Degeneration der hormonbildenden Drüsen. Chemotherapie bremst kurzzfristig das Tumorwachstum, führt zugleich jedoch zur Organschwächung und sogar zu Neuentartung von Zellen oft in anderen Organen (= Krebs im nächsten Organ). Das Antidepressivum ist eigentlich nur für kurze Einnahmedauer (Tage bis Wochen) zugelassen, macht hochgradig abhängig und hat als Nebenwirkung wiederum Depressionen, die umso schwerer wirken!
Die Heilmittel der Stufe 1-3 gelten weiterhin. Es fällt nur immer schwerer, diese im immer schwerer fallenden Alltag umzusetzen. Und das, obwohl es sich dabei um genau das handelt, was für das gesundes Funktionieren unseres Körpers Not-wendig ist und bleibt!

Stufe 4 - Entzündungen:

Alle Krankheiten die auf "-itis" enden,
z.B. Gastritis (Magenschleimhaut), Arthritis (Gelenke), Sinusitis (Nebenhöhlen)…
Immer verbunden mit
massiver Schwächung des Immunsystems
,
zunehmenden akuten Schmerzen
bis hin zu chronischem Dauerschmerz.
Auch die emotionale Spannungszustände nehmen zu,
aus Launenhaftigkeit wird Frust.
Trauer, Wutausbrüche, Angst und Panik etc. treten auf.

Stufe 5 - Organschädigung und Geschwürbildung
:

Zellen und Gewebe ist nun in beträchtlicher Menge zerstört.
Alles wird chronisch und unerbitterlich.
Bildung von Wunden und Geschwüren mit starken Schmerzen;
Offene und nässende Geschwüre
;
funktionelle und strukturelle Veränderungen;
zunehmende Menstruation, Zysten, Myome, stärkere Blutungen.

Stufe 6 - Verhärtung
:

Bildung von Narben, Verknöcherungen, Verhärtungen;
Toxine werden eingekapselt ("gutartige" Tumoren).
Noch ist die Zellbildung unter Kontrolle.
Es kommt zu Knochen- und Nervensymptomen,
z.B. Osteoporose, Multiple Sklerose, Parkinson.
(Das Nervensystem ist gut geschützt
und wird erst ab dieser Stufe,
wenn die Organe nicht mehr kompensieren können,
in Mitleidenschaft gezogen)

Stufe 7 - Ignoranz, Arroganz (Anmaßung), Krebs, Tod:

Zellbildung entartet und werden parasitär! 

(= "Bösartige" Tumoren)
Der Mensch trennt sich immer mehr von seiner natürlichen Umwelt und lebt nur noch auf sich bezogen. Entweder entsteht die Überzeugung, dass andere schuld an seinem Zustand sind (Opferrolle). Oder er kämpft gegen seine Krankheit, gegen den eigenen Organismus (gefördert vom medizinischen Paradigma) und verweigert sich auf dieser Weise dem Lernprozess des Lebens.
Diese Stufen (nach Robert Klaushofer) stellen zugleich allerdings auch ein schrittweises Voranschreiten im Laufe des Lebens dar. Wir nennen es dann Altern. Das ist wiederum keine Krankheit. Sondern es ist ein ganz natürlicher Prozess, gegen den es folglich auch kein Wundermittel gibt, auch wenn uns die Anti-Aging- und Pharmaindustrie versucht, was anderes zu erzählen - vielmehr: zu verkaufen.
Der Unterschied zwischen obiger Progression in die Krankheit und dem Altern ist das Tempo des Verfalls und die Intensität. Gesundes Altern verläuft gerade in den Stufen ab 4 längst nicht so rapide und gewaltsam. 

Und die 3 Haupt-Heilmittel kennen wir bereits,
die gelten auch auch für ein gesundes Alter:
  • den Körper mit dem versorgen, was er zum Funktionieren braucht
  • des Guten zuviel vermeiden (zuviel Essen, aber auch zuviel Belastung!)
  • alles, was ihm nicht gut tut, konsequent meiden

Das wird allerdings oft unbequem.
Das leiteinische Wort "patientia" heisst Geduld.
Genau die braucht es,
zusammen mit Ruhe, Schonung und viel Disziplin!

"Ist einer von Euch krank?"


wird im Jacobus-Brief (5,14-15) gefragt und dort wie folgt beantwortet:

"Dann rufe er die Ältesten. Sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten."

Diese Anweisung steht hinter dem Sakrament, das ursprünglich Krankensalbung genannt wurde. Dieses ist ein Heilmittel und ein Segen für Kranke. Wann immer unser gesundes Leben erschüttert wird, bei jeder (ernsthafteren) Erkrankung dürfen wir diesen Segen mehrmals und wiederholt während einer Erkrankung und in unserem Leben empfangen.

