22. Mai 2016

Gesunde Ernährung: Die 4 weissen Übel (Teil 1, Salz)


Sparen Sie sich alle verwirrenden Ratgeber, Diäten, Kalorienzählen und speziellen Nahrungsmittel(ergänzungen). Gesunde Ernährung ist nicht kompliziert, sondern sogar ganz schlicht.

Meiden Sie die vier weissen Übel "wie den Tod":
  1. weisses, rieselfähiges Küchensalz
  2. weisser, raffinierter Zucker
  3. weisses Mehl 
  4. Milch und tierisches Fett
Weder weisser Zucker noch weisses Salz kommen in der Natur vor. Sie sind so hochraffiniert und konzentriert, dass sie den Organismus schädigen. Diese beiden verdienen noch nicht einmal mehr die Bezeichnung Nahrungsmittel. 

Zum Thema Salz:

Küchensalz besteht nur noch aus Natrium und Chlorid. Beides sind die Mineralien, die unser Organismus am wenigsten von allen Mineralsalzen benötigt. Und es wird nicht besser oder gesünder, wenn dem Salz auch noch Jod oder Fluor beigesetzt wird. Kaum ein Bundesbürger hat heute Jodmangel, und sicher nicht, wenn er sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt. Im Gegenteil, viele Menschen leiden an Schilddrüsen-Beschwerden, die durch Jod verschlimmert werden. Dazu kommt, dass immer mehr Menschen zur Jodunverträglichkeit neigen, weil sich der Körper gegen diese sinnlose Überdosierung wehrt.

Dieses raffinierte Supermarkt-Küchensalz eignet sich also nicht zum Verzehr. Es ist aber prima als Fleckenmittel, falls Sie Rotwein auf ihren Teppich verschüttet haben! 

Unmengen an weissem und meist jodiertem Salz sind übrigens in allen gekauften Backwaren, in allen Fertig- und Halbfertigprodukten enthalten. Auch Wurstwaren und Käse enthalten enorme Mengen davon, die schon lange die Grenze des Erträglichen überschritten haben.

Der Geschmack des Ottonormalbürgers hat sich übrigens so an den salzigen Geschmack gewöhnt, dass er gut gewürzt meist mit kräftig versalzen verwechselt. Und wer ohnehin schon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte die folgenden Tips sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen nehmen:

Gesunder Umgang mit Salz:

  • Verwenden Sie in Ihrer Küche Salz sehr sparsam,
    wie zu Omas Zeiten als Prise. 
  • Verwenden Sie naturbelassenes Salz, z.B. unraffiniertes Meersalz oder vermahlenes Steinsalz. Sie erkennen es daran, dass es nicht weiss und rieselfähig ist, sondern meist gräulich, leicht feucht und zu Verklumpung neigt. Das Meersalz hat meist auch sichtbare  "Verunreinigungen", z.B. dieses hier. Steinsalz ist je nach Mineralsalz-Zusammensetzung manchmal auch rosa-grau. Beide enthalten nicht nur Natrium und Chlorid, sondern auch noch andere, lebenswichtige Mineralien wie Calium, Kalzium, Magnesium etc.
  • Suppen und Saucen werden durch die Verwendung von langgekochte Kraftbrühen ("Fond" nennen es die Profiköche) würziger, ohne dass Sie viel Salz brauchen.
  • Kochwasser für Kartoffeln oder Gemüse brauchen Sie gar nicht zu salzen.
  • Würzen Sie kräftig mit frischen Kräutern und getrockneten Gewürzen.
  • Salzen Sie Ihre Speisen erst kurz vor dem Servieren sparsam. 
  • Meiden Sie gekaufte Backwaren, Wurst, Käse, Fertignahrungsmittel.
  • Verzichten Sie in der Kantine und im Restaurant aufs Nachsalzen.
    Es ist garantiert schon mehr als genug darin enthalten.