27. Dezember 2017

Mitten im Winter

Gesundheit und Entspannung fördern
während der Wintermonate

Wenn wir an manchen Tagen das Gefühl haben, als würde es fast gar nicht mehr hell, dann wissen wir, dass wir mitten im Winter angekommen sind. Es wird zwar von Tag zu Tag schon wieder ein bisschen länger hell, doch werden wir das erst Mitte/Ende Januar richtig bemerken. Bis zum Beginn des neuen Wachstums Anfang Februar befinden wir uns noch in der Winterruhe.




Basierend auf Heiner Frühaufs englischer Übersetzung des Klassikers von Gao Lian, Zunsheng bajian, "Eight Pieces On Observing the Fundamental Principles of Life", sollten wir einige Hinweise beachten, damit wir die Energie des Winters förderlich für uns nutzen können:

Während der drei Wintermonate verschliessen sich Himmel und Erde und fallen in das Ruhestadium der Speicherung. Wasser gefriert zu Eis, und in der Erde bilden sich Frostrisse. Die Yang-Energie der Natur verbleibt ungestört. 

Es ist die Zeit, früh zu Bett zu gehen und erst dann aufzustehen, wenn die wärmenden Strahlen der Sonne am Morgen erscheinen. Kälte sollte gemieden, die Wärme dagegen gesucht werden. Vorsicht ist geboten bei Massnahmen, die die Hautporen öffnen, wie Sauna, heisse Bäder, schweisstreibener Sport. Beachtet man dies nicht im Winter, besteht die Gefahr, das Netzwerk der Nieren zu verletzen.

Es ist das Beste, sich in ein gut isoliertes Zuhause zurückzuziehen, auf regelmässige Nahrungsaufnahme zu achten, und seine Kleidung den Temperaturen anzupassen. Man sollte nicht zu wagemutig werden und sich dem kalten Wind aussetzen. 

(den ganzen Artikel hier lesen)

Diese Sätze erinnern uns daran, dass der Winter einst als Zeit der inneren Einkehr, Ruhepause und damit Zeit zum Regenerieren und Kräftesammeln sgeschätzt wurde. Denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt...

26. November 2017

2018 Qi Gong Termine


Liebe Kursteilnehmer,

diese Woche finden alle Kurse zum letzten Mal statt!
Dann wünsche ich Euch eine besinnliche Adventszeit,
schöne, gemütliche Weihnachten
und einen guten Rutsch in 2018!

Nach der Winterrruhe 
kommen wir wieder gemeinsam 
in sanfte Bewegung und locken den Früüüühling:
Alle Kurse beginnen wieder in der 2. Januar-Woche,
und finden wieder 10x statt. 



27. Oktober 2017

Wir haben Urlaubspost bekommen:






Habe heute mit Euch geübt,
und gestern Abend auch
- nur an anderer Stelle...
Sonnengrüße aus Kreta 

von W.
 

Tanztherapie in den Frühling


KAOUTHAR kommt auch 2018 wieder nach Willich! 

Lasst uns gemeinsam in die Kraft kommen.So ist die einzige Möglichkeit Kaouthar in Deutschland 2018 erleben zu können der 3.und 4. Februar, in Willich bei Düsseldorf,wo wir uns zum Beginn des nahen Frühlings erden,uns in uralten weiblichen Symbolen bewegen,unsere Sinnlichkeit und Erotik ertanzen und zur Freude von MutterErde unsere Frauenkraft aktivieren.



Wann, wie, wo:

Samstag, den 03.02.2018 11.00-18.00 Uhr,
Sonntag, den 04.02.2018 10.00-17.00 Uhr

Seminarraum der Lichthof in Willich Münchheide
 

Das Seminar wird live auf deutsch übersetzt.
DER Kurs ist für Frauen in jedem Alter geeignet. 
Der Platz ist bei Anzahlung von 100,00 € reserviert.
Freundinnen-Bonus 5%
Frühbucherangebot :10% Erlass bei Komplettzahlung bis zum 30.11.2017.

Das GÖTTINNEN TANZ TRAINING  

ist hervorragend geeignet für alle Frauen, die…

  • Authentische ursprüngliche Weiblichkeit leben wollen
  • Ambitioniert ihre Karriere verfolgen
  • In der therapeutischen Energiearbeit tätig sind
  • Ihr ‚JA’ und ihr ‚Nein’ selbst in die Hand nehmen möchten
  • Eine klare Linie in ihre Beziehung bringen möchten
  • Einen Kinderwunsch hegen
  • Emotionales und körperliches Gleichgewicht suchen
  • Etwas tun für uns selbst………

Der Göttinnen Bauchtanz hilft Dir, die Urkraft in Dir selbst zu finden. Dieses Potential will entdeckt und aufgebaut werden. Das Göttinnen-Tanz-Training wirkt von innen nach außen. Du lernst Deiner Intuition zu vertrauen, Dich auf die Signale deines Körpers zu verlassen und deine spirituelle und mentale Wahrnehmung mit deiner physischen Kraft zu verbinden. 