Daraus haben die modernen abendländischen Kirchen das Sterbesakrament der letzten Ölung gemacht. Aus einem Heilritual wurde der Vorbote des Todes. Der Herbst erinnert uns daran, dass auch der Tod Teil des Lebens ist:


Energie vergeht nicht. Sie wandelt sich nur. Das wissen alle Physiker und Mystiker. Unser ganzes Universum besteht aus Schwingungen. Dass ausgerechnet nur das menschliche Leben die einzige Ausnahme dessen sein sollte, wäre doch ein eigenartiger Gedanke. Die Natur schwingt in den ihr eigenen Rhythmen.

Der Herbst erinnert uns daran. Die Energie-Qualität der Natur ist nun nicht länger belebend und aktivierend, wie das Yang von Frühling und Sommer. Sondern die heisse Begeisterung vom Sommers kühlt nun deutlich ab. Die abnehmende Intensität der Sonnenenergie befeuert uns nicht mehr länger. Zunehmende Dunkelheit lässt uns müder werden. Das Schlafbedürfnis steigt um ca. 2 Stunden. Wir sollten also früher zu Bett und morgens etwas länger schlafen. Wir und unser Körper brauchen wie die Natur nun Ruhe und Regeneration nach der anstrenden Wachstumsperiode. Je kälter es wird, desto mehr schützt sich das Leben durch Rückzug nach Innen und bewahrt im Todesschlaf des Winters schlummernd die Lebensenergie, bis die kommende Frühlingswärme sie wieder wachküsst. Willkommen in der ruhigen Qualität des Yin.

Die kommenden Feiertage von Herbst und Winter erinnern uns daran, dass auch wir Teil des grossen Kreislauf sind. Wir können ihm freiwillig folgen durch bewusste Rituale von Rückzug, Ruhe und Besinnung. Wir können aber auch bis zur Erschöpfung rackern bis wir durch Er-Kältung und Krankheit in die Ruhe gezwungen werden. Wir haben die Wahl...




30. August 2019

Qi Gong Beginn: 09. September!


Alle QiGong-Gruppen beginnen wieder 
in der Woche vom 09. September!

Wir haben wieder 10 Termine
bis Ende November mit
Pause in der Feiertags-Woche vom 03. Oktober!

(Ihr findet auch alle Termine 
online im "Kurs-Kalender", 
den Ihr links nebenan im Menue oben aufrufen könnt)

Geniesst die restlichen Spätsommertage bis dahin!


26. August 2019

7 Stufen der Gefahr und der Erkrankung (Teil I)


Jede Erkrankung beginnt im Kleinen. Meist mit Schwäche und Unwohlsein, die in den meisten Fällen auch genauso schnell wieder verschwinden, wie sie auftauchen. Doch nicht immer, manchmal bleiben sie und entwickeln sich weiter. Nehmen wir das nicht wahr, nehmen wir das nicht ernst genug, kann sie sich im Laufe der Zeit schrittweise weiter entwickeln. 

Nicht erst Schmerz und Versagen eines Organes oder ein völliges Entgleisen von Hormonen, Werten und Funktionalität werden als Krankheit gewertet. Krank-Sein im Sinne von Fehlen der Gesundheit beginnt nämlich schon viel früher.

Das Positive daran ist, dass wir die Früh-Warnzeichen an uns selbst leicht erkennen können. Dafür brauchen wir kein Arzt zu sein, kein Spezialist. Dafür brauchen wir auch keine teure, auswendige Diagnostik:

Stufe 1 - Warnzeichen, der Körper meldet sich:

  • Schlappheit, zunehmende Müdigkeit;
  • gesteigertes Schlafbedürfnis
;
  •  schnelleres Schwitzen, 
Gefühl der Überforderung, 
  • zunehmend Schwäche und schnellere Erschöpfung;
  • Anspannungen, Verspannungen;
  • leichte Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit;


Heilung durch Alltags-Hygiene,
d.h. Gewohnheiten ändern
Zauberwort: Regel- und Mässigkeit! 



