18. Mai 2012

Hydrolate - sanfte, effektive Hausapotheke


Passend zum letzten Tip gibts jetzt die Ergänzung:

 Hydrolate sind die sanften Schwestern der ätherischen Öle. Während diese jedoch sehr konzentriert, hochwirksam, und damit oft auch nebenwirksam sein können, wenn man nicht exakt mit umzugehen weiss, sind Hydrolate ein Tip für die Hausapotheke. Sowohl äusserlich als auch innerlich eingenommen, wirken sie keineswegs schwächer, sondern einfach "anders", sanft und zugleich intensiv. Bei der Anwendung der Hydrolate kann man nichts falsch machen undselbst die wässrigen Destillate aus Pflanzen, die als ätherisches Öl hoch reizend und sogar giftig sein können, ist das Hydrolat gut verträglich.

Ganz aktuell hat Eliane Zimmermann, eine kompetente Aromaexpertin, ihr Wissen über Hydrolate als digitales Nachschlagewerk veröffentlicht. Für einen kleinen Obolus von 14€ kann man "Hydrolate - Grundlagen, Rezeptideen und Monographien" hier beziehen.

Die hochwertigen Hydrolate haben einen einzigen Nachteil: sie sind nicht unendlich lange haltbar. Kühle, dunkle Lagerung und keimarme Handhabung vorausgesetzt, sollten sie ca. innerhalb 1 Jahres verbraucht sein. (Die Reste kann man prima als Bügelwasser oder statt Weichspüler verwenden). Manche Hydrolate, z.B. von Primavera sind mit etwas Bioalkohol stabilisiert. Für die Hautpflege bei nicht zu trockener Haut oder in Mischungen ist der Alkohol kein Problem. Wird das Hydrolat mit ätherischen Ölen und Alkohol gemischt, schützen die das Pflanzenwasser vor Verkeimung.

Die reinen, unkonservierten Hydrolate (tolle Qualitäten z.B. von http://www.maienfelser-naturkosmetik.de/xt/index.php?cPath=35) haben meist einen Sprühaufsatz. Diesen sollte man am besten nicht mehr abnehmen, bzw. auf keinen Fall mit den Händen oder Oberflächen in Kontakt bringen, wenn man eine kleinere Menge Hydrolat abfüllt. Für Augenspray/-kompressen sollte das Hydrolat nur ca. 3-6 Monate verwendet werden. Für unterwegs füllt man sich gleich eine kleine Menge in ein kleines Fläschechen mit Pumpsprüher ab, bzw. gibt es bei Rottaler auch einen praktischen Roll-on mit 10ml.

10. Mai 2012

Hilfe für juckende Heuschnupfen-Augen


Er ist wieder da, der Frühling/Sommer - zum Leidwesen vieler geplagter Heuschnupfen-Patienten. Mit juckenden, geröteten Augen, Niesattacken und laufender Nase kommen diejenigen kaum dazu, diese wundervolle Jahreszeit zu geniessen.

Eine wirksame Alternative zu antiallergischen Augentropfen ist reines Rosenhydrolat, das als Kompresse aufgelegt oder auf die geschlossenen Augen einfach aufgesprüht wird. Das wässrige Destillat aus Rosenblüten ist eines der effektivsten und zugleich mildesten Heilmitteln der Natur. Auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und bei Windelekzem von Kleinkindern hilft aufgesprühtes Rosendestillat. Gerade bei allergischen Ekzemen, wenn sonst (fast) nichts mehr vertragen wird, wirkt Rosenwasser beruhigend und entzündungshemmend.

Wichtig ist, dass es sich um reines Rosendestillat ohne Konservierungsmittel handelt. Achtung, "Rosenwasser" ist meist kein Hydrolat. Auch nach dem DAB (Dt. Arzneibuch) wird hierfür Wasser mit wenigen Tropfen ätherischem Öl verschüttelt, wobei selbst nach DAB synthetische Anteile enthalten sein dürfen! Dieses sog. "Rosenwasser" eignet sich nicht.

Hier ist mit Hydrolat tatsächlich der wässrige Anteil gemeint, der beim Destillieren von ätherischen Ölen als Nebenprodukt anfällt. In diesem Hydrolat ist ein geringer Anteil ätherischen Öls enthalten, v.a. aber die wasserlöslichen Substanzen, die nicht mit ins ätherische Öl gelangen.

Das unkonservierte Hydrolat sollte innerhalb von kurzer Zeit verbraucht werden. Durch Luft- und Lichteinwirkung sowie Verkeimung schlägt es nach ca. 6 Monaten um. Solche Reste bitte nur noch als Zusatz ins Bügeleisen geben, oder ins Weichspülerfach beim Wäschewaschen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus: Von Rottaler Aromaöle, einer kleinen Destille im bayrischen praktisch als kleines Roll-on für unterwegs, ansonsten auch als 50/100ml-Abfüllung. Oder bei Maienfelser, einer Destille im Schwäbischen, ebenfalls in sehr hochwertigen Qualitäten und Auswahl verschiedener Rosendestillate, hier empfehle ich die Bio-Qualitäten, aus der Rosa Gallica und das tolle Cuvee. Ein Sprühaufsatz wird hier mitgeliefert.

9. Mai 2012

2052: Eine globale Einschätzung für die nächsten 40 Jahre


Prof. Michael Jischa, mein damaliger Professor im Studienschwerpunkt Strömungsmechanik und dynamische Systeme in Technik und Natur, hat mich mit seinem Denken und seinem Engagement sehr geprägt.

Er ist nicht nur Autor von "Herausforderung Zukunft, Technischer Fortschritt und Globalisierung", sondern war seit 2006 Ehrenvorsitzender, von 1998 bis 2006 Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome (DGCoR). Der Club of Rome ist eine Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde. Er wurde 1968 von dem FIAT-Manager Aurelio Peccei und dem OECD-Generaldirektor Alexander King in Rom ins Leben gerufen, mit dem Ziel, sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen.

Die Weltöffentlichkeit kennt den CLUB OF ROME seit 1972 durch den viel diskutierten Bericht Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums), dem bisher weitere 30 „Berichte an den CLUB OF ROME“ zu unterschiedlichen Zukunftsfragen der Menschheit folgten. Die Leitidee ist eine nachhaltige Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen wie auch der künftigen Generationen an den begrenzten Ressourcen sowie der begrenzten Belastbarkeit unserer Ökosysteme orientiert. Der CLUB OF ROME nimmt eine globale Perspektive ein, in der komplexe Wechselwirkungen ebenso wie lange Zeiträume zur Geltung kommen sollen Er möchte dazu beitragen, Systeme und Prozesse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten und dazu anregen, dass jede und jeder Einzelne im eigenen Umfeld damit beginnt. Dieser Grundsatz ist im Ausdruck "Global denken - lokal handeln" ("Think global, act local") zum Markenzeichen des CLUB OF ROME geworden.

Am 07. Mai hat der Club of Rome einen neuen Bericht veröffentlicht:

2052: A Global Forecast for the Next Forty Years, by Jorgen Randers

raises the possibility that humankind might not survive on the planet if it continues on its path of over-consumption and short-termism. In the Report author Jorgen Randers raises essential questions:
How many people will the planet be able to support?
Will the belief in endless growth crumble?
Will runaway climate change take hold?
Where will quality of life improve, and where will it decline?

Using painstaking research, and drawing on contributions from more than 30 thinkers in the field, he concludes that:

  • While the process of adapting humanity to the planet’s limitations has started, the human response could be too slow.
  • The current dominant global economies, particularly the United States, will stagnate. Brazil, Russia, India, South Africa and ten leading emerging economies (referred to as ‘BRISE’ in the Report) will progress.
  • But there will still be 3 billion poor in 2052.
  • China will be a success story, because of its ability to act.
  • Global population will peak in 2042, because of falling fertility in urban areas
  • Global GDP will grow much slower than expected, because of slower productivity growth in mature economies.
  • CO2 concentrations in the atmosphere will continue to grow and cause +2°C in 2052; temperatures will reach +2.8°C in 2080, which may well trigger self-reinforcing climate change.


The Report says the main cause of future problems is the excessively short-term predominant political and economic model. “We need a system of governance that takes a more long-term view”, said Professor Randers, speaking in Rotterdam. “It is unlikely that governments will pass necessary regulation to force the markets to allocate more money into climate friendly solutions, and must not assume that markets will work for the benefit of humankind”.

“We already live in a manner that cannot be continued for generations without major change. Humanity has overshot the earth’s resources, and in some cases we will see local collapse before 2052 – we are emitting twice as much greenhouse gas every year as can be absorbed by the world’s forests and oceans.”

The launch was organised by the Club of Rome, the international think-tank that focuses on stimulating debate on achieving a sustainable future. The Club is continuing its tradition of supporting work that raises fundamental questions and promotes far-sighted solutions. The launch takes place on the eve of an international meeting of WWF, the international environmental organisation.

Published in the run-up to the Rio Summit, this Report to the Club of Rome: 2052: A Global Forecast for the Next Forty Years (published by US publishers Chelsea Green) looks at issues first raised in The Limits to Growth, 40 years ago. This earlier Report, also to the Club of Rome, of which Randers was a co-author, created shock waves by questioning the ideal of permanent growth.

Commenting on the findings of 2052, Ian Johnson, Club of Rome Secretary General said: “Professor Randers’ analysis of where the world could be in 40 years has demonstrated that ‘Business as usual’ is not an option if we want our grand-children to live in a sustainable and equitable planet. It took 40 years before the full message of The Limits to Growth was properly understood. We cannot afford any more lost decades.”