Die Dozentin: Kaouthar Darmoni (PhD)


Kaouthar wurde in Tunesien geboren und wuchs an der Mittelmeerküster auf, wo sie als Jugendliche die Musik und den Tanz für sich entdeckte. Schon früh machte sie sich Gedanken zur Emanzipation der Frau. Angetrieben von ihrer Leidenschaft für die uralte Tradition, dem Göttinnentanz, erforscht sie die vielen Aspekte dieser Kunst und kombinierte dies mit ihrer Genderforschung. Zusammen mit den Beobachtungen und praktische Erfahrungen auf ihren vielen Reisen durch den mittleren Osten und Nordafrika, entwickelte sie ihr eigenes Konzept von weiblicher Stärken & Göttinnen-Bauchtanz. In diesem einzigartigen Ansatz fließen Ergebnisse aus der Gender- und Hirnforschung genauso mit ein, wie Körpererfahrung und arabischem Tanz.
Kaouthar ist Gründerin und Leiterin eines Instituts für‚ Weibliche Stärken und Göttinnen-Bauchtanz’, regelmäßig auf internationalen Veranstaltungen eingeladen und unterstützt Frauen weltweit in ihre Kraft zu kommen. 

Anmeldung und für Fragen

petra.gehlen@gmx.de


Kaouthar Darmoni Ausbildung

24. Oktober 2017

Sind Antidepressiva noch schlechter als ihr Ruf?


Fundstück vom 24.10.2017, 
erschienen im Newsletter, unter  doccheck-Blog nachzulesen)

Sind Antidepressiva noch schlechter als ihr Ruf?
Zugegeben, in einer Fachzeitschrift für Psychotherapie und Psychosomatik wird vermutlich nicht gerade eine Studie publiziert, die sich der biologischen Psychiatrie und Psychopharmakotherapie verschrieben hat. Aber die Studie zu den gesundheitlichen Risiken der Verordnung von Antidepressiva ist schon erschreckend. Danach steigt die Mortalität bei der Verordnung von Antidepressiva um 33 Prozent.

Im Laufe meiner Ausbildungsstationen in der Nervenheilkunde habe ich die Psychosomatik, aber auch die damalige Hochburg der Psychopharmakotherapie an der Unipsychiatrie Mainz kennengelernt. Die Verflechtungen zwischen Uni und Industrie unter Prof. Otto Benkert waren damals legendär. Dennoch hatte ich – und ich denke auch meine Kollegen – keinen Zweifel daran, dass wir mit den zu dieser Zeit relativ neu eingeführten Antidepressiva wie Venlafaxin oder Mirtazapin bei Patienten mit schweren depressiven Störungen gute Effekte erreichten.

Irgendwann kamen Zweifel auf

Und wenn es damit nicht mehr weiter ging, wurde halt ein irreversibler MAO-Hemmer eingesetzt. Psychologen gab es in der Unipsychiatrie nur, damit biologisch-psychiatrische Studien statistisch ausgewertet werden konnten – nicht etwa, um depressive Patienten zu behandeln.

Heute bin ich mir da überhaupt nicht mehr sicher. Und aus meiner Sicht ist die wissenschaftlich zwar angeblich empfehlenswerte Zusatzbehandlung mit immer mehr atypischen Neuroleptika auch nicht gerade im Sinne des Patienten. Kurbelt aber den Markt an.

Bei den allermeisten Antidepressiva dann eben auch den Appetit, sodass bei uns regelmäßig Patienten mit einer Gewichtszunahme von 25 kg innerhalb eines Vierteljahres aufschlagen. Die fühlen sich nach Einnahme von Mirtazapin und Quetiapin dann noch unglücklicher als vorher. Und organisch gesehen sind sie sogar noch kränker.

Tabletten ändern nichts an den Lebensumständen
Bis zum heutigen Tag ist mir nicht ganz klar, wie groß das Spektrum der Krankheitsbilder ist, die einfach in den Sammeltöpfen für Depression, Dysthymie, schizoaffektive Störung etc. landen. Im Zweifel wird dann alles und nichts mit Antidepressiva behandelt. Dabei gibt es relativ klare Leitlinien und Studien, die nur bei den mittelschweren und schweren Depressionen einen Benefit der Pharmakotherapie zeigen.

In meiner Klinik (einer psychosomatischen Reha) habe ich tagtäglich mit stark leidende Patienten zu tun. Sie leiden aber eher unter beruflich bedingten Problemlagen, Arbeitslosigkeit, Mehrfachbelastungen, weil sie alleinerziehende Mutter und Pflegekraft für die demenzkranke Mutter sind oder sie leiden schlicht und ergreifend darunter, dass sie sozial abgehängt wurden. Wie um alles in der Welt sollte hier ein Antidepressivum die Lage verbessern?