  • Ruheinseln mit bewusstem Nicht-Tun im Alltag schaffen,
  • dabei Verzicht auf Stimulation (TV, Smartphone, etc),
  • z.B. Mittagspause nutzen
  • Nicht-Tun aber Achtsamkeit üben
    (Meditation, Yoga, QiGong) 
  • genug Schlafen mit guter Qualität:
    zw. 7-10 Std., regelmässig beizeiten ins Bett
    (statt auf dem Sofa einschlafen!)
  • Musik, TV, Telefon, Elektrogeräte
    aus dem Schlafzimmer raus! 
  • gesunde Ernährung, 2-3 wertvolle Mahlzeiten am Tag! 
  • Nach Reisen  weitere 2-5 Tage
    Erholungsurlaub zu Hause einplanen!
  • ausreichend pures Wasser trinken 
  • Verzicht auf gesundheitsschädigende Gewohnheiten
    (Genussmittel!) 
  • Verzicht auf schädigenden Sport
    (z.B. Joggen, alles den Körper überfordernde) 
  • dafür Gesundheitssport,
    z.B. Qi Gong, Yoga, schlichtes Gassi-Gehen! 
  • Runter vom Sofa, aber auf dem Teppich bleiben:
    Dehnen in wechselnden Positionen,
    wechselnde Sitz- und Liegepositionen üben,
    Aufstehen und wieder Runterkommen üben
    (gerade im zunehmenden Alter!)

Stufe 2 - Ansammlung von Altlasten, Toxinen
:

  • immer öfters auftretende, unregelmäßige
    Muskel-, Gelenk-, Kopf-, Rückenschmerzen
;
  • verzögerte Menstruation, (schwächere) Blutungen,
    dabei mehr Krämpfe und Schmerzen;
  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen;
  • viele blaue Flecken;
  • abnehmende Lebensenergie,
  • Sorgen stellen sich ein,
  • Mangel an Lebensfreude.

Stufe 3 - Reizzustand
:

  • Ausscheidungssysteme werden überreizt:
    zunehmend Harndrang, 

    starker Drang zur Stuhlentleerung,
  • Unwohlsein bis Übelkeit, Gewichtszunahme,
  • belegte Zunge, Mundgeruch, 

  • starke Ausdünstung der Haut,
    Juckreiz (Haut als Not-Ausscheidungsorgan)
  • ungesunde Gesichtsfarbe, dunkle Ringe unter den Augen,
  • Symptome von Nasen/Nebenhöhlen;
  • viele, kleine Beschwerden hier und dort;
  • Nervosität, Unbehaglichkeit, schlechte Laune, gereizt,
  • Ängstlichkeit, Sorgen;
  • Einschlafstörungen,
    unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen
.

 Bis hierhin ist noch komplette Regeneration möglich!
Wer sich bis hier um seinen Organismus aus Körper, Geist und Seele kümmert, kann noch relativ schnell mit einfachen Mitteln für Regeneration sorgen.

Heilung braucht schon mehr Disziplin:



  • Hilfreich ist Unterstützung von Aussen als "Spiegel" 
  • Raus aus dem Alltag und Urlaub zur Erholung nutzen:
    Statt durch die Welt jetten mit Flut an neuen Eindrücken,
    die weiterhin erschöpfen, zu Hause bleiben
    und in Ruhe sich selbst begegnen und erholen.
  • Ausleitungstherapien und schonendes Fasten
    im Sinne von Verzichten auf Schädliches/Überflüssiges,
    bei gleichzeitiger Versorgung mit dem, was im Alltag fehlt.
  • phasenweise Schon-/Heilkost

Wer das in einer "Auszeit" gelernt hat,
kann dann weiter üben,
diese Heilmittel auch in den Alltag umzusetzen:



  • hochwertige Ernährung, mit 2-3 warmen Mahlzeiten tgl.
  • konsequenter Verzicht auf schädigende Genussmittel
  • stattdessen sich gelegentlich echten Genuss
    gönnen, der nährt!
  • die Sinne mit Schönem umgeben und verwöhnen:
    Augen-Blicke, auf den Monitor?
    Ohr-Geräusche aus Strassenlärm/Smartphone-Piepen?
    Elektrostatisch geladene Kunstfasern auf der Haut?
    Künstliche Aromen in der Nase, im Mund?
  • Wohlfühl-Zeit (statt Wellness-Konsum)
  • 3x täglich Bewegung
    = Gassi-Gehen mit dem inneren Schweinehund!
  • im Wechsel mit ausreichenden Regenerationspausen
    (Meditation, Mittagsruhe, Schlaf)
  • Überprüfen der Lebensumstände und -umgebung
    Entspricht mir das? Tut mir das gut?
  • Was kann ICH ändern - und es JETZT tun!)

Ab Stufe 4 setzen dann die degenerativen Körpererscheinungen ein. Der Heilungsverlauf wird immer zäher. Es braucht zunehmend mehr Ruhe und Disziplin.

Je chronischer die Symptome und je massiver die Degeneration werden, desto mehr Substanz des Körpers wird unwiderruflich geschädigt. Es kommt zu bleibenden Schäden, die meist wiederum als Folge andere Körperfunktionen und Gewebe schwächen und schädigen. Hier beginnt ein Teufelskreis an Symptomen.

(Mehr demnächst in Teil 2)