Autor: Dr. Martin Winkler, Blog zum Thema:
Ansichten aus der Psychosomatik, Psychiatrie und ganzheitlicher Gesundheit aus anderen Perspektiven des Alltags. Wenn Psychotherapie und Psychiatrie ein anständiges Handwerk wäre...

23. Oktober 2017

Qi Gong Ausfall


Kein Qi Gong am: 

  • Mo., 30. Okt. 
  • Mi., 01. Nov.
  • Fr., 17. Nov. 

30. September 2017

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde


Professor: Wir haben also in der letzten Unterrichtsstunde über die Filzpantoffel gesprochen und behandeln heute das Hemd. Wer von euch weiß zufällig einen Reim auf „Hemd“?

Valentin: Auf Hemd reimt sich „fremd“.

Professor: Sehr gut! Und wie heißt die Mehrzahl von „fremd“?

Valentin: Die Fremden.

Professor: Jawohl, die Fremden. – Und aus was bestehen die Fremden?

Valentin: Aus „fremd“ und aus „den“.

Professor: Sehr gut! – und was ist ein Fremder?

Valentin: Fleisch, Gemüse, Mehlspeisen – Obst usw.

Professor: Nein! Nein! – Nicht was er isst, sondern was er tut.

Valentin: Er reist ab!

Professor: Sehr richtig! Er kommt aber auch an – und ist dann ein Fremder. – Bleibt er dann für immer ein Fremder?

Valentin: Nein! – Ein Fremder bleibt nicht immer ein Fremder.

Professor: Wieso?

Valentin: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.

Professor: Das ist nicht unrichtig. – Und warum fühlt sich ein Fremder nur in der Fremde fremd?

Valentin: Weil jeder Fremde, der sich fremd fühlt, ein Fremder ist, und zwar so lange, bis er sich nicht mehr fremd fühlt – dann ist er kein Fremder mehr.

Professor: Ausgezeichnet! – Wenn aber ein Fremder schon lange in der Fremde ist, ist das dann auch ein Fremder? Oder ist es ein Nichtmehrfremder?

Valentin: Jawohl, das ist ein Nichtmehrfremder, aber es kann diesem Nichtmehrfremden – unbewusst – doch noch einiges fremd sein.

Professor: Was zum Beispiel?

Valentin: Den meisten Münchnern zum Beispiel ist das Hofbräuhaus nicht fremd – hingegen ihnen die meisten Museen fremd sind.

Professor: Sehr richtig! – Dann kann also der Einheimische in seiner eigenen Vaterstadt zugleich ein Fremder sein. Es gibt aber auch Fremde unter Fremden! Wie verstehen Sie das?

Valentin: Fremde unter Fremden sind – so wie ich mir das vorstelle –, wenn Fremde mit dem Zug über eine Brücke fahren und ein anderer Eisenbahnzug mit Fremden unter derselben durchfährt, so sind die durchfahrenden Fremden – Fremde unter Fremden, was Sie, Herr Professor wahrscheinlich nicht so schnell begreifen werden.

Professor: Leicht fällt es mir nicht! Aber nun wieder zum Thema. – Und was sind Einheimische?

Valentin: Einheimische sind das Gegenteil von Fremden. Aber dem Einheimischen sind die fremdesten Fremden nicht fremd, – er kennt zwar den Fremden persönlich nicht, merkt aber sofort, dass es sich um einen Fremden handelt, beziehungsweise um Fremde handelt; zumal wenn diese Fremden in einem Fremdenomnibus durch die Stadt fahren.

Professor: Wie ist es nun, wenn ein Fremder von einem Fremden eine Auskunft will?

Valentin: Sehr einfach. – Frägt ein Fremder in einer fremden Stadt einen Fremden um irgendetwas, was ihm fremd ist, so sagt der Fremde zum Fremden: „Das ist mir leider fremd, ich bin nämlich selber fremd.“

Professor: Das Gegenteil von fremd ist bekannt. Ist das klar?

Valentin: Eigentlich ja! Denn, wenn zum Beispiel ein Fremder einen Bekannten hat, so muss ihm dieser Bekannte zuerst fremd gewesen sein, aber durch das gegenseitige Bekanntwerden sind sich die beiden nicht mehr fremd. Wenn aber diese beiden Bekannten zusammen in eine fremde Stadt reisen, so sind diese zwei Bekannten dort für die Einheimischen wieder Fremde geworden. – Sollten sich die beiden Bekannten hundert Jahre in dieser fremden Stadt aufhalten, so sind sie auch dort den Einheimischen nicht mehr fremd.

Aus:
Karl Valentin: „Sämtliche Werke“, Band 4, Piper Verlag, München 